• Hi Leute,

    heute startet Gastropapst Christian Rach mit einem neuen Format in den Fernsehherbst: In “Rachs Restaurantschule” zeigt der Gutmensch aus Hamburg einem Dutzend Menschen ohne Job oder ohne Ausbildung, wo im Restaurant der Hammer hängt. Wenn sie sich gut anstellen, sind vielleicht ein festes Arbeitsverhältnis oder ein Ausbildungsvertrag drin, wenn nicht, bleiben immerhin die 15 Minuten Berühmtsein, auf die lt. Andy Warhol jeder Mensch ein Anrecht hat. Muss ja nicht unbedingt positive Berühmtheit sein, vollständiges Blamieren kann schließlich auch bekannt machen…

    Die Sache startet im Chilehaus in Hamburg. Hier will Rach innerhalb von 2 Monaten aus dem Nichts ein Restaurant aufbauen – nur mit seinem überragenden Talent und 12 Lernwilligen, um die der Erfolg bisher eine Kurve gemacht hat. Zunächst castet der Meisterkoch aus hunderten von Bewerbern seine neue Küchencrew zusammen. Während er die Bewerbungsmappen durchblättert, erfahren wir die wichtigsten Facts:

    Angelika ist die Seniorin der Gruppe und hat mit ihren 44 Jahren schon drei Ausbildungen hinter sich, das war aber wohl alles nichts und sie lebt von Hartz IV. Zuhause beschäftigt sie sich vorrangig mit der Aufzucht von Plüschbären.

    Tim war drei Jahre im Urlaub auf Staatskosten in Vechta und hat dort im Knast eine Kochausbildung gemacht, findet aber keinen Job. Mal sehen, wenn es hier nichts wird, kann er es mit seiner Vita bestimmt noch mal bei DSDS versuchen…

    Nina (19) hat zwar noch keine Ausbildung, aber dafür schon ein eineinhalbjähriges Kind – und damit wiederum keine Zeit mehr für eine Ausbildung. Trotzdem legt sie gesteigerten Wert auf ihr Äußeres und erinnert mich auch sonst sehr an Kim Debkowski aus der letzten DSDS-Staffel.

    Rena “hat vieles probiert” (unfreiwilliger Joke!), findet aber “aufgrund ihrer Körperlichkeit” keine Anstellung, soll heißen: Sie ist ziemlich mollig geraten, passt mit 135 Kilogramm bei 175cm Größe vom Format her zwar gut in einen 16:9-Fernseher, aber schlecht in eine Küche – jedenfalls bisher. Nach meinen Trash-TV-Erfahrungen würde ich Rena ohne zu zögern in die Schublade “Nervensägen ab hundert Dezibel” einordnen. Die kriegt im Verlauf der Serie bestimmt noch einen Wutanfall und wird dann seeeeehr laut.

    Das blonde Bauernkind Jasmina arbeitet seit 5 Jahren als Aushilfe in der Gastronomie und möchte den Job jetzt mal richtig von der Pike auf lernen. Typmäßig wäre auch sie gut bei DSDS aufgehoben, mit ihrer positiven Ausstrahlung käme sie garantiert in den Recall.

    Gymnasiast Paul hält sich für ziemlich intellektuell, kommt aus “sehr gutem Elternhaus”, hat aber die Schule abgebrochen. Aus irgend einem Grund glaubt er, der geborene Küchenmeister zu sein und will später – ganz bescheiden – sogar ein eigenes Restaurant führen. Die Figur dafür hat er jedenfalls schon…

    Rapper Nourddine ist eigentlich zu cool für diese Welt, hat die Hauptschule abgebrochen und kann nichts außer Musik. Warum er dann ausgerechnet in dieser Sendung auftaucht, bleibt das Geheimnis der Drehbuchschreiber.

    Der Berliner Marco wittert nach über 100 vergeblichen Bewerbungen eine Chance an der Waterkant, ist aber ansonsten zunächst noch ziemlich still.

    Küken Jennifer (17) möchte unbedingt Köchin werden, aber Rach hält sie für zu jung und darum darf sie natürlich gern in der Sendung mitspielen.

    Can kocht für sein Leben gern und weil Rach gern einen Kandidaten “mit Migrationshintergrund” dabei haben möchte, gehört er ab heute in den RTL-Montag.

    Jonny war schon früher Lehrling im Chilehaus, hat bei der Polizei trotz jugendlichen Alters schon eine ansehnliche Akte und das befähigt ihn lt. Drehbuch heftigst zur Teilnahme an Rachs Restaurantschule.

    Der 28jährige Collin bekommt sogar einen eigenen Einspieler, so bunt ist sein verpfuschtes Leben. Gerade ist er bei seiner schwangeren Freundin rausgeflogen, vagabundiert nun auf der Suche nach einem Schlafplatz über die Reeperbahn und berichtet währenddessen dem Fernsehteam in schwer verständlichen Worten (Untertitel!) von seinem freudlosen Alltag.

