• DSDS (RTL) 14.03.2011

    Hallo Leute,

    scheiß’ was auf Kernschmelze und 10.000 Tote in Fernost, bei “Deutschland sucht den Superstar” geht es heute um das Motto “Frühlingsgefühle”! Auch wenn auf dem Losersender ARD wegen der aktuellen Lage nach dem Erdbeben in Japan allgemein Betroffenheit herrscht und deswegen sogar das Hochamt der deutschen Gemütlichkeit, der Musikantenstadl, abgesetzt wurde, geht auf RTL das Leben weiter, denn hier bestimmt der Kommerz den Takt. Dieter Bohlen und seine Spießgesellen lassen sich doch von so einer weit entfernten Naturkatastrophe nicht vom Geldverdienen abhalten, wo kämen wir denn da hin?!

    Außerdem haben wir ja bei DSDS unser eigenes Erdbeben gehabt – oder wie soll man den Ausstieg von Nina Richel in dieser Woche sonst bezeichnen? Die Gute hatte in der letzten Show und den Tagen davor zahllose Zusammenbrüche (immer nur) vor laufender Kamera erlitten und da hatte sie ihr Papa nach der Top-9-Show einfach aus dem Wettbewerb genommen. Und dass, obwohl er doch die Seele seiner Tochter eigentlich laut Vertrag an RTL und die Blödzeitung verkauft hatte. Hoffentlich ist er rechtschutzversichert…

    RTL hat prompt reagiert und Sarah Engels exhumiert, die in der Top-10-Show bereits von uns gegangen war, die Altvorderen erinnern sich. Gut, dass es die DSDS-Regel gibt, dass bei einem unregelmäßigen Ausscheiden immer ein Kandidat gleichen Geschlechts als Ersatz geholt wird, sonst käme jetzt womöglich unser Brummbär Marvin Cybulski zurück, den man in der Vorwoche gerade erst mühevoll losgeworden war. Und Sarah ist ja auch viel praktischer, denn mit der hatte sich Anna-Carina Woitschack, die diesjährige Staffelhexe, auch schon gefetzt, sie ist also in jeder Hinsicht eine optimale Ablösung für Nina.

    Die dritte Mottoshow beginnt bedauerlicherweise wieder mit Marco Schreyl und einer reißerischen Ansage: “Heute Abend treten wir dem Frühling mal gepflegt in den Hintern!” Unter dramatischer Diskomucke betreten dann nacheinander Fernanda Brandao im papageienbunten Karnevalsoutfit, Patrick Nuo auf einem Fahrrad sitzend und Dieter Bohlen mit minutenlangen Standing Ovations die DSDS-Bühne. Bei dieser frenetischen Huldigung der Jury erscheint der Gedanke, es könne außerhalb des Scheinwerferkegels oder gar außerhalb der Halle in der Welt noch irgend etwas Wichtiges vor sich gehen, lächerlich, ja geradezu obszön.

    Der musikalische Teil des Abends startet mit einem gemeinsamen Auftritt der acht verbliebenen Kandidaten (d.h. Sarah statt Nina) mit dem Titel “Turn around” von Flo Rida. Dabei humpelt Pietro Lombardi wegen einer Fußverletzung mit einer Krücke auf die Bühne, bewegt sich aber trotz dieses Handicaps wesentlich mehr, als Marvin in allen seinen Auftritten zusammen. Übrigens kommt dieser Song wohl komplett vom Band, denn unser Ösi Marco Angelini “singt” versehentlich eine halbe Strophe ohne sein Mikro an den Mund zu nehmen und ohne dass das akustisch etwas auszumachen scheint. Danach kommt ein Einspieler, in dem RTL noch mal auf die Ereignisse rund um Nina eingeht und deren Ausscheiden mit einer zu hohen psychologischen Belastung erklärt. Vom durch das Fernsehen selbst inszenierten und geförderten Zickenkrieg in der DSDS-WG ist selbstverständlich keine Rede.

