Liebe Freunde der gepflegten Samstagabendunterhaltung,
und wieder schließt Dieter Bohlen für zwei Stunden sein Zauberreich “Deutschland sucht den Superstar” auf. Wir erleben auch heute Triumphe und Schicksalsschläge aus nächster Nähe, mögliche Stars werden geboren, dafür stürzen andere ab in die Bedeutungslosigkeit…
Los geht’s mit einer Altlast aus der letzten Sendung: Die Vierer-Boy-Group aus Ardian Bajupi, Cem Özdemir, Bekir Lika und Pietro Lombardi hat ihr Lied “Marchin’ On” von OneRepublic in der ersten Recall-Folge schlimmstmöglich versemmelt. Pietro, der alles schon vorher geahnt hatte und sich maßgeblich die Schuld an dem Desaster gibt, hängt mehr tot als lebendig über dem Treppengeländer, während die vier auf die Urteilsverkündung der Jury warten. Die fällt dann milder als verdient aus, Ardian und Pietro sind mit mehr oder weniger großen Bedenken weiter, die anderen beiden können sich allerdings verabschieden. Übrigens immer interessant zu sehen, wie eine verschworene Schicksalsgemeinschaft während der Bekanntgabe der Urteile in Sekundenbruchteilen in einerseits überglückliche, lautstark Ausflippende und andererseits zu Tode betrübt Gescheiterte auseinanderbricht. Die Loser sieht man meistens gar nicht mehr, während sich die Überlebenden von Ohr zu Ohr strahlend in die Arme fallen und das betrübliche Ende ihrer Kollegen völlig ignorieren.
Nicole Ferreira de Rocha, Nina Richel und Nicole Kandziora bilden ein Dreamteam und üben ihren Song “She said” (von Plan B) für den nächsten Tag. Da hat sich die Jury aus dramaturgischen Gründen entschieden, die Harmonie durch eine neu hinzunominierte Kandidatin zu stören. Es handelt sich um die schwer sehbehinderte Sibel Cam aus Wien. Weshalb man sie erst so spät über ihren Einzug in den Recall informiert hat, weiß der Teufel. An der Hand einer Freundin betritt sie das Zimmer mit dem probenden Mädchen-Trio, das angeblich nichts von dem Zuwachs weiß. Selbstverständlich ist alles von vorn bis hinten geskriptet, sowohl Sibel, als auch die anderen Mädchen werden von jeweils einem Kamerateam beobachtet, das von beiden Seiten genau draufhält, als nun an die Zimmertür im Hotel geklopft wird. Nach einer ziemlich unwirschen Begrüßung realisieren die drei o.g. Damen, dass sie nun ihre Proben und insbesondere die Choreografie unerwartet auf eine vierte Person erweitern müssen. Nach den Worten der sich sehr wichtig nehmenden Mädchen zu urteilen, ist das offenbar eine nahezu unlösbare Herkulesaufgabe, höchstens vergleichbar mit den Startvorbereitungen für einen Space-Shuttle-Flug, aber eher noch schwieriger. Dennoch liefert das Quartett am nächsten Morgen einen guten Auftritt ab und alle kommen weiter, bis auf Sibel, die von Dieter Bohlen schweren Herzens – sagt er – gleich wieder nach Hause geschickt wird.