    Zunächst müssen sich die 11 (Jasmina fehlt anfangs) bei Rach in seinem Hauptrestaurant, dem Tafelhaus an der Elbe, vorstellen und zwei Probetage überstehen. Dort gibt es gleich die erste Aufgabe, nämlich Warenkunde. Ein Haufen Grünzeugs wird den Neulingen im Rohzustand (als Pflanze im Topf) präsentiert und durch Riechen, Schmecken und Fühlen sollen sie herausbekommen, worum es sich handelt. Danach geht es weiter mit Fisch, der tot, aber namenlos vor den Kandidaten liegt und bestimmt werden soll. Und wem das noch zu leicht war, der kriegt jetzt auch noch rohes Fleisch und muss das zugehörige Tier raten. Das ist wieder DIE Gelegenheit für den Meister, die Hände über dem Kopf zusammen zu schlagen, denn die meisten Ergebnisse sind Kokolores.

    Rach ist in seinem Element und ordnet nun ein Diktat, einen kleinen Mathetest und eine Prüfung des Allgemeinwissens an. Bei Marco führt die vermeintlich leichte Frage “An welchem Fluss liegt Frankfurt am Main?” zu ratlosem Kopfkratzen und der traurigen Antwort “Elbe”, was Can dann auch noch schadenfroh in die Kamera posaunt. Da fragt man sich natürlich insgeheim, wie solch ein Kandidat es überhaupt unbeschadet von Berlin nach Hamburg schaffen konnte, normalerweise dürfte der ja nicht mal allein zum Einkaufen gehen.

    Als der erste Tag schon fast gelaufen ist, kommt Jasmina doch noch in die Tür: Ihr sei auf dem Weg von Sachen-Anhalt nach Hamburg der Auspuff abgefallen, aber nun sei sie ja trotzdem da, hallo zusammen. Rach ist sichtlich angepisst, hält den Ball für seine Verhältnisse aber noch flach und droht der permanent grinsenden Blondine nur, er werde sich bis morgen noch überlegen, ob er das durchgehen lassen könne. Nach einem abschließenden gemeinsamen Eisessen sind die nunmehr 12 Schüler für den Tag entlassen und können sich bis morgen erholen.

    Der zweite Tag beginnt, Jasmina darf natürlich bleiben. Heute geht es gleich in die Küche vom Tafelhaus. Hier müssen die Schüler nun ihre Gaumen testen, es gilt, die vier Grundgeschmacksrichtungen zu erkennen: süß, salzig, sauer und bitter. Für Rena wird es gleich doppelt bitter, denn sie sträubt sich, die vier Häppchen auf ihrem Teller zu probieren und weckt damit Rachs Zorn. Sie sei falsch in dieser Veranstaltung, wenn sie das nicht mal könne, wird ihr attestiert. Danach müssen Rot- und Weißwein unterschieden werden, serviert in dunklen, undurchsichtigen Gläsern. Gar nicht mal so einfach. In der Küche geht der Stress dann weiter, hier werden heute Pfannkuchen hergestellt mit allem, was dazugehört: Teig anrühren, Zwiebeln schneiden und anbraten. Rena ignoriert den Tipp vom Küchenausbilder Frank, durch den Mund zu atmen, atmet stattdessen wie gewohnt durch die Nase und heult plötzlich. Ja, sie könne nunmal nicht durch den Mund atmen, behauptet die Schülerin mit der Rubensfigur.

    Dann kochen sie sich alle zusammen ihr heutiges Mittagessen: Brathähnchen. Paul und Collin wollen beim Zerteilen der Vögel glänzen, scheinen dabei aber eher Hackfleisch zu produzieren. Auch Angelika versucht bei dieser Gelegenheit, Rach für sich einzunehmen: Sie zieht eine Tupperdose mit medizinisch aussehendem Inhalt aus ihrem Rucksack, behauptet, das sei ihr Lieblingsgericht Fischsuppe und überreicht das ganze dem leicht angeekelt wirkenden Küchenchef als Geschenk. Upps, äh, danke, wie alt das denn sei und ob sie das auch immer gut gekühlt habe, fragt er, wohl sehr um seine Gesundheit besorgt. Aha, naja, dann wolle er das nachher gleich mal probieren, gibt sich Rach vorsichtig. Ich wette, die graue Glibberbrühe findet sich spätestens in 5 Minuten in der Hamburger Kanalisation wieder. Und siehe da: Ein paar Szenen später öffnet er die Dose hinten in der Küche wie ein Bombenentschärfer einen gefährlichen Blindgänger, hält kurz sein wertvolles Riechorgan in Richtung Fischsuppe, zuckt entsetzt zurück und verkündet: “Das stinkt, das werde ich NICHT essen.” (Angelika zeigt sich nachher einigermaßen beleidigt von des Meisters Urteil.)