    Kandidat Nummer Eins ist heute Zazou Mall. Sie hat sich bisher aus dem Zickenkrieg gut herausgehalten, sieht immer noch prima aus und kann so einigermaßen singen. Nach einem 08/15-Einspielfilmchen mit Kindern, die sie alle sehr gern mögen, tritt die Schweizerin mit “Umbrella” von Rihanna auf. Passend dazu trägt sie einen Regenschirm und ein Kleidchen, das im unteren Bereich auch wie ein Regenschirm aussieht, beides in Briefkastengelb. Die Performance mit dem DSDS-Fernsehballett kommt bei der Jury nur verhalten gut an, Dieter bringt’s auf den Punkt: “Visuell Bombe, für die Ohren aber Eieieieiei!” Er sehe keine Steigerung mehr bei Zazou, dies sei bereits ihr Maximum – und damit wohl nicht gut genug für den Superstar.

    Ardian Bujupi ist lt. Marco auf dem (guten?) Weg vom harten Macho zum Schmusesoftie. Im Einspieler macht er sich über häufig weinende Männer wie Pietro lustig, die trotzdem – oder gerade deswegen – bei Frauen gut ankommen. Er hat in der letzten Woche Tanzunterricht bei Zazou genommen, um etwas von seinem zu aggressiven Bewegungsstil wegzukommen, hin zu mehr Gefühlen – und damit weiblichen Fans, die für ihn auch anrufen. Er singt heute Abend “Grenade” von Bruno Mars. Warum ist das nun ein Frühlingslied? Keine Ahnung! Vielleicht, weil das gerade ein aktueller Hit ist und wir ja meteorologisch gesehen bereits Frühling haben? Optisch finde ich Ardian heute mindestens gewöhnungsbedürftig. Unten herum trägt er bis zu den Knien herabhängende, schlabberige Baggy Pants, die an grau gefärbte lange Opa-Unterhosen erinnern, oben hat er nur eine schwarze Weste an und einen ganzen Satz Ketten um den Hals. Die Juryherren äußern sich nachher recht kritisch zur Songauswahl, Dieter unkt gar, heute werde es eng werden für den Kosovaren.

    Marco Angelini hatte in der letzten Woche als Stimmungssänger im Seppeloutfit reüssiert. Im Einspieler berichtet er von seinem auch in den Internetforen durchschlagenden Erfolg. Papi Angelini, der übrigens ebenfalls Marco mit Vornamen heißt, philosophiert dann live in der Halle über Marco Juniors Zukunft: “Medizin ist seine Berufung, Singen seine Leidenschaft. Momentan wandelt er auf den Pfaden der Leidenschaft und da unterstützen wir ihn.” Schön gesagt und los geht’s mit dem Sohnemann und seinem Titel “Shame” (Robbie Williams & Gary Barlow). Wieder bleibt die Frage nach der Motto-Relevanz unbeantwortet. Egal, das Publikum in der völlig abgedunkelten Halle schunkelt und wedelt mit den ausgeteilten Leuchtstäben. Der Auftritt ist komplett unaufgeregt, gesanglich fehlerlos und Patrick hat hinterher Mühe, die gewünschten Kritikpunkte zu finden. Ja, die englische Aussprache könnte noch etwas verbessert werden, mäkelt der in den USA lebende Sänger etwas von oben herab, mehr fällt ihm aber auch schon nicht mehr ein. Die anderen Juroren finden ebenfalls kein richtiges Haar in der Suppe.