Als nächstes sehen wir eine reine Männer-Truppe, bestehend aus Christian Koppers, Michael Hemmersbach und Marvin Cybulski, die von der Jury mit dem deutlich angestaubten Schmachtfetzen “Lady in Red” von Chris de Burgh (gibt’s den eigentlich noch, der muss doch auch schon über 70 sein?) betraut wird. Für Marvin, der durch den Fernseher immer ein bisschen nach Motorenöl “riecht”, ist dieses Lied auch noch mit negativen Erinnerungen an eine Ex-Freundin verbunden, wie wir unfreiwillig erfahren müssen (“für mich war’s ‘ne Scheißtrennung”). Geahnt hat man es, wollte es aber eigentlich ebenfalls nicht wissen, dass Marvin so extrem laut schnarcht, dass seine Zimmergenossen nächtens lieber auf einer Couch im Keller pennen. Am nächsten Tag vor der Jury überzeugt er aber alle restlos: “gesungen wie ein junger Gott” und “besser als das Original”, urteilt Dieter. Natürlich kommt er sofort weiter – im Gegensatz zu seinen beiden Mitstreitern, denen fehlender Starappeal und zu wenig Ernsthaftigkeit bescheinigt wird. Damit kann man auch rückwirkend verstehen, weshalb Christian und Michael noch in keiner der vorherigen acht Folgen dieser Staffel in Erscheinung getreten sind: Sie waren bei ihrem ersten Casting-Auftritt nicht schlecht genug als Lachnummer und sind diesmal nicht gut genug, um auch nur in die zweite Recall-Runde zu kommen. Die Redaktion wusste natürlich beim Schneiden der Casting-Foilgen bereits, wer den Recall überlebt, deshalb wurden die beiden schlicht als uninteressant herausgeschnippelt. Das gleiche gilt natürlich auch für viele andere, die wir erst- und letztmalig im Recall erleben.
Nun wieder eine reine Frauengruppe, bestehend aus der quirligen Katharina Demirkan, der zurückhaltenden Denise Lorenz und der aparten Asana Mohammed. Außerdem gibt es wohl noch eine gewisse Sabina Bubani, die aber lieber mit ihrem Handy unten an der Straße steht, als sich mit solchen Profanitäten wie dem Üben abzugeben. Die Damen sind zunächst irritiert über die Musikauswahl der Jury: “Küss mich, halt mich, lieb mich” von Ella Endlich, ein ziemlich ruhiges Stück, fast tänzerisch. Schon nach wenigen Stunden stößt Sabina zu ihren Kolleginnen und man beginnt tatsächlich mit den Proben. Irgendwie kriegen sie es aber alle nicht so richtig gebacken, während des Singens auch noch auf die Choreografie zu achten. Immer lustig zu sehen, wie die Gruppenmitglieder dann bevorzugt vor der Kamera aufeinander los gehen, weil die anderen irgend etwas nicht richtig kapieren oder anders machen, als man selbst. Asana hat mit der Choreografie ohnehin ein grundsätzliches Problem: “wenn ich auf der Bühne bin, mach ich, wie ich mich fühle”.
Ihr gemeinsamer Auftritt beginnt mit einer Ansage von Dieter Bohlen, wie er sich den Titel so vorstellt (innig, liebevoll), was Katharina zu der brüsken Bemerkung veranlasst, das könne er sich sparen, sie sei schließlich keine Schülerin mehr. Doofe Ziege! Danach geht es aber noch nicht gleich los, sondern Katharina rennt zunächst einmal um ihre Gruppe herum und verteilt “Feenstaub”, in Wahrheit Papierschnipselchen. Dieter ist, wohl auch wegen der vorherigen Unverschämtheit, ziemlich angefasst und herrscht die Möchtegerndamen an, sie seien hier nicht im Kindergarten und wenn das so weiterginge, könnten sie gleich wieder verschwinden. Den Titel vermurksen sie einigermaßen: Sabina, die statt zu üben lieber draußen an der Straße herumhing, vermasselt ihre beiden Solostrophen komplett, kann offenbar den Text nicht und guckt dafür bitterböse in Richtung Jury. Am Ende gibt es ein salomonisches Urteil: die freche Katharina mit der tollen Stimme und die niedliche Denise sind weiter, die anderen beiden nicht. Die Letztgenannten stelzen beleidigt auf ihren hochhackigen Schuhen aus dem Studio, während die beiden anderen sich und die Jury umarmen. Asana wird von den Kameras über mehrere Stockwerke verfolgt, schnaubt nur ein kurzes “Kein Kommentar” in die Linse und verflucht offensichtlich den Tag, als sie zusammen mit ihrer leicht durchgeknallten Mutti in Hamburg im Casting erschienen war.