    Während nun alles anfängt zu mümmeln, zieht Rach eine erste Zwischenbilanz: Seine Schüler sollten alle viel mehr Gas geben, er will “Feuer” sehen, wer das nicht könne, solle sich lieber etwas anderes vornehmen. Daraus wird ein allgemeines Gesinnungsgespräch, alle bekennen sich zu dem gesteckten Ziel. Can verspricht, sein Leben werde sich um 360° ändern… womit er dann ja wieder dort wäre, wo er anfing! Rena ist unzufrieden mit sich, aber Papa Rach baut sie auf, hat gemerkt, dass sie ihre Piercings abgenommen hat und wertet das als gutes Zeichen für ihren Veränderungswillen. Nachdem auch der Rest der Truppe verbal die Hosen heruntergelassen hat, verkündet Rach seine Entscheidung: Alle 12 haben die Probetage überstanden und dürfen nun in den nächsten 2 Monaten um eine Festanstellung bzw. einen Ausbildungsplatz kämpfen. Als kleine Hausaufgabe verteilt der Gastropapst nun sein eigenes Buch; das sollen alle in den nächsten zwei Tagen durchlesen.

    Der Ernst des Lebens beginnt mit einem ersten Besuch in der zukünftigen Wirkungsstätte im Chilehaus. Das zuvor dort bestehende Restaurant “Weinhexe” wurde aufgegeben und steht seit einiger Zeit leer. Die Einrichtung ist völlig versifft und verstaubt, das sieht nach einem Arsch voll Arbeit aus für die 12 Schüler. Rach freut sich offensichtlich, dass seine Eleven es nicht allzu einfach haben werden. Einen weiteren Dämpfer verpasst er der Bande in der nächsten Szene, denn jetzt beziehen sie ihre gemeinsame Unterkunft (“gemeinsam” heißt natürlich nicht, dass auch Rach dort einzieht, logo). Vom Fernsehen werden zwei 5er- und eine 2er-Wohnung gestellt, die Aufteilung müssen die Schüler selbst organisieren, was ihnen nach einigem Hin und Her auch gelingt. Die neuen “dicken” (kein Kommentar) Freunde Tim und Paul teilen sich dabei die begehrte 2er-Wohnung. Rach macht klar, dass das hinterher genau so aussehen muss, wie jetzt am Anfang. Mal sehen, ich ahne Schlimmes, als die ersten Jungs auf dem Balkon erscheinen und mit lautem Grölen ihr neues Revier markieren. Aber noch viel schlimmer: Die 44jährige Angelika schleppt beim Einzug wie selbstverständlich ihr fast lebensgroßes Stoffpony hinter sich die Treppe hinauf, ohne das sie nach eigenen Angaben nicht schlafen kann. Nach dem Fischsuppenattentat ist das schon der zweite Negativpunkt auf ihrem Konto und ein echter Moment zum Fremdschämen.

    Am letzten Tag dieser Folge beginnt das große Aufräumen im Restaurant im Chilehaus. Schnell machen unsere Jungköche Bekanntschaft mit der norddeutschen Tierwelt, z.B. mit Spinnen und Kakerlaken, allerdings toten. Es folgt ein gemeinsames Nudelessen, dessen Zutaten die Pferdefreundin Angelika und Ex-Knacki Tim aus dem nahen Supermarkt besorgt haben. Rach weigert sich, die Tiefkühlkräuter auch nur anzusehen, der eingeschweißte Gouda wird ebenfalls heftig kritisiert. Die Tischmanieren der Anwesenden geben ebenfalls Anlass zur Beschwerde und eröffnen dem Meister für die nächsten Wochen ein weites Betätigungsfeld.

    Ach, was hat er sich doch für eine übermenschliche Aufgabe ausgesucht, der Gute… ;-) Aber Mitleid durch die Fernsehzuschauer ist nicht angebracht, der Mann wird dafür bezahlt. Und außerdem wissen wir aus seinen vorherigen Sendungen, dass er die Herausforderungen liebt: Wenn es einen Menschen gibt im Universum, der das schaffen kann, dann ist das Christian Rach! In diesem Sinne freuen wir uns also auf die nächste Woche.

