• DSDS (RTL) 01.05.2011

    Schöne Walpurgisnacht gehabt zu haben, liebe Hexen unter den DSDS-Fans,

    falls Ihr Euch heute tatsächlich auf den Besen geschwungen und eine nächtliche Reise zum Blocksberg im Harz unternommen haben solltet, dann war das eine gute Wahl, denn vom Halbfinale von “Deutschland sucht den Superstar” kann man diesmal nur wenig interessantes berichten. Vielleicht ist das auch kein Wunder, denn die ganze DSDS-Maschine läuft schon seit Beginn der Mottoshows bestens geölt nach dem altbekannten Muster. Hier ein Skandälchen in der Blöd-Zeitung, dort ein kleiner Aufreger wegen angeblich versehentlich falsch eingeblendeter Anrufnummern, Ekstase mit Verletzten bei der Autogrammstunde, Antipathien und Liebeleien unter den Kandidaten, auf der Bühne Bewegungsmuffel in Leichenstarre, Leute mit pathologischem Zappeldrang und schlimme Textvergesser, im Publikum peinliche Freunde und Verwandte und stolze Omas, eine ungerechte Jury aus Dieter Bohlen und zwei austauschbaren Laienrichtern ohne relevante Meinung, Dieter hingegen hat und bevorzugt völlig ungeniert seine Lieblinge, als Moderator fungiert ein nerviger Wichtigtuer mit chronischem Sprechdurchfall, der eigentlich gar nichts zu sagen hat, es aber immer noch nicht merkt, usw. usf., halt das übliche Programm.

    Kennst Du eine Staffel, kennst Du alle. Das Schlimme ist: am Ende kommt immer das selbe dabei heraus, nämlich KEIN Superstar, sondern nur ein naiver Gewinner mit bemitleidenswert großen Hoffnungen auf eine echte Karriere im Musikbusiness, die in den Wochen nach dem Finale als heiße Luft verpuffen. Wenn der oder die Staffelgewinner(in) ganz viel Glück hat, springt dabei eine kurzzeitige Top-Platzierung des Siegertitels heraus, danach geht’s abwärts und wir sehen uns wieder in der großen RTL-Recyclinganlage, wo die abgenudelten Beinahestars dann für Sekunden als Stichwortgeber unten links in der Bildschirmecke bei der “ultimativen Chartshow” (schon der Titel dieser Serie ist ein Widerspruch in sich) erscheinen und bei den Zuschauern ein kurzes Grübeln nach dem Motto “war das nicht…?” hervorrufen.

    Okay, okay, für Mark Medlock gilt das offensichtlich nur teilweise. Der hat seine Seele vor einigen Jahren an den Teufel aus Tötensen verkauft und muss seitdem als Untoter in jedem Jahr beim DSDS-Finale auftreten und einen von Dieter Bohlen selbst verfassten Aufguss aller beiden ihm bekannten Akkorde als Sommerhit-Persiflage vortragen. Den Medlock sehen wir nächste Woche bestimmt auch wieder, hört auf meine Worte…

    Normalerweise wäre heute das Finale dieser Staffel gewesen, aber Papa Bohlen bekam vor einigen Wochen beim Blättern in der Programmzeitung wohl gehöriges Fracksausen, denn da sah er doch plötzlich nebenan in der Spalte “ZDF” die Ankündigung der letzten regulären Ausgabe von “Wetten, dass…?” mit Thomas Gottschalk auf dem Festland. (Eine allerletzte Ausgabe folgt noch im Sommer irgendwo auf einer der Deutschen liebsten Insel.) Auch wenn ich persönlich nicht glaube, dass Menschen, die sich ernsthaft für Typen wie Pietro oder Ardian begeistern, wegen der Abdankung eines 60jährigen Show-Mummelgreises mit Frisöraversionen auf den Gerontenkanal wechseln, so wollte Onkel Dieter vermutlich trotzdem auf Nummer Sicher gehen. Man inszenierte deshalb bekanntlich bei der Top-6-Show die Nummernverwechslung und wiederholte dann den ganzen Quatsch mit allen Protagonisten eine Woche später, womit sich alle nachfolgenden Shows um eine Woche verschoben.