    Norman Langen ist bei DSDS exklusiv für den deutschen Schlager zuständig, soll heißen: Nur er singt dieses Zeug und er singt auch nichts anderes. Im Einspieler erleben wir seinen 26. Geburtstag mit, als “Geschenk” darf er am Rosenmontagabend auf dem Kölschfest vor mehreren tausend besoffenen Karnevalisten im Zelt auftreten. Zusammen mit Olaf Henning, einem in Szenekreisen offenbar weithin bekannten Interpreten grenzdebiler Trinkerlyrik, singt er dessen Hit “Cowboy und Indianer” und gibt der wüst feiernden Meute damit weiteren Anlass, dem Alkohol zuzusprechen. Aber zurück in die Gegenwart! Auch in die heutige Sendung geht Norman wieder mit einem Titel, den man in dieser Staffel schon mehrmals gehört zu haben glaubt, wovon er aber auch nicht besser wird: “Verlieben, verloren, vergessen, verzeih’n” von Wolfgang Petry, dem Freundschaftsbänder-tragenden Dieter Bohlen des deutschen Schlagers. Normans Performance war auch schon mal agiler, er hält sich fast nur vor dem Jurytisch auf, ohne die dauernden Kamerafahrten durch das gesamte Studio wäre der Auftritt geradezu öde. Immerhin hat er auch diesmal den Text nicht vergessen. Patrick Nuo kommt sich wieder ganz schlau vor, lobt zwar den heutigen Auftritt, rät Norman aber dazu, mal etwas ganz anderes zu singen, vielleicht eine Nummer von den Stones oder von Elton John. “Oder was meinst Du, Dieter?” Der so Befragte reagiert wie gewohnt knapp und ehrlich: “Nö! Der Künstler sollte singen, wofür er steht.” Und Bohlen ist in jeder Beziehung zufrieden mit seinem Sternchen, möchte ihn gar zum regulären Nachfolger von Wolfgang Petry aufbauen, denn letzterer sei endgültig und dauerhaft in die Künstlerrente abgetaucht, tratscht er brühwarm von einem privaten Gespräch mit dem Sänger.

    Nach einem Werbeblock finden wir Marco Schreyl auf der Studiotreppe sitzend vor, rechts und links neben sich hat er die arg zerschranzt aussehenden Schauspieler Erdogan Atalay und Tom Beck aus der für ihre feinsinnigen Dialoge und subtile Handlung bekannten RTL-Serie “Alarm für Cobra 11″. Die beiden haben offenbar das Kleingedruckte in ihren Verträgen übersehen und müssen jetzt hier vor dem riesigen Samstagabendpublikum Werbung in eigener Sache machen. Der angebliche Mädchenschwarm Beck hat außerdem gerade eine eigene CD herausgebracht, auf die er bei dieser Gelegenheit gleich auch noch verweist. Mir fehlt hier die Einblendung “Dauerwerbesendung”.

    Das DSDS-Küken Sebastian Wurth wird im Einspieler bei der Fan-Basisarbeit gezeigt. Er hat in einem Forum seine Telefonnummer gepostet und nimmt nun eine Stunde lang die wichtigen Anrufe seiner Anhänger entgegen. “Hallo, hallo!” – “Wie geht es Dir? Mir geht es gut.” – “Wie alt bist Du, 16? Das ist ja toll, ich auch.” – “Bist Du aufgeregt? Macht nichts, ich auch.” – “Hallo, wer bist Du, Jana? Äh, hast Du’n Freund? Nicht? Och, achso.” Diese und ähnliche weltbewegende Kommunikation ergibt sich dabei. Doch gut, dass RTL wegen des läppischen Erdbebens nicht auf die Ausstrahlung der heutigen Sendung verzichtet hat, was wäre uns doch sonst alles durch die Lappen gegangen… Sebastian geht heute Abend mit Milows “You don’t know” auf die Bühne. Er sitzt klampfend auf einem motorisiert gedrehten Hocker mitten in der ansonsten dunklen Halle und macht sein Ding. Wie immer, geht auch heute alles gut, die Jury lobt ihn und er grinst dafür. Die nächste Bravo-Titelstory ist ihm wohl sicher.