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  • 6 Tage sind unsere Dickis nun schon im Camp und so langsam ziehen Gewitterwolken über der Kalahari auf.
    Aber zuerst einmal zurück zum Ende der letzten Folge. Denis wollte auch das Camp verlassen, da er sich um seine pflegebedürftige Mutter sorgt. Und… er tut es – alle akzeptieren seine Entscheidung und wünschen ihm alles Gute :-)
    Allerdings glaube ich wird er nicht der letzte sein, der das ‘Abenteuer Afrika’ aufgibt.
    Zurück zum Camp aber: Gleich zum Beginn müssen sich unsere Dickis mal wieder sich bewegen (ohhh nein wie schrecklich ;-) ) und mit auf die Jagd. Zur Freude der Ju’hoansi ist ein Steinbock in eine Falle getappt – unsere Kids besonders die Mädels sehen das ganz anders. Die süßen braunen Augen des toten Steinbocks haben sie fest im Blick und als dann alle bewusst wird dass der Tier auch noch schwanger müssen Becci und Vanessa fast kotzen und schwöre sich kein Stück von dem “süßen Reh” zu essen.
    Zumindest Becci wird sich an ihren Schwur erinnern aber Vanessa erliegt dem betörenden Duft von gegrillt Fleisch und greift nach Herzenlust zu. Cengiz und Roger kennen solche Probleme überhaupt nicht ganz im Gegenteil – die beiden haben sich in zwischen als echte Buschhelden bei den Ju’hoansi bewiesen und dürfen sogar etwas ganz besonderes essen – das Hirn. Naja von essen kann man eigentlich nicht sprechen, das ganze sieht eher nach schlürfen aus und ihr werdet es nicht glauben die beiden probieren es auch…
    Lange hält aber die Freude über den Schmaus nicht – ein Unwetter bricht herrein und unsere werden plötzlich ganz beweglich ;-) und versuchen in der Not noch ihre Schlafräu.. / Höhlen zu retten. Santana klappt dabei zusammen und muss ins Krankenhaus. Becci, Vanessa und Ben retten sich dafür räumen sie aber Cengiz und Rogers Sachen aus den Weg. Die beiden können dagegen aber nix machen, denn unsere beiden Buschhelden genießen den Regen im Freien. Als die beiden zurück ins Camp kommen finden sie totales Chaos vor. Und dafür gibt es dann auch Chaos – not gedrunken bauen sich die beiden noch eine Unterkunft müssen aber mehr oder weniger im Regen schlafen – das gibt so einen Krach im Camp. Alle schreien sich an und drohen sich mit Schlägen. Besonders Ben bekommt sein Fett weg ;-) Irgendwie sieht seine Mädchenhaftes und trotzdem total vorlautes Verhalten den Zorn aller anderen an. Santana konnte derweil wieder entlassen werden aus dem Krankenhaus.