    Heute nun also ist der Kreis der Superstar-Aspiranten auf drei zusammengeschrumpelt. Noch im Rennen sind Pietro Lombardi, ein leicht debiler Hallodri, der beweist, dass man auch mit einem zweistelligen IQ noch gut drauf sein kann, Ardian Bujupi, der trotz seiner sorgfältig kultivierten Macho-Allüren nicht müde wird, sich gleichzeitig als Frauenversteher aufzuplustern und dessen überheblich-stolzes Gehabe bei einem möglichen Finalsieg ich mir schon jetzt bildlich vorstellen kann. Und dann gibt es noch Sarah Engels, die bereits ausgeschieden war, aber wie Phönix aus der Asche zwei Wochen später zu DSDS zurückkehrte und seitdem offenbar unverwundbar jede Mottoshow verdient überlebt hat.

    Normalerweise ist für jeden mit der Bravo einigermaßen Vertrauten klar, dass Pietro diese Staffel gewinnen wird, denn seine Anhängerschaft ist einerseits schon im wahlfähigen Alter (äh, ich meine natürlich die Bedienung eines Handy, keine politische Wahl), darf aber andererseits Samstagabend noch nicht allein auf die Piste. Da bleibt ja nur noch das Anhimmeln von Jungs aus der Ferne per Telefon. Aber, so hat jetzt die Blöd-Zeitung spitzfindig verkündet, die Anhängerschaft des in der letzten Woche (ziemlich beleidigt) ausgeschiedenen DSDS-Opas Marco Angelini (26 Jahre!!!) bestehe wohl überwiegend aus jungen Frauen oberhalb des Teeniealters und suche nun nach einem neuen Star. Da böte sich vermutlich eher der (aber nur etwas) reifer wirkende Ardian an, als der niedlich-schusselige Teletubbie Pietro. Und außerdem spreche gegen den notorischen Basecap-Träger, dass er und Sarah sich in der letzten Woche als Liebespaar geoutet hätten, was ja naturgemäß alle schwärmerisch veranlagten Fans vor den Kopf schlagen dürfe. Und so könne es sein, dass sich die Waage heute zugunsten des Kosovo-Deutschen senke, sagt das Hamburger Intelligenzblatt mit den großen Buchstaben und der vielen Farbe. Mal sehen, ob diese Rechnung aufgeht.

    Marco Schreyl stellt wie immer das Jury-Team vor, als werde er nach Dezibel bezahlt. “Fernanda Brandao“, brüllt er, “die hauseigene Sexbombe”. Die so Angekündigte erscheint – wie immer – mit einem noch knapperen Kleid als in der letzten Show, mal sehen, wann der Rocksaum oberhalb des Bauchnabels landet… Patrick Nuo kommt – ebenfalls wie immer – laufend auf die Bühne und klatscht Marco mit High five ab, wohl um seine überbordende, jugendliche Vitalität unter Beweis zu stellen, dabei geht er auch schon langsam auf die 30 zu, der Gute. Für Dieter Bohlen, den RTL-Übermenschen, bricht die bisherige Musik ab, die Beleuchtung wechselt auf dunkelblau und der Poptitan marschiert durch ein Spalier roter Bengalfackeln in die Halle. Gemessen an diesem Tammtamm, erscheint das altbackene schwarz-weiß-karierte Sakko ein paar Nummern zu profan für einen Superhelden seines Kalibers, aber das ist ihm vermutlich total Wurscht, denn wo er ist, da ist oben und was er tut, das ist wohlgetan.

    Mit David Guettas “When Love takes over” erscheinen nun endlich die drei Hauptakteure des heutigen Abends auf der Bildfläche. In einem wahren Gewitter grüner Laserstrahlen werden sie in Kästen auf die Bühne herabgelassen und trällern dabei ihr Liedchen. Das Publikum verzeiht seinem Liebling Pietro dabei auch einige schräge Töne. Übrigens habe ich nicht mitgekriegt, ob und wenn welches Motto die heutige Show hat, ist aber eigentlich auch egal.

    Ardian Bujupi macht diesmal den Anfang und singt die Fußballhymne “Wavin’ Flag” von K’naan, wobei die RTL-Regie wieder ein optisch sehr beeindruckendes buntes Bühnenbild liefert, in dem die DSDS-Tänzer dann auch noch bunte Fahnen schwenken dürfen. Die Jury ist zufrieden und verrät dann auch noch, dass der Kandidat gerade in dieser Woche seinen 20. Geburtstag feierte, worauf die Halle – natürlich völlig spontan – “Happy Birthday” anstimmt.

