Liebe Freundinnen und Freunde der rustikalen Unterhaltung,
urlaubsbedingt komme ich leider erst heute dazu, den Jahrgang 2010 an Möchtegern-Kandidaten der Agrar-Kuppelshow “Bauer sucht Frau” durchzuhecheln. Inka Bause schämt sich diesmal nicht, ganze 14 bedauernswerte Exemplare der Spezies “Lonesome Farmer” aus ihren Höhlen ins Scheinwerferlicht der erstaunten Öffentlichkeit zu ziehen. In der heutige “Spezialausgabe” von BsF präsentieren sich die Bauern von ihrer angeblichen Schokoladenseite, es handelt sich quasi um verfilmte Kontaktanzeigen. Welche Frau bzw. welcher Mann mediengeil genug ist, auf die Avancen zu reagieren und was am Ende daraus wird, sehen wir dann vermutlich im Herbst dieses Jahres, “gleiche Welle, gleiche Stelle”. Genug gelabert, nun wollen wir doch mal sehen, welchen Unsinn sich die Schreiberlinge von RTL ausgedacht haben und öffnen das Panoptikum der Landeier.
Inka Bause ergeht sich zunächst in einer Schulterklopfarie in eigener Sache, denn sie zählt die größten Kuppel-Erfolge der letzten Jahre auf: Ackerbauer Jürgen und seine Julia haben bereits Nachwuchbäuerchen produziert und der fromme Milchbauer Josef lebt mit seiner Narumol weiterhin glücklich im malerischen Chiemgau.
Bei einem dritten Landwirt macht sie es spannender, denn den singenden Schäfer Heinrich aus dem Sauerland, einen Restposten aus einer früheren Staffel, erleben wir zunächst nur in Rückblenden. Nach zwei Fehlschlägen gewährt ihm RTL diesmal noch eine letzte Chance. Obwohl Heinrich modetechnisch mit seinem schräg-karierten Polyacryl-Pollunder und der fadenscheinigen Specktolle eigentlich eher Fluchtreflexe wecken müsste, scheint sein stockend und in rührender Einfalt vorgetragener Aufruf an die Holden dieser Welt bei Raumpflegerin Melanie tatsächlich verfangen zu haben. Und nicht nur das: Wir haben Glück, dass RTL offenbar vor kurzem die Zeitreise erfunden hat, denn das Fernsehteam ist zufällig dabei, als Melanie die Sendung sieht und wir können ihr über die Schulter schauen, wie sie die Postkarte an RTL schreibt, aufgrund derer später das Fernsehteam bei ihr erscheint um zu filmen, wie sie die Karte schreibt aufgrund derer das Team bei ihr erscheint… usw. Ja, um sich hier als Zuschauer nicht fortwährend mit der flachen Hand vor die Stirn zu schlagen, sollte man entweder volltrunken oder Vollidiot sein.
Wie auch immer, jedenfalls sehen wir in der nächsten Szene, wie Schäfer Heinrich ziemlich gehemmt mit Melanie auf einer Parkbank sitzt, auf dem Kopf eine unsäglich dämlich aussehenden Trachtenkappe. Im Hintergrund spielt RTL die bekannte Miss-Marple-Melodie, während die beiden Laiendarsteller durch den vorgegebenen Text holpern. Der zur Belohnung von RTL organisierte Besuch von Melanie im Sauerland fällt natürlich derb-rustikal aus, eben nach BsF-Standard und ohne Rücksicht darauf, dass die Protagonisten eventuell an diesem Ort weiterhin leben wollen. Heinrich holt Melanie selbstverständlich in vollem Schäfer-Ornat mit Schäferhund und Bollerwagen von der Bushaltestelle ab. Wenigstens haben die Fernsehfuzzis nicht auf das Mitbringen der gesamten Schafherde bestanden… Ebenfalls schon BsF-Standard ist die ältliche Mutter des Bauern, die die Möchtegern-Schwiegertochter kritisch beäugt, um dann im geeigneten Moment anzugreifen und die Liaison mit drei, vier Silben zu beenden. (Wir erinnern uns dankbar an die Küchenszene von Dieter und Heike in der letzten Staffel.)