  • Jasmine, Becci, Santana, Vanessa, Roger, Ben, Cengiz und Denis sind die neuen Akteure in der RTL2 Doku-Soap “Abenteuer Afrika”. Die acht, teilweise lebensgefährlich (für sich und andere ;-) , wie ich finde) übergewichtigen Teenies verbringen drei Wochen in der namibischen Kalahari-Wüste bei dem Stamm der Ju/’hoansi.
    Für die Teenies geht es ums Abspecken, für uns ums satt sehen, denn in der Kalahari gibt es keine Luxus und vor allem kein Span-Ferkel am Spieß, keine Kartoffeln in Bratensoße oder eine Sahne-Torte – mhhh lecker ;-)
    Nachdem unsere Schwergewichte in der letzten Sendung bereits nach Afrika eingeflogen wurden (ich frag mich ja ob mit einer Maschine oder zwei ;-) ), beginnt diese Folge nach der ersten Nacht und natürlich Soap-Drehbuch reif mit einem handfesten Teenie-Zoff (die RTL2-Regie ist doch die Beste…), denn unsere zarte Wuchtbrumme Becci hat sich so gleich in Cengiz (den schlankesten der Gruppe) verliebt und Seite an Seite mit ihm die Nacht verbracht – ach wie süß (Cengiz meinte: “Ich fands schön”). Am nächsten Tag will Cengiz aber nix mehr von der gemeinsamen Nacht wissen und das gibt natürlich Stress! Vor den schreienden Mädels bekommen sogar die Ju/’hoansi Angst – man soll ja auch einer stampfenden Elefantenherde nicht zu nah kommen.
    Damit die Jungs und Mädels nicht die ganze Zeit streiten oder rumlungern (nicht dass die Teenies nachher noch dicker heim kommen) – beschließt Campleiter Arno Oosthuysen am nächsten Tag mit der Gruppe jagen zu gehen. Becci, Vanessa, Roger, Cengiz und auch Ben, der erst mal ein bisschen schwerfällig angetrieben werden musste, gehen mit auf die Jagd. Die Herde setzt sich also in Bewegung aber schon nach einer kurzen Weile schwinden bei den drei Mädels Becci, Vanessa und Ben (er gilt bei allen in der Gruppe als kein echter Mann) die Kräfte bzw. die Schwerkraft hat mal wieder gewonnen. Wildtiere hatte die Gruppe auch noch nicht gesehen – kein Wunder wenn 5 Jumbos durch die Wildnis trampeln, wie ich finde. Gerade so – vor allem Ben – schaffen es die drei zurück ins Camp und Ben fällt einfach um wie ein Kartoffelsack. Kaum aus seinem Tiefschlaf erwacht, packen Ben dann auch die Qualen der langen Jagd. Er hat durch das viele Laufen einen Krampf in den Waden bekommen und wird daraufhin auch gleich als Weichtüte abgestempelt da seine Schmerzgrenze, wie uns die Stimme aus dem Off verrät, sehr gering eingeschätzt wird. Wenn ihr wissen wollt wie nun sein schmerzverzerrtes Gesicht aussieht – dann presst einfach fünf Hamburgerscheiben fest zusammen. Ach ja nun wird uns von RTL2 Bens Rückblende eingespielt und die wird – ich wollte euch es eigentlich nicht verraten – als Überraschung wenn ihr es selbst guckt – in Unterwäsche gezeigt – Ja richtig in Unterwäsche! Sogar der Grand Ass Canyon ähm ich meine die Poritze… Im Rückblick erzählen uns seine Geschwister, allesamt dünn, dass Ben nie mit nach draußen gegangen ist als Kind, sondern immer daheim blieb… Sein Arzt gibt ihm außerdem auch noch eine Lebenserwartung von weiteren neun Jahren – das tut mir echt Leid… Zurück im Camp behandelt der Buschdoktor Ben und danach 188 kg Mann Denis – dieser hat unter dem Bauch einen riesigen Furunkel – arg ekelig – er schneidet sie auf… Dr Redman sollten sich unsere Kids als Beispiel nehmen denn er ist klug, aufgeschlossen und vor allem schlank.
    Am nächsten Tag erliegt der erste Dicke dem Abenteuer – Jasmin gibt auf – täuscht sogar mehr oder weniger einen Schwächanfall vor um endlich nach Hause zu dürfen und alle freuen sich – niemand konnte Jasmin leiden da sie zickig und launisch war. Schade für uns Zuschauer denn ihre Auftritte waren eine echte Lach-Garantie, finde ich ;-)
    Als nächstes beginnt Ben mit der Operation “Entkomme dem Camp”. Allerdings macht er es viel perfider ;-) Er leidet unter dem unerträglichen Kulturschock – die Ju/’hoansi haben nix aber sind trotzdem glücklich – das geht einfach nicht in seinen Kopf wie er selbst sagt und fängt an zu heulen. Er jammert “Ich kann nicht mehr – das wars – ich kann nicht mehr – das geht einfach nicht in meinen Kopf rein”. Ganz ehrlich ich glaub er will einfach nur nach Hause und sucht nach einer Ausrede dafür…
    Zum Glück fängt sich Ben wieder (der Plan hat wohl doch nicht geklappt) und geht zur täglichen Untersuchung – dabei wird sein Bauchumfang gemessen wobei ich glaube dass man hier nicht von messen sprechen kann, denn wie für mich aussieht ist das Maßband zu klein – man müsste also eigentlich von schätzen sprechen – zum Glück für Ben scheint aber alles positiv zu verlaufen ;-)
    Aber die Abbrecher geben nicht auf, als nächstes versucht es Denis. Er macht sich Sorgen um seine pflegebedürftige Mutter und will deswegen unbedingt nach Hause – wie es mit ihm und den anderen ausgeht erfahren wir aber erst in der nächsten Folge….

  • Hallo zusammen,

    Kabel Eins beginnt heute mit einer neuen Staffel der beliebten Castingshow “Deutschland sucht den naivsten Auswanderer”, die hier allerdings etwas langweilig “Mein neues Leben” heißt. Der Vorspann ist frisch renoviert – hoffentlich hat man sich mit dem Inhalt auch so viel Mühe gegeben und ein paar schöne Deppen ins Licht der Kamera gezerrt.

    Mein persönliches, bisher unübertroffenes Highlight der Serie ist übrigens noch immer die Hartz-4-Familie aus Zonesien, die in der 2007er Staffel ohne Vorbereitung und Verstand nach Norwegen auswandert, sprich: Sie können alle kein einziges Wort Norwegisch. In ihrer neuen Heimat angekommen, pöbeln sie den norwegischen Vermieter auf Prolldeutsch an, weil ihre mitgebrachten Möbel nicht mehr in das unbesehen möbliert (!) gemietete Haus passen, werfen kurzerhand alle vorhandenen Möbel über den Balkon raus, merken dann, dass sie dabei versehentlich auch den einzigen Herd beseitigt haben und kochen sich gegen Ende der Folge eine Frikadelle auf der Heizung. Darüber habe ich noch wochenlang gelacht… :-)