    Nummer Zwei ist Sarah Engels. Sie bringt heute mit “Lady Marmalade” von Labelle (und diversen Cover-Künstlerinnen) einen textlich nicht ganz jugendfreien Knaller aus den 70ern. Passend dazu trägt sie ein kurzes rotes Kleid und auch die gesamte Bühne ist in rotes Licht getaucht. Der Auftritt läuft grandios, die Jury lobt hinterher besonders ihren Gesang, vermisst aber mal wieder ein paar Bewegungen. Dieter macht ihr dann jedoch ein ganz ungewohntes Kompliment: “Das hatte Niveau und Du hast das toll verkauft.”

    Als Dritter betritt Pietro Lombardi die Bühne. Auch wenn er das zu Beginn ausdrücklich vermeiden wollte, so ist er mittlerweile doch der erklärte DSDS-Clown, den kein Zuschauer wirklich Ernst nimmt. Heute beginnt er mit Elton Johns König-der-Löwen-Titel “Can you feel the Love tonight”, den wir von ihm übrigens schon aus dem Recall kennen. Tja, wenn ich ehrlich bin, verhunzt er den Song nach Strich und Faden, kaum ein Ton ist in Höhe und Länge wirklich richtig und sein Englisch bemerkenswert schlecht, aber was macht das schon, solange dies von Bohlen & Co. als Ausdruck künstlerischer Interpretation betrachtet wird. Patrick Nuo bemerkt die technischen Probleme in seiner Kritik und wird dafür vom Publikum gnadenlos ausgebuht. Dieter Bohlen dreht das dann unter dem großen Jubel des Saalpöbels genau um, bezweifelt gar, dass er und Patrick überhaupt dieselbe Show sähen. Die darauf folgenden zustimmenden Sprechchöre dauern mehrere Minuten und lassen betrübliche Rückschlüsse über den Geisteszustand der Anwesenden und erhebliche Zweifel bezüglich einer Verlängerung von Patricks Vertrag für die nächste Staffel aufkommen.

    Vor dem nächsten Block sehen wir in einem Einspieler, wie Ardian und Marco in der letzten Woche mit einem Kunstflieger zusammen einen Flug absolvieren. Genauer gesagt, ist der bei Marco bereits auf der Startbahn zuende, denn der Pizzabäcker schreit beim ersten Gasgeben schon panisch “Stopp, stopp!!!” und der Pilot bricht daraufhin tatsächlich den Start ab. Buttermemme! Ardian ist natürlich ein cooler Macker (“isch liebe Risiko!”) und zeigt sich seinen weiblichen Fans als ganzer Mann, den auch so ein rasanter Kunstflug nicht wirklich aus der Ruhe bringt. Naja, wer weiß, den Füllstand seiner Kotztüte bzw. Unterhose zeigt uns RTL jedenfalls nicht… Später im Studio ist Joel, einer der megacoolen Gang-Kumpel von Ardian, zum Interview da und zeigt Marco Schreyl stolz wie Oskar seine schicke Sonnenbrille, über die er sich ganz offensichtlich definiert. Ich habe ein Déjà-vu, in der letzten Woche kam doch schon so ein kurz- bis gar-nicht-haariger Typ und laberte nur über seine verspiegelte Sehhilfe, haben die Bujupi-Blutsbrüder denn alle ‘ne Brillenmacke???

    Nachdem nun also dem Ego von Ardian Bujupi ausführlich gehuldigt wurde, singt er den Titel “Loving you is killing me” von Aloe Blacc. Okay, der Auftritt ist ganz passabel, sowohl stimmlich, als auch von der Performance her. Ardian hat musikalisch wirklich was drauf, auch wenn mich die vielen anderen Facetten seiner Persönlichkeit eher abstoßen, aber ich muss ja schließlich nicht für ihn anrufen. Patrick und Fernanda sind von dem Auftritt begeistert, Dieter sieht das aber mal wieder anders, der Titel habe gut angefangen, sei später im Abgang aber langweilig geworden, urteilt der Überexperte.

    Auch Sarah Engels hatte in der letzten Woche ein spannendes Erlebnis, sie durfte nämlich beim Eishockeyspiel Deutschland gegen Weißrussland vor gefühlt 100 Milliarden Menschen live die Nationalhymne singen. Schadenfroh erinnern wir uns an das Fiasko ihrer Namensschwester Sarah Connor (“Brüh’ im Lichte dieses Glückes”) und registrieren deshalb anerkennend und ein klein wenig enttäuscht, wie souverän und ohne jegliche Textpatzer “unsere” Sarah heute ihren Job erledigt. Dafür, dass Deutschland das Spiel hinterher verlor, kann sie wohl nichts… Wieder im Hier und Jetzt singt Sarah “One Day in your Life” von Anastacia, wieder völlig ohne Fehl und Tadel, Respekt! Die Jury ist des Lobes voll; vielleicht sollten wir uns schon mal langsam an den Gedanken gewöhnen, dass Sarah uns auch im Finale erhalten bleibt – welches sie dann selbstredend gegen Pietro verlieren wird.