Vidina Popov, Linai Tardivo, Zazou Mall und Fatima Aralt bilden die nächste Gruppe. Sie bekommen als Aufgabe Shakiras WM-Hymne “Waka Waka”, die den tanzwütigen Girls wie auf den Leib geschneidert ist. Die vier kaufen sich für den Auftritt einheitlich aussehende Kleider in blau und pink und üben dann, was das Zeug hält. Nach Dieters anfänglichem Gemeckere an den neuen Klamotten (“sieht aus wie Omas Rheumadecke”) läuft ihre Performance vor der Jury dann schlicht optimal, sie bewegen sich toll, sehen dabei gut aus und haben ziemlich bis sehr gute Stimmen. Dieter ist verzückt und verteilt Komplimente wie: “Du bist der Krümel, der uns am DSDS-Kuchen noch gefehlt hat” oder “Du bist so süß, wir kriegen hier bestimmt noch alle Diabetes.” Alle kommen absolut verdient weiter in die nächste Recall-Runde.
Richtig gut ist auch der nächste Auftritt. Den legen Tobias Wojczewski (mit dämlichem Hut) und Anna-Carina Woitschack, die Puppenspielerin aus der ersten Casting-Folge, hin. Aber davor gibt es noch ein Ständchen der gesamten DSDS-Crew, die darüber sehr gerührte Anna-Carina feiert nämlich heute ihren 18. Geburtstag! Die beiden Kandidaten bringen die Powerballade “Ohne Dich” von Selig und harmonieren optisch und musikalisch sehr gut. Sie haben angenehme, kräftige Stimmen mit hohem Wiedererkennungswert und selbst Dieter sagt in einem bei ihm völlig ungewohnt nicht-sarkastischen Tonfall: “Das war ein sehr professioneller Auftritt! Ohne Euch wollen wir hier nicht weitermachen.” Die beiden bleiben uns also im Recall erhalten.
Auch beim nächsten Duo hat die Jury garantiert wieder einen Drehbuchschreiber zum Aufpeppen einer ansonsten kreuzlangweiligen Gruppe bemüht: Selam Araya und Shahin Radmand proben in ihrem Zimmer von Ich + Ich die Nummer “Universum”, nicht wissend, dass draußen eine dunkle Gefahr auf sie lauert, jederzeit bereit, ihnen für ‘ne Rolle Drops den Kopf abzureißen. Warum er erst jetzt hinzukommt, wird nicht genau verraten, irgendeine “persönliche Angelegenheit”, jedenfalls plötzlich ist er da: Oberknacki und Menowin-Nachfolger Nico Raecke. Der behauptet von sich, er sei der beste deutsche Sänger nach Xavier Naidoo und blinzelt dazu aus seinen tiefkalten milchig-eisblauen Augen, mit denen er vermutlich brennende Kerzen ausgucken kann… Dementsprechend gefriert Selam und Shahin in Rekordzeit das Lächeln im Gesicht, als Nico zusammen mit dem Kamerateam in ihr Zimmer kommt und verkündet, er gehöre jetzt zu ihrer Gruppe. Genau genommen sehe er alle anderen nicht als Freunde, sondern als Konkurrenten, die er “wegbomben” müsse auf dem Weg zu der ihm gebührenden Weltkarriere. Nico ist in der glücklichen Lage, dass er wegen seines überragenden Naturtalents nicht üben muss und auch auf das lästige Textelernen verzichten kann. Stattdessen kippt er sich nach seiner verspäteten Ankunft am Abend erst vier bis zehn Flaschen Bier und pennt dann auf einem Sofa im Hotelfoyer ein, der Star.