    Zurück zur heutigen Folge. Wie immer werden heute drei unterschiedliche Schicksale präsentiert, zerhackt in kleine, auch für den unbedarften Kommerzglotzer leicht verdauliche Häppchen. Ich sortiere die Handlungsstränge hier mal nach Protagonisten und fange mit dem langweiligsten an, nämlich mit dem, der es nach ökonomischen Maßstäben wohl “geschafft” hat. Thomas Kramer lebt bereits seit einigen Jahren in Miami, Florida und nervt gleich in der ersten Szene durch überhebliche Arroganz: Wir sehen ihn bei einer Tour durch das abendliche Lichtermeer seiner Wahlheimat in einer fetten Limousine und später bei einer Massage. Der “Immobilientycoon” wohnt in einem 45 Millionen Dollar teuren Haus auf bescheidenen 1.500 Quadratmetern direkt am Wasser und ist – man glaubt es kaum – noch Junggeselle. (Komisch, normalerweise findet sich doch in dieser Preisklasse für jeden Kotzbrocken noch ein hirnlos-heiratswilliges It-Girl, insbesondere, wenn der Kandidat schon etwas angegraut ist und sein Lebenswandel Hoffnung auf eine hübsche Erbschaft in vertretbar naher Zukunft weckt?! )

    Kabel Eins hat eine läppische Rahmenhandlung zusammengestrickt, bei der Übermensch Kramer einem angeblichen Repräsentanten (man nennt ihn “Anton”) irgendeines investitionsfreudigen arabischen Ölscheichs zeigen will, welche Wundertaten er in der amerikanischen Metropole so vollbracht hat und dabei praktischerweise gleich das Fernsehteam mitnimmt. Gähn, ist das langweilig! Wir schippern mit einem Bötchen über diverse Kanäle und lauschen den selbstverliebten, mit Business Buzzwords gespickten Ergüssen des Meisters über das von ihm gebaute Stadtviertel (“T-K-Land”). Ein schöner Satz: “Dieses Haus ist mein Masterpiece.” Keine Ahnung, wie das zu den Versagergeschichten der früheren Staffeln passen soll, so habe ich mir das jedenfalls nicht vorgestellt und darum boykottiere ich den Sack ab jetzt: Wer sich für Thomas Kramer interessiert, den Meister des bekannten Universums, muss sich leider die Wiederholung der Folge selbst ansehen… :-(

    (Der weitere Verlauf der Sendung gibt mir übrigens Recht, beim Vorspulen der Kramerschen Szenen kommen nämlich noch ein paar richtig eklige Momente, als der Multimillionär dem Fernsehteam seine in einem Sarg (!) gelagerte Sammlung von Sado-Maso-Sexspielzeug vorführt. Völlig ungeniert erklärt er der dafür sicherlich dankbaren Filmcrew seine Vorlieben im Bett und auch die Funktion des “Angel Recovery Room”, der direkt an das Kramersche Schlafzimmer grenzt, bleibt nicht im Dunkeln. Jetzt verstehe ich doch, warum der Typ noch Single ist. In puncto Schamlosigkeit und Mediengeilheit übertrifft Kramer sogar noch Jürgen Drews – und das will echt was heißen.)

    Der Kontrast zur nächsten Story könnte nicht größer sein. Wir kommen zurück nach Deutschland, ach ne Spanien, genauer gesagt nach Cala Blava auf der Insel Mallorca. Hier hausen seit einigen Jahren Lothar Bünder und Hans-Jürgen Baumgarten buchstäblich in einer Höhle, sie sind nämlich obdachlos. Beide gerieten durch persönliche Schicksalsschläge aus der Bahn und blieben auf Malle hängen, der eine saß früher mal im Knast, der andere wurde Opfer eines Raubüberfalls. Heute haben die beiden so gut wie nichts – und das teilen sie auch noch brüderlich. Aber immerhin hängt hinten an der Höhlenwand eine schwarz-rot-goldene Fahne…

    Hier auf Malle geht es kurz nach dem Aufstehen um eher profane Dinge, das Klopapier ist alle und irgendwie fiel auch noch das appetitanregende Wort “Hämorrhoiden”. Unwillkürlich möchte man den Protz-Kramer von der ersten Geschichte mal für eine Nacht hier in Lothar oder Hans-Jürgens Schlafsack in der Höhle einquartieren. Kramers einzigen Gesundheitsprobleme sind vermutlich die Hornhaut vom Geldzählen und der Tennisarm vom Sich-selbst-auf-die-Schulter-klopfen. Da könnte man glatt zum Kommunisten werden…

    Allerdings verscherzt sich Lothar schnell meine Sympathien, denn er zeigt sich von einer sehr gewalttätigen Seite, als er andere Obdachlose mit Faust und Messer von “seinem” Stamm-Müllcontainer hinter dem Supermarkt vertreibt. Die Container mit Gemüseresten können die ja gern haben, aber über die Verteilung des weggeworfenen Fleisches entscheidet Lothar ganz allein, so ist hier die Hackordnung. “Und wem da nicht passt, dem schlage ich den Schädel ein!”, setzt er wenig konziliant noch hinzu. Übrigens ist Deutsch auf Mallorca offensichtlich auch unter den Obdachlosen die gängige Verkehrssprache.