    Bevor Pietro Lombardi seinen zweiten Titel “Wenn das Liebe ist” (von Glashaus) singt, dürfen wir ihm in einem Film beim Besuch auf einem Männerspielplatz zusehen. Der Pizzabäcker und Glassteinchenkleber darf ‘ne Runde im Bagger fahren, weil das ja angeblich der Traum aller kleinen Jungen sei. Nö, stimmt gar nicht, er habe immer Fußballer werden wollen, berichtigt der Kandidat. Trotzdem steigt er ein und bewegt unter fortwährendem Gejohle die Schaufel seines Arbeitsgeräts. Danach ist Quad-Fahren angesagt, wobei Pietro erneut viele Nebengeräusche produziert, allerdings versteht man meist nicht, was er so nuschelt und brabbelt. Ganz schön mutig übrigens von RTL, dass sie ihn hier heute trotz seiner gerade erst verheilten Fußverletzung durchjagen, aber Kommerz ist alles und da hat sich die Gesundheit im Zweifelsfall unterzuordnen. Den zweiten Titel performt der Kandidat in einer klebrig warm aussehenden Jacke aus durchsichtigem Plastikmaterial, die im Laufe des Titels ekelig beschlägt. Und in seinen ebenfalls durchsichtigen Schuhe schwappt am Ende buchstäblich und ungelogen der Schweiß! Es ist eine sehr langsame, beinahe depressive Ballade, die nicht so recht zum Clown-Image passt. Patrick bescheinigt ihm hinterher viel Gefühl, Fernanda ist sowieso immer mit allem zufrieden und Onkel Dieter hat bei Pietro nur noch blinde Flecken.

    Der dritte Durchgang startet wieder mit Ardian Bujupi. Sein letzter Titel heute ist Michael Bublés Gute-Laune-Song “Feeling good”. Er bringt ihn zwar etwas atemlos, aber dennoch souverän rüber. Ardian beherrscht seine Stimme und ist dem Kollegen Pietro damit um Lichtjahre voraus, denn er ist gut, wo der andere nur niedlich oder lustig ist. Die Jury überschlägt sich vor Begeisterung. Dieter Bohlen: “Ich habe mich bei diesem Titel nicht gut gefühlt…” [Schrecksekunde] “…, sondern fantastisch! Das war sensationell!!!”

    Sarah Engels letzter Auftritt kommt mit der Ballade “Beautiful” von Christina Aguilera. Wieder brilliert sie mit ihrer glockenklaren Stimme, ist völlig sicher in den Höhen und reißt Publikum und Jury gleichermaßen zu Beifall hin. Also, wenn die heute nicht ins Finale kommt… dann haben wohl zu viele Fans zu Gottschalk rübergezappt. Nach dem positiven Urteil verdrückt sie vor Rührung ein, zwei Tränchen an der Seite von Marco Schreyl – gerade als sie ihm und uns berichtet, dass sie jetzt alles viel leichter nehme, als vor ihrem ersten Rauswurf. Geschicktes Timing, weinende Frauen kommen beim Publikum natürlich gut an…

    Pietro Lombardi hat sich für seinen letzten Auftritt in ein rot-weiß-gestreiftes Eisverkäuferkostüm mit Strohhut geworfen und memoriert auf der Kandidatencouch vermutlich intern nochmal den Text, als ihm der Moderator plötzlich das Mikrofon unter die Nase hält. Als Marco Schreyl ihn nach dem Namen seines gleich folgenden Titels fragt, kriegt Pietro die Antwort wie immer nur gerade so eben hin, wirkt dabei total verträumt oder verwirrt und macht keinesfalls den Eindruck völliger Orientiertheit. Der seit einigen Mottoshows etablierte Running Gag, dass Pietro die Werbung ansagt, klappt auch erst im dritten Anlauf, obwohl er buchstäblich nur das Zwei-Silben-Wort “Werbung” fehlerfrei aufsagen muss.