Diesmal läuft es für die Bewerberin besser, denn Melanie hat für Heinrichs Mutter ein selbstgesticktes Kitschbild dabei und kriegt von dieser postwendend bescheinigt, sie mache einen “akkuraten” und “sauberen” Eindruck. Na, da ist das Happy-End ja schon vorprogrammiert… In einer nicht enden wollenden Folge weiterer Szenen erleben wir Melanie dann vor, während und nach dem Probekochen unter den milden Augen ihrer möglicherweise zukünftigen Schwiegermutter. Es gibt Wurstgulasch und jede Menge völlig sinnfreies Gelaber aller Beteiligten, dessen Wiedergabe ich mir schenke. Die Drehbuchschreiber lassen das Ganze in dem inszenierten Versuch des singenden Bauern gipfeln, sich seine Auserwählte mit einem Glas Schampus gefügig zu machen. Das geht zunächst etwas nach hinten los, denn Heinrich zeigt sich dem Umgang mit Schaumwein nicht gewachsen und Melanie muss die Sache in die Hand nehmen. (Vielleicht sollte man beim nächsten Mal lieber ein Getränk mit Schraubverschluss nehmen.) Hinterher, so hat RTL es beschlossen, dürfen die beiden etwas miteinander kuscheln und Heinrich überreicht Melanie dafür zur Entschädigung ein zusammengerolltes Schafsfell. Lauf, Melanie, lauf, lauf, LAUF!!!! (BTW: Wieso eigentlich “singender” Schäfer, habe ich da etwas verpasst bzw. ist da ein Kelch an mir vorüber gegangen?)
Schnell geht es zum ersten Neubewerber, dem 28jährigen Milchbauern Volker aus Ostfriesland. Die Rolle des beknackten Friesen wurde in der letzten Staffel von Claus Clausen gespielt, der damals übrigens nur aufgrund einer Wette seinen Allerwertesten in die Kamera geschubbert hatte, wie sich nachträglich herausstellte. Volker wird wohl versuchen, den Ruf der Nordlichter wieder etwas gerade zu rücken. Er wirkt eigentlich ganz freundlich, hat aber die bedenkliche Angewohnheit, alle seine Kühe beim Namen zu nennen. Seine Vision von Romantik ist es, mit seiner Traumfrau ein Picknick am Strand zu machen und sich dabei den Sonnenuntergang anzusehen. Ach ja, sportlich-schlank soll die Betreffende sein und kochen und tanzen soll sie auch können, darauf legt sich Volker schon mal fest. Zuschriften bitte an den RTL-Landfunk.
Jetzt springen wir in den “herrlichen” Odenwald, wo der unbeweibte “romantische” Bio-Bauer Johannes haust, dem nicht nur die richtige Frau, sondern offenbar auch der Frisör fehlt. Zusammen mit ihm, seinem Vater und dem Hund Rex leben zahlreiche Pferde, Rinder, Schafe, Gänse, Enten, Hühner, Tauben und Karnickel auf dem Hof. Die Anforderungen an die Bewerberinnen sind recht konkret: Groß, naturverbunden, 30 bis 40 Jahre alt, humorvoll, aber nicht streitsüchtig. Also alle Frauen aufgepasst, die mal einen sesshaft gewordenen Späthippie entlausen wollen, der Johannes wirkt nicht unsympathisch…
Weiter geht’s nach Nordhessen zum sportlichen, unternehmungslustige, aber einsamen Kleinbauern Norbert. Was ist denn bloß ein “Kleinbauer”, etwa so ein laufender Meter wie Dieter aus der letzten Staffel? Norbert ist mit 60 Jahren jedenfalls schon ein paar Semester älter und sensibel, wie RTL eben ist, kriegt er deswegen als Hintergrundmusik einen der letzten, schon etwas altersschwach klingenden Titel des seligen Johnny Cash. Aber eigentlich wirkt Norbert ganz nett, auch wenn der erste und zweite Lack (und die Haarpracht) schon etwas ab ist. Wie hörte ich doch gerade neulich in einer der Heidi-Kabel-Gedächtnis-Wiederholungen vom Ohnsorg-Theater: “Auch der Herbst hat noch ein paar warme Tage.”