    Warum Kabel Eins meint, der wenig glorreiche Obdachlosen-Alltag sei ein interessantes Thema für diese Auswandererserie, bleibt mir schleierhaft. Mich jedenfalls stößt der in martialischer Tarnuniform mit Springerstiefeln und gegelter Minimalfrisur durch das winterliche El Arenal stromernde Lothar mit seinem ihm devot ergebenen Freund Hans-Jürgen eher ab. Und so spannend ist es auch nicht, wie die beiden auf der Suche nach Kleingeld an Telefonzellen herumprökeln (Tagesergebnis: ca. 1,50 Euro) und in windigen Läden nach Gelegenheitsjobs fragen. Ihr Highlight der Woche ist ein Auftrag zur Poolreinigung in einer 10 km entfernten Villa, zu der sie zu Fuß latschen müssen, weil sie kein Autofahrer als Anhalter mitnehmen will. Die so verdienten 35 Euro werden im Supermarkt postwendend in deutsches Bier und Grünkohl (!) umgesetzt und ab geht’s zum gemütlichen Tagesausklang in die heimische Höhle. So ein Leben kann man ja wohl kaum als geplante Auswanderung bezeichnen, die bedauernswert verunglückten Biografien von Lothar und Hans-Jürgen gehören meines Erachtens eher in eine Sozialreportage über die Schattenseiten der Balearenmetropole.

    Und auch die dritte Geschichte der heutigen Folge zeigt keine Neuauswanderer. Jürgen und Phoo Füller betreiben bereits seit drei Jahren ein Hotel-Resort im bergigen Norden von Thailand und sind schon in früheren Folgen von “Mein neues Leben” aufgetreten. Für dieses Mal sieht das Drehbuch die Errichtung zweier neuer Bungalows in dem ehemaligen Reisfeld vor, aus dem inzwischen eine Art Hotelanlage geworden ist. So weit, so langweilig. Im Grunde genommen geht es in dieser Geschichte um Jürgens stetigen, aber vergeblichen Kampf als pingeliger, pünktlichkeitsgewohnter Diplom-Kaufmann gegen die allgemeine Lahmarschigkeit in der neuen Heimat, wobei seine einheimische – und erheblich jüngere – Ehefrau immer etwas zwischen beiden Welten hin- und hergerissen zu sein scheint. Im Vergleich zu früher ist Jürgen in seinen Ansprüchen allerdings schon erkennbar milder geworden, vermutlich bleiben die Jahre im feucht-warmen Klima Thailands auch mental nicht ganz ohne Folgen.

    Einen Vorzug haben Follow-Up-Stories aus der “was macht eigentlich…”-Kiste natürlich für den Sender: Man kann ellenlange Rückblicke aus den früheren Folgen zeigen. Wir erleben also noch einmal mit, wie Jürgen mit Frau und Kind vor drei Jahren bei den Schwiegereltern in den Reissümpfen ankommt und zunächst mit einer kleinen Nothütte vorlieb nehmen muss. Das eigentlich schlüsselfertig erwartete eigene Hotel ist nämlich nicht nur nicht fertig, sondern wurde noch gar nicht begonnen, ja noch nicht einmal genehmigt. Ich frage mich bei dieser Gelegenheit, für wen der Kulturschock eigentlich größer ist, für Jürgen, der aus seiner durchorganisierten deutschen Heimat direkt in ein knietief unter Wasser stehendes Reisfeld umzieht oder für Phoo, die irgendwie ihren Eltern verklickern muss, weshalb sie aus Deutschland mit einem grauhaarigen Zausel zurückkommt, der altersmäßig glatt ihr Vater sein könnte. :-)

    Für die mediale Vermarktung etwas hinderlich ist, dass Phoo bedauerlicherweise gar nicht so ein fieses Deutsch spricht wie Narumol, unsere Thailänderin der Herzen aus “Bauer sucht Frau“. Im Gegenzug scheint Jürgen allerdings noch immer nicht der thailändischen Sprache mächtig, Phoo fungiert für alle seine umfassenden Anweisungen an die Bauarbeiter als Dolmetscherin. Und sie übersetzt auch Jürgens schroffe Befehle in eine kompatible Sprache, so dass die einheimischen Bauarbeiter bei Kritik nicht gleich ihr Gesicht verlieren. Ob das möglicherweise auch eine Ursache für die diversen Missverständnisse ist, die hier an der Tagesordnung zu sein scheinen, kann nur vermutet werden.Vielleicht hat Jürgen aber auch mit seiner unausgesprochenen Vermutung Recht, dass hier sowieso alle dämliche Pfuscher sind, zumindest scheint er das zu denken, wenn er wie ein Feldherr mit strengem Blick und Maßband über seine Baustelle schreitet.