    Überhaupt erinnert er mich in seiner Naivität und Unbedarftheit sehr an Zlatko, den prollig-verpeilten Helden der ersten Big-Brother-Staffel aus dem Jahr 2000. Der hatte keine Ahnung von irgend etwas, lebte nur für den Augenblick und vor allem hatte er leider auch keine Scheu, seine Beschränktheit öffentlich zu machen. Im Gegenteil, das ungläubige Entsetzen seiner Umwelt schien er sogar zu genießen. Seine Unkenntnis von Shakespeare (hatte den Namen wohl noch nie gehört) machte damals schon lange vor der ersten PISA-Studie jedem Zuschauer klar, dass es beim deutschen Bildungssystem noch Optimierungspotenzial gibt, um das mal freundlich auszudrücken. Aber die Zuschauer mochten das seinerzeit, endlich war da mal einer noch blöder, als sie selbst, der seine Unbildung hoffähig und auch noch zu Geld machte. Eine Welle der Sympathie schwappte durch die Medienwelt, ein Aufatmen aller, die bis dato versucht hatten, ihre Ignoranz zu verbergen. Deren Idol Zlatko hatte sogar einen Top-10-Hit, obwohl er für jeden hörbar nicht singen konnte. Erst bei dem Versuch, einen Film zu produzieren, der dann hinterher wegen des ebenfalls fehlenden Schauspieltalents nicht veröffentlicht werden konnte, begann Zlatkos Stern zu sinken. Sein Waterloo hatte er dann übrigens beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2001, als er zu Recht von der Bühne gebuht wurde und sich mit “Ihr Fotzköppe” pöbelnd, aber authentisch, von der Öffentlichkeit verabschiedete.

    Nun zurück zum DSDS-Halbfinale: Pietro singt “Mambo No. 5″ von Lou Bega, einen belanglosen, in intellektueller Hinsicht unverdächtigen Titel. Seine Fans bejubeln den Auftritt hinterher frenetisch, dabei gäbe es objektiv nicht mehr Positives zu sagen, als dass Pietro den gesamten Text behalten hat und während des Gesangs nicht von der Bühne gepurzelt ist. Wie schon öfters bemerkt, gelten für ihn hier spezielle Regeln: Er könnte auch einfach auf den Fingern pfeifen, das Ergebnis beim Publikum wäre das selbe. Und auch bei der Jury, denn Dieter hat hinter den Kulissen vermutlich jedem einen schmerzvollen Tod angedroht, der seinem Pietro etwas tut. Marco fragt den Kandidaten hinterher noch, was sich durch DSDS bei ihm verändert habe, aber leider ist die Fragestellung zu komplex, als dass Herr Lombardi darauf etwas für Außenstehende Verständliches äußern könnte. Hier meine Mitschrift seiner epochalen, zlatkoesken Antwort: “Ich habe ein bisschen … Dings… also, wer mein Casting gesehen hat… also bisschen… also die Stimme ist bisschen gebessert hat.” Kein Kommentar.

    So, Schnellvorlauf durch die Comedy-Stunde und vorbei an der XXXL-Cindy gehen wir direkt in die Urteilsverkündung. Fernanda ahnt auf Marcos hartnäckiges Befragen, dass wir diesmal ein Liebes-Pärchen oder ein Freundespaar im Finale haben werden. Tolle Vorhersage, die Frau sollte Lotto spielen… Und sie behält tatsächlich Recht, denn zuerst kommt Sarah ins Finale und dann, nachdem die Feuerwehr ihre Freudentränen von der Bühne gepumpt hat, ihr derzeitiger Freund Pietro. Und damit fliegt heute im Halbfinale Ardian Bujupi aus dem Wettbewerb. So kurz vor Schluss hat es für den charmanten Chauvi doch nicht ganz gereicht gegen den Fleisch gewordenen Bubblegum Pietro.

    Dann also bis zum großen Pärchen-Finale – und wir alle wissen ja schon, wer gewinnen wird, nicht wahr? :-)

    Weitersagen:

    • del.icio.us
    • Facebook
    • Google Buzz
    • LinkArena
    • Webnews.de
    • Yahoo! Bookmarks
    • Yigg
    • MisterWong
    • Live
    • LinkedIn
    • Digg
    • Google
    • Blogger

    Posted by TV-Glotzer @ 5:35 pm

    Tags: , , ,

  • Leave a Comment

    Please note: Comment moderation is enabled and may delay your comment. There is no need to resubmit your comment.