    Kandidatin Nummer Sechs ist Anna-Carina Woitschack. Gemessen an den Buhrufen und Pfiffen, ist sie vermutlich momentan die meistgehasste Kandidatin. Viele haben ihr den Zickenterror nicht verziehen, den sie seit Wochen unter den Frauen im DSDS-Haus verbreitet. Ihr erstes Opfer war Sarah, das zweite Nina. Das hat sie die Sympathien des Publikums gekostet und die der anderen Kandidaten. Marvin hatte seinen Mitgefangenen beim Auszug in der letzten Woche ein (bestimmt ziemlich großes) T-Shirt hinterlassen, auf das er ohne überragende Duden-Kenntnisse einen Abschiedsgruß geschrieben hatte: “Ihr seit [sic!] die besten ich liebe euch, ausser Anna! Zeigt es ihr, Euer Papabär.” Anna-Carina gibt sich ob dieses hinterhältigen Anschlags sehr empört, sie habe bei DSDS auf richtige Freunde gehofft und dann das. Aber wenigstens unter ihren Fans scheine es treue Anhänger zu geben, manche kämen sogar zum DSDS-Haus, um ihr Süßigkeiten “als Nervennahrung” zu bringen. Überhaupt scheint Essen ein wichtiger Lebensinhalt von Anna-Carina zu sein. Wir sehen in kurzer Schnittfolge, was sie an einem typischen Superstar-Tag alles in sich hineinschaufelt, die anderen Kandidaten schieben ihr sogar die Reste von ihren Tellern herüber. Wo sie das alles lässt, bleibt allerdings ihr kleines Geheimnis… Heute Abend singt sie das bekannte Frühlingslied “Für Dich” von Yvonne Catterfeld. Vielleicht liegt es an den unüberhörbar negativen Rufen aus dem Publikum, jedenfalls hat Anna-Carina heute nicht ihren besten Tag. Ihre Stimme klingt viel zu hauchig, die Intonation ist nicht immer sicher, das grüne Kleid sieht langweilig aus – und das gilt auch für ihre leicht statische Performance inmitten von ganzen Plastik-Sonnenblumenfeldern auf der Bühne. Oberjuror Dieter Bohlen geht mit ihr hart ins Gericht, immerhin hat er den Softie-Titel selbst geschrieben. Sie sei wie das E10-Benzin, es stecke was Gutes drin, doch keiner liebe das Zeugs. Sie käme irgendwie immer komisch rüber, auch wenn ihr Auftritt eben gerade musikalisch gut gewesen sei.

    Kuriosum am Rande, es ist 22 Uhr und deswegen darf Sebastian aus Gründen des Jugendschutzes neuerdings ab dieser Uhrzeit nicht mehr auf der Bühne stehen, sondern muss neben seiner Mutti im Publikum sitzen. Marco Schreyl darf ihn nicht mal mehr etwas fragen, Interviews gibt jetzt nur noch seine Erziehungsberechtigte. Tja, da macht sich die NRW-Jugendschutzbehörde kräftig lächerlich, indem sie das ansonsten sicherlich sinnvolle Gesetz gnadenlos und buchstabengetreu durchsetzt. Wir sind halt in Deutschland, nicht vergessen!

    Pietro Lombardi, der DSDS-Clown, hat die vergangene Woche genutzt, um sich beim Fitnesstraining im Haus den Knöchel zu brechen, Glanzleistung! Mit dieser Diagnose geben ihm die Ärzte für die nächsten Shows Tanzverbot. Was hätte doch Marvin für eine solche Krankschreibung gegeben… Und dennoch zappelt Pietro auch mit einer Krücke mehr, als seinerzeit der hannoversche Brummbär mit zwei gesunden Füßen, wie wir schon am Anfang der Sendung gesehen haben. Im Einspieler wird noch über die Kochversuche der DSDS-Wohngemeinschaft berichtet, die ohne Pietros tatkräftige Unterstützung logischerweise im Desaster enden mussten, dann betritt unser tragischer Held höchstpersönlich die Bühne. Es gibt “Down” von Jay Sean, einen Titel, den er bereits aus dem Recall kennt, weshalb möglicherweise das Textlernen etwas leichter fiel. Aber nur möglicherweise, das ist nämlich “in Echt” schon ein paar Monate her und mit dem Gedächtnis hat es unser Pietro ja bekanntlich nicht so schrecklich doll. Als sein Auftritt beginnt, humpelt der Schwerverletzte schnell zu einem Hocker mitten auf der Bühne und trällert unbeschwert sein Lied. Nachher will Patrick wissen, wie das denn so ginge, mit Krücken und im Sitzen zu singen. Pietros Antwort ist ohne Simultandolmetscher kaum verständlich, er fängt wieder unheimlich viele Sätze an, die am Ende alle als verwaiste Sprachruinen im Raum zurückbleiben und man kratzt sich als Zuhörer verwirrt am Kopf. Dieter ist aber gnädig, trotz geringer Textunsicherheiten überreicht er dem Kandidaten unter großem Brimborium die ausgelobte zweite Hälfte des 200-Euro-Scheins aus der letzten Sendung.