Am nächsten Morgen stellt Nico vor der Kamera erst mal klar, wie wenig er von dem Umweg der Gruppensingerei hält, er will doch eigentlich als Solokünstler berühmt werden und “die beiden Schwuletten” behinderten ihn dabei nur. Da fasst er einen – aus seiner Sicht – teuflischen Plan: Er will den anderen beim Auftritt einfach ihre Strophen klauen und sie so aus dem Konzept bringen. Das tut er dann auch, singt einfach an Stellen mit, an denen er eigentlich den Mund halten sollte, kriegt aber ansonsten gesanglich nicht viel auf die Reihe. Und mehr, als dass die beiden anderen ihn verwundert ansehen und weitersingen, passiert auch nicht. Alle drei kommen weiter, kriegen aber von Patrick und Dieter noch diverse Sprüche mit auf die Reise. Nico hat seinen Bonus wegen des unstrittig vorhandenen Talents wohl jetzt bis zum Anschlag verbraucht, darf aber zunächst noch im Recall bleiben. Bohlen redet ihm eindringlich ins Gewissen: “Das wäre doch wie Perlen vor die Säue, so ein Talent und Du müsstest hinterher von Hartz IV leben oder als Anstreicher…” Happy-End… beinahe: Eine Stimme aus dem Off verkündet dann aber, dass Nico inzwischen für einen länger dauernden Auftritt im Knast gebucht wurde, wegen Raub und Körperverletzung. Somit ist er für diese DSDS-Staffel bedauerlicherweise unabkömmlich, aber bekanntlich kommen manche Leute ja immer wieder zum Recall: See you in 2012, Nico…
“Nun kommen wir zur absoluten Chaos-Truppe” (O-Ton Onkel Dieter): Trimo Davis, Kürshad Yildiz und… Trommelwirbel… Menderes Bagci. Sie kriegen zum Verhunzen den 70er-Jahre-Titel “Yummy, Yummy, Yummy” (Ohio Express) und das Ding wird ihr Waterloo! Menderes hat scheinbar seinen gesamten Grips bei der fortwährenden Imitation von Michael Jackson verbraucht und beim Ableben des Letzteren ausgeschaltet. Er vermag sich nicht mal einfachste Texte wie “Yummy, yummy, yummy, I’ve got love in my tummy” zu merken, die doch selbst minderbegabte Radiohörer im Vollrausch bei Gewitter auf der Achterbahn sogar rückwärts ohne sichtliche Anstrengung aufsagen könnten. Und erst der Gesang, sein quälend nöliges Organ hört sich nicht nur grässlich an, nein, er intoniert auch nicht richtig, macht also jenseits vom nicht existierenden Talent auch noch technische Fehler. Aber Menderes weiß einen Rat aus dem großen Buch der wirklich Verzweifelten: Man geht zum Proben in die – angeblich berühmte – Tiefgarage, in der im vergangenen Jahr auch Mehrzad und Menowin geübt hatten. Angeblich, so geht die Legende, ist das “viele Glück”, das die beiden seitdem bekanntlich hatten, teilweise in den Betonwänden der Garage hängen geblieben und könnte jetzt auf die aktuellen Kandidaten überperlen – oder was denken die sich dabei? O Mann, schön, wenn das Gehirn so langsam nachgibt… Wenn ich den Kandidaten von DSDS 2012 schon mal einen Tipp geben darf: Das “Glück” der Tiefgarage ist seit dieser Staffel restlos verbraucht und die jetzt seit Menderes Proben dort gespeicherten Disharmonien würden sogar zum Verstimmen der Fischerchöre ausreichen, also singt lieber woanders!!!
Der Auftritt von Trimo, Kürshad und Menderes wird zu einem grandiosen Desaster. Das fängt schon damit an, dass sie das Intro nicht hinkriegen, sie können einfach nicht synchron singen. Bohlen bricht wohlwollend ab und rät ihnen, besser aufeinander zu achten, damit sie gleichzeitig starten. Auch der nächste Versuch geht völlig in die Grütze. Menderes kriegt den Tipp, sich an seinem Rechtsaußen zu orientieren und tatsächlich kommt er diesmal richtig in das Lied hinein. Dann aber merken alle Zuhörer, dass der Jackson-Imitator schlicht und einfach schief singt, er hängt einen Halbton unter seinen Mitstreitern. Etwa zu dieser Zeit sind auch die letzten Reste der Choreografie über den Jordan gegangen, alle drei hampeln nach eigenem Gusto über die Bühne, nichts mehr mit Boygroup und Schrittfolge. Den Text vermackeln sie dann auch noch und setzten abwechselnd aus. Als der Titel