Und wieder retour in den Süden, nach Oberbayern, wo der “gemütliche” Gemüsebauer Markus bislang vergeblich nach Liebe und Zärtlichkeit sucht. Stattdessen steckt er seine Energie vor allem in die Aufzucht von Salat, Paprika, Tomaten usw. Hier und da scheint er auch ein paar ungesünderen Genüssen nicht ganz widerstehen zu können, worauf seine – sagen wir mal – eher knuffige Gesamterscheinung schließen lässt. Vollmondgesicht, unmodische Brille und hautenges Karohemd tun ihr übriges, so dass Markus bereits im eher zarten Alter von 24 Jahren den frauentechnischen Offenbarungseid leisten und Inka Bause zu Hilfe rufen muss.
Eher originell mutet der nächste Bewerber an, der hier nur unter seinem Künstlernamen Lämmes auftritt und auch ansonsten einen, hmmm, eher speziellen Eindruck macht. RTL betitelt den 39jährige als “ehrlichen” Schäfer, womit ja dann im Umkehrschluss wohl alle anderen Schäfer generell als unehrlich zu gelten haben. Lämmes wohnt in der Eifel mit 100 Schafen und 20 Hasen, die lt. Inkas Off-Kommentar aber nicht die Sehnsucht in seinem Herzen stillen. Das wäre ja auch noch schöner. Also, Frauen dieser Welt, vielleicht ist Lämmes ja genau der ungeschliffene Rohdiamant mit einem Schuss Exotik und leichtem Stich ins Sonderbare, auf den Ihr immer gewartet habt.
Als nächster Kandidat kriegt nun der – man ahnt es – “lustige” Ackerbauer Willy aus der nordhessischen Provinz die Chance, sein Leben nachhaltig durch eine Beziehung zu vermurksen. Willy könnte man getrost als Spätentwickler bezeichnen, denn jetzt, im gesegneten Alter von 48 Jahren, fühlt er sich endlich reif genug für seine erste Freundin. Aber auch bei RTL läuft in diesem Fall wohl etwas quer, denn wir sehen den angeblichen “Ackerbauern” bei der Arbeit im Kuhstall – bei seiner Berufsbezeichnung hätte ich eigentlich eher mit Rüben oder Kartoffeln gerechnet. So kann man sich irren als blöder Städter… Übrigens gestattet das Fernsehen Willy noch einen Bonustrack, der darf nämlich eigenhändig noch ein paar liedähnliche Tonfolgen aus dem Akkordeon absondern, allerdings bezweifle ich, dass er damit bei hörenden Damen sonderlich Eindruck schindet, eher im Gegenteil. Sehenswert sind allerdings die kulinarischen Fähigkeiten des Bauern: Er schmiert sich das wahrscheinlich dickste Wurstbrot aller Zeiten und mümmelt es direkt vor der Kamera auf. Mahlzeit! Mit einem schiefen Grinsen verabschiedet sich Willy einstweilen und wir ziehen weiter in der ultimativen Chartshow für grenzdebile Dorftrottel.
Nun kehren wir zurück in die Eifel, eine in Beziehungsfragen offenbar besonders notleidende Region (siehe oben “Lämmes”). Diesmal trifft es die Quad-fahrende Kuhbäuerin Karina. Mit 26 Jahren noch unbemannt, da macht sich frau schon so langsam Gedanken. Von ihrem Traumprinzen hat sie ziemlich konkrete Vorstellungen: Sie sucht einen lieben, treuen, netten, tierlieben, großen, ggf. kräftigen Mann, unbedingt mit “vollem Haar”.