    Den Abschluss macht “die Neue”, eigentlich alte Kandidatin Sarah Engels. Wegen des außerplanmäßigen Abgangs von Nina bekommt sie heute eine zweite Chance. Der völlig lächerliche Einspieler zeigt sie angeblich beim Entgegennehmen des Anrufs von Fernanda, in dem ihr die Rückkehr zu DSDS mitgeteilt wird. Welcher Mensch mit einem IQ über 60 würde denn so etwas glauben, dass die vor zwei Woche rausgeflogene Kandidatin “zufällig” gerade Zuhause von einem RTL-Team gefilmt wird, als das Telefon klingelt? Okay, vielleicht würde Pietro das glauben und bestimmt auch Menderes, aber sonst??? Wie auch immer, Sarahs Comeback ist vor allem für Anna-Carina eine echte Gefahr, denn “die Neue” will auch in Ninas Namen “weiterkämpfen” und das heißt ganz klar gegen Anna-Carina, die Puppenspielerin. Sarah singt heute “I wanna dance with somebody” von Whitney Houston, einen starken Titel von einer ehemals starken Frau. Und sie macht ihre Sache prima, singt sehr sicher und bewegt sich in der Choreografie mit der halbnackten Tanztruppe, als habe sie das wochenlang geübt, dabei hatte sie in Wirklichkeit nur ein, zwei Tage Zeit zum Einstudieren. Und Spaß scheint es ihr dabei auch noch zu machen. Die Jury ist unisono begeistert und hofft sehr, dass die Zuschauer diesen professionellen Einsatz zu würdigen wissen.

    Unmittelbar vor dem Ende des ersten Teils der heutigen Show darf Bülent Ceylan als Anstandsfeigenblatt von RTL öffentlich erklären, warum seine nun folgende Comedy-Sendung angesichts der Ereignisse in Japan nicht ausfällt. Ja, hier wird man hellhörig, denn für die viel größere DSDS-Sendung hat niemand eine solche Erklärung für nötig gehalten. Bülent also berichtet, entschuldigt sich fast, man habe sich zusammen mit RTL überlegt, dass die vielen besorgten Menschen in Deutschland ein wenig auf andere Gedanken gebracht werden sollten und deshalb könne man ja wohl ruhig ein bisschen Comedy – oder was er dafür hält – veranstalten. Schöne Erklärung, das ist ja dann wohl ein Freibrief für immer und alles. Meine Güte, wenn ich mich erinnere, wie 2009 beim Selbstmord von Robert Enke die halbe Nation vor Trauer zum Stillstand kam, dann erkenne ich doch angesichts der heutigen zehntausendfach größeren Katastrophe eine gewisse, sagen wir mal, Leichtigkeit im Umgang mit dem Tod – wenn er denn nur weit genug weg ist und keine Deutschen betrifft.

    So, ganz schnell zum Ergebnis des heutigen Abends. Sebastian hat inzwischen in einem riesigen Sessel in der ersten Zuschauerreihe Platz genommen und bekommt sozusagen aus der Ferne das Ticket in die nächste Mottoshow. Alle anderen Kandidaten springen von der Bühne und umarmen ihren jungen Kollegen. Danach geht es weiter mit dem Ernst des Lebens: In die Zitterrunde kommen heute Ardian Bujupi (wie von Bohlen vorhergesagt), Anna-Carina Woitschack und Schlagerkönig Norman Langen. Und dauerhaft verabschieden dürfen wir uns schließlich von Anna-Carina. Die nach RTL-Drehbuch intrigant veranlagte Kandidatin beendet an dieser Stelle ihre Gesangskarriere und kann fortan wieder als Puppenspielerin die Strippen ziehen. Unter dem hämischen Jubel des Publikums bricht Anna-Carina heftig schluchzend an Marcos Seite zusammen. “Warum weinste?”, fragt der hochsensible Möchtegernmoderator und verabschiedet gleichzeitig das Publikum bis zur nächsten Woche.

    Und dem schließe ich mich an, bis zur Top-7-Show! Mal sehen, welches hirnlose, allgemeingültige Motto den DSDS-Machern dann wieder einfällt…

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    Posted by TV-Glotzer @ 1:57 am

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