nach endlos scheinenden zwei Minuten zu Ende ist, fängt Menderes sofort an, seine Leistung und die seiner Kollegen zu rechtfertigen. Das seien schwierige Einsätze gewesen, man habe sich aber super vorbereitet, bis morgens um vier Uhr, das sei genau ihr Titel gewesen und jede Menge weiterer Blödsinn aus dem unerschöpflichen Fundus der dämlichen Ausreden. Trimo sieht die Gruppenleistung realistischer: “Katastrophe, das war die allergrößte Lachnummer! Und das schlimmste ist, dass das jeder sieht!!!” Recht hat er, selbst die Blöd-Zeitung lacht heute über diese Blamage. Die Urteilsverkündung macht Bohlen zum Tribunal über Nichtskönner: “Trimo, Du hast toll gesungen und getanzt …” (20 Sekunden Pause, der Kandidat sagt schon ganz erstaunt “Danke”, dann schiebt Bohlen den Rest des Satzes nach) … im Casting!” Hier war das nichts und deswegen ist er auf der Stelle raus. Auch Kürshad hat die Jury enttäuscht und darf sich die restliche Staffel als Zuschauer im Fernsehen anschauen. Und nun kommt er zu Menderes: “Du hast Deinen Traum verwirklicht, einmal in den Recall zu kommen. Ab jetzt würde es ungerecht werden, denn die anderen waren einfach besser. Das wäre einfach nicht fair, Dich weiterzulassen und andere nicht. Deshalb hast Du es heute auch nicht weiter geschafft, Menderes.” Das klingt beinahe zärtlich und nachsichtig, so wie ein Vater mit seinem zurückgebliebenen Kind spricht. Alle Beteiligten schlucken und die Kandidaten vergießen Tränen der Wut und Enttäuschung. Vermutlich ist das Kapitel Menderes aber noch nicht zu Ende, er ist ja erst 25, kann also noch fünf Mal wiederkommen bei DSDS…
Nun werden noch ein paar kurze Sequenzen von Leuten gezeigt, die sich im Recall halten konnten, z.B. von Norman Langen, Dominik Kinast, Sarah Engels, Philipp Allach, Daniel Neumann, Mike Müller, Christopher Schwab, Sebastian Wurth, Maik Dehn und Albresha Iljasi. Damit sind es jetzt 36 Kandidaten, die nun in die nächste Runde des Recall dürfen und die findet traditionell irgendwo auf einer Trauminsel statt. Diesmal geht’s auf die Malediven, wie Dieter Bohlen dann ziemlich großkotzig verkündet, er sei schon auf der ganzen Welt gewesen, aber dort auf den Malediven sei es am allerschönsten, auch der Liebe Gott würde dort Urlaub machen.
Wir sehen dann noch die Anreise, gepflastert mit ein paar Problemchen wie abgelaufenen Ausweisen und der wohl irrigen Hoffnung, dort entspannt Urlaub machen zu können. Der letzten Teil des Trips wird mit dem Wasserflugzeug zurückgelegt. Vor Ort beziehen die Jungs und Mädels ihre Bungalows direkt am Indischen Ozean, die ersten springen sofort in die ultrablauen Fluten. Der Sprecher im Off warnt allerdings, nur 15 der 36 Kandidaten werden diese Insel auch in guter Erinnerung behalten und in die Top-15-Show einziehen, mehr als die Hälfte wird noch im Recall scheitern. Das machen dann auch Dieter Bohlen, Fernanda Brandao und Patrick Nuo noch einmal allen klar, der Poptitan wie immer ziemlich plastisch: “Wenn hier einer total verkackt, fährt der heute Abend noch nach Hause. Wenn Ihr Eure Texte, Eure Melodien nicht könnt, fahrt Ihr morgen nach Hause, ich schwör’s Euch. Macht Euch interessant, verdammte Scheiße!”
Schon als Vorgeschmack auf die nächste Folge zeigt uns RTL den ersten Open-Air-Auftritt einer leicht geschürzten Mädchentruppe vor dem Jurytisch, der direkt auf dem Strand unter Palmen aufgebaut wurde. Das sind Yalda, Zazou, Albresha und Maxime – man sieht, es gibt immer noch neue Namen. Sie bringen “Let’s get loud” von Jennifer Lopez. Bohlen wird leider immer kritischer, obwohl der Auftritt eigentlich okay war, findet er bei jeder Sängerin etwas zu meckern. “Am liebsten würde ich mir aus Euch vieren eine neue Sängerin zusammenbasteln, da würde bestimmt eine richtige Hammerbraut bei rauskommen.”
Ob Dieter wirklich zum Skalpell greift oder doch lieber fertige Superstars bevorzugt, sehen wir in der nächsten Folge am Mittwoch. Bis dahin Tschö!