Die Beschreibung passt gleich auf unseren nächsten Kandidaten, den “charmanten”, dauergrinsenden 43jährigen Schweinebauern Harald aus dem “idyllischen” Mittelfranken. Zwar wartet der schon seit 15 Jahren auf eine holde Maid und ist demzufolge auch schon leicht angegraut, hat allerdings tatsächlich noch eigene Haare und ist schon berufsbedingt sehr tierlieb. Was es mit den 15 Jahren Wartezeit genau auf sich hat, erklärt uns RTL nicht, aber man muss und will ja auch nicht alles wissen. Harald behauptet jedenfalls, tierisch gut drauf zu sein, holt zum Beweis sein Motorrad aus dem Stall und brettert damit einmal quer durchs Bild hinein in die mittelfränkische Pampa.
Und wieder zurück ins “schöne” Sauerland. Man sollte eigentlich denken, Bauer Heinrich, der angeblich singende, habe sämtliche RTL-Bonuspunkte für diesen Landstrich auf Jahre hinaus verbraucht. Aber das geht wohl nach anderen Kriterien, jedenfalls kommen wir jetzt zum erst 21jährigen Rinderwirt Lukas. Der wohnt zwar noch mit seinen Eltern unter einem Dach fühlt sich aber, so behauptet Inka aus dem Off, tief in seinem Herzen einsam. Seine zukünftige Partnerin sollte aufgeschlossen gegenüber anderen Menschen sein und “gepflegt rüberkommen”. Da scheinen wohl die Eltern ein nicht unerhebliches Wörtchen bei der Partnerwahl mitreden zu wollen, das hört sich für mich jedenfalls nicht nach den Eigenschaften an, mit denen andere 21jährige ihre Freundinnen aussuchen. Mal sehen, wie viele “gepflegt aussehende” Damen es sich mit dem Rinderwirt vor dem Kamin in seinem vollvertäfelten Jungszimmer gemütlich machen wollen…
Auch Ostfriesland kommt nun schon zum zweiten Mal, denn hier lebt der “fesche” Rinderwirt Holger, der uns gleich alle relevanten Daten aufnötigt: 42 Jahre alt, 182cm groß, 85kg schwer, 50 Kühe und 60 Jungtiere. Toll. Ach ja, seine Zukünftige soll schlank und tierlieb sein und seinem Fortpflanzungswunsch (”Ableger”) möglichst aufgeschlossen gegenüber stehen.
Der “treue” Getreidebauer Christian stammt aus Niederbayern, steht in seiner etwas zu engen knallroten Jacke vor einem blühenden Rapsfeld und sagt sein auswendig gelerntes Sprüchlein in die Kamera. Hinterher knattert er dann noch mit einem leicht museal aussehenden Trecker über die Felder. Dochdoch, er wirke zwar äußerlich etwas tough, habe aber innen drin einen butterweichen Keks Kern, versichert der 37jährige. Seine Traumfrau solle schlank sein, einen Bauch habe er schon selbst, lacht der Landmann. Mein Finger auf der Fernbedienung zuckt unwillkürlich…
Der “herzliche” Nordhesse Marcel ist 28 Jahre alt, züchtet Schafe und sucht – wen überrascht es noch? – die Frau fürs Leben. “Herzlich” ist bei RTL immer ein Synonym für undürr, um nicht zu sagen: mopsig. Marcel teilt sich seine Bleibe mit den Eltern und einem Opa; die Zukünftige sollte also nicht nur tierlieb sein, sondern auch etwas für äh, sagen wir mal “Nestwärme” übrig haben.
Und JAAAAAAA, nun kommt ganz unverhofft ein kurzes Zwischenspiel im “malerischen” Chiemgau beim verstockt-katholischen Josef und seiner fernöstlichen Perle Narumol, den unangefochtenen Superstars der letzten BsF-Staffel. Kurz vor der im Juli geplanten Hochzeit geht es heute um den weltbewegenden Epochalvorgang des Weißwurstkochens. Leider hat die RTL-Patte noch immer nicht für den Volkshochschulkurs “Deutsch für Anfänger” gereicht, aber das würde ja andererseits auch den Dolmetscher arbeitslos machen, der das unverständliche Gebrabbel der beiden Protagonisten als Untertitel ins Bild tippt. Josef hat wohl irgendwie die Regieanweisungen des Fernsehens missverstanden, denn er hantiert völlig overdressed im grünlichen Abendanzug in seiner Küche herum und auch Narumol sieht mit ihrem lebhaft blauen Kleid nicht unbedingt so aus, wie ich mir die typische Kuhbäuerin in einem Kaff am Rande der bewohnten Welt vorstellen würde.