    Heute erregt der zu geringe Abstand zwischen den neuen Bungalows Jürgens Missfallen. Warum er das erst jetzt bemerkt, wo die Fundamente – oder wie man die Löcher mit plattgeklopfter Erde hier nennt – schon fertig sind, bleibt sein Geheimnis. Er genießt jedenfalls sichtlich seinen Triumph, einen Fehler gefunden zu haben. Ja, so sind wir Deutschen eben, lieber Recht behalten und einen Freund verlieren, als anders herum… Phoo kriegt es jedenfalls auf diplomatische Art hin, dass der düpierte Bauleiter den Bungalow-Grundriss noch einmal neu absteckt. Zur Belohnung darf die gesamte Belegschaft auch im Fischteich des Hotels angeln. Sie sollten dort nur “keine Bombe oder elektrisch machen”, wie Frau Füller etwas narumolistisch einschränkt.

    Noch eine Rückblende zum Thema Pfusch am Bau: Vor zwei Jahren, beim letzten Besuch des Fernsehens, war draußen Regenzeit und auch drinnen gab es fließend Wasser, weil nämlich die Fenster nicht dicht waren, um es mal gelinde zu sagen. Jürgen kriegte schon damals wegen der thailändischen Arbeitsmentalität die Pimpernellen. Die Fenster gingen entweder nicht zu oder nicht auf, alles war aufgequollen und verzogen. Danach sollten die Fenster auf “Bitten” des Deutschen ausgetauscht werden und weg sind sie auch tatsächlich, allerdings gab es inzwischen auch keinen richtigen Ersatz, das Glas in den Rahmen fehlt immer noch.

    In der nächsten Sequenz bereiten sich Jürgen und Phoo auf die Ankunft einiger Investoren vor, denen sie eine Beteiligung an ihrem Hotel schmackhaft machen wollen. Zwischendurch fällt mal wieder der Strom aus, was bei Jürgen zu einigen cholerischen Anwandlungen führt. Danach müssen sie die Trümmer eines Wegweisers zusammensammeln, der den Weg von der Hauptstraße zu ihrem wohl doch etwas abseits gelegenen Hotel erleichtern soll. Irgend ein Hirbel macht sich scheinbar einen Spaß daraus, das Teil in regelmäßigen Abständen zu zerpflücken, was Jürgens Begeisterung für Land und Leute nicht wesentlich verbessert.

    So, wenn man nun denkt, kurz vor dem Ende der zwei Stunden “Mein neues Leben” würden nun alle offenen Punkte der Stories geklärt und das wäre es dann, sieht man sich schwer getäuscht, um nicht zu sagen: enttäuscht. Kabel Eins hat nämlich das Konzept der Sendung geändert, in der nächsten Woche geht es laut Vorankündigung WEITER mit der Thailand- und mit der Mallorca-Geschichte. Also gibt es nicht nur keine richtigen Neuauswanderer mehr, sondern die ohnehin schon sterbenslangweiligen Stories werden auch noch zu endlosen Serien verlängert. So ein Mist!!! Glauben die vom Fernsehen echt, irgendwen interessiert es, ob die Grottenolme in El Urinal auch in der nächsten Woche ranziges Fleisch aus dem Container ziehen oder ob unsere fleißigen Reisfeldbewohner in Thailand-Nord einen Teilhaber finden? Wenigstens hat man Florida-Thomas abgesägt, aber der hat eh schon alles gesagt und gezeigt, im wahrsten Sinne des Wortes ALLES. Und was verbindet die drei Stories? Klar, in allen Geschichten liefern herrisch-überhebliche Deutsche die Fremdschämmomente, deshalb auch der ironische Titel dieses Blogs.

    Schade, früher war diese Serie mal ein interessantes Format, man konnte vom Sofa aus mit den Auswanderern mitzittern oder sich genüsslich über ihre Blödheit beömmeln. Offenbar hat das Fernsehen diese Spezies Mensch aber inzwischen bis zur Ausrottung gejagt und die heutige Sendung ist nun das Ergebnis. Wenn das in den nächsten Wochen nicht besser wird, kann mir “Mein neues Leben”, was das Bloggen anbetrifft, mal gepflegt den Buckel runterrutschen. :-(