Nach einem in heiligstem Ernst vorgetragenen Stoßgebet nehmen die beiden am bäuerlichen Küchentisch Platz und beginnen mit der Einnahme des aus je einer (!) Wurst bestehenden Mittagessens. Josef betreibt weiterhin Narumols möglichst vollständige Assimilierung der seit Jahrhunderten bewährten bayerischen Lebensart. Heute bringt er ihr den korrekten, aber unappetitlich anzusehenden Verzehr der Wurst bei, indem er die Wurstmasse aus dem Darm lutscht und saugt (der Bayer sagt “zuzelt”). Gut, dass ich heute Abend schon gegessen habe – im Gegensatz zur armen Narumol. Für Josef haben die RTL-Schreiberlinge hinterher noch einen Text zusammengeklöppelt, der komplett untertitelt werden muss und nicht nur linguistisch grenzwertig bleibt. Während im Hintergrund mal wieder die Titelmusik von “Dick und Doof” spielt, dankt Josef nämlich dem Lieben Gott dafür, eine bayerische Freundin gefunden zu haben. Hä??? Also weniger bayerisch, als eine in Kiel lebende Thailänderin, die Weißwurst hasst, geht es doch kaum noch.
Zurück zum Alltagsgeschäft, es geht ins “beschauliche” Baden-Württemberg zum “schüchternen” Schwaben Martin. Ach, ich liebe bei dieser Sendung die inflationäre Verwendung euphemistischer Adjektive, die gelegentlich einen Aszendenten ins Groteske haben. Besonders die Dopplung der Anfangsbuchstaben kommt immer gut: der “fesche Friese”, der “herzliche Hesse”, der “gemütliche Gemüsebauer”, der “singende Schäfer” und jetzt eben der “schüchterne Schwabe”. Dagegen warte ich noch immer auf den “widerlichen Westfalen”, den “fetten Franken”, einen “renitenten Rheinländer” oder den “dämlichen Dithmarscher”. Aber das kommt vielleicht noch mal irgendwann. Zuerst aber kommt, wie gesagt, der “schüchterne” Schwabe Martin. Mit Schüchternheit allein kann man nicht viel Geld verdienen, deshalb hat sich der 29jährige den hoch angesehenen Job des Hühnerbauern zugelegt. Gemüse züchtet er eigentlich auch, aber das liefert nicht so tolle Bilder, wie der Umgang mit dem Federvieh. Ob seine etwas gehemmt wirkende Vorstellung zu positiver Resonanz bei der Damenwelt führen wird, scheint mir fraglich, zu wünschen wäre es ihm aber.
Der letzte Kandidat ist der “rüstige” Hühnerwirt Gerhard aus der Oberlausitz, der mit seinen 67 Jahren möglicherweise den Allzeit-Rekord für den ältesten BsF-Bewerber aufstellt. Aus naheliegenden Gründen verzichtet Gerhard auf eine Spezifikation seiner Möchtegern-Partnerin, er nimmt im Grunde genommen alles, was auf zwei Beinen daherkommt.
Das war’s, das sind die Bauern der 2010er-Staffel von Inkas Kuppelshow. Irgendwann im Spätherbst sehen wir uns wieder, wenn es draußen ungemütlich kalt wird und das Weihnachtsfest in greifbare Nähe rückt. Kurz vor dem Fest der Liebe kommt das Fest des Fremdschämens, bei RTL auch “Scheunenfest” genannt. Dann sitzen wir Zuschauer für ein paar Wochen gebannt bis amüsiert vor den Bildschirmen und wärmen Herzen und Zwerchfell an den rührend-naiven Versuchen der Bauern, ihrem Schicksal als Single zu entfliehen. In der Regel geht das ja aus wie das Hornberger Schießen, wenn man sich mal die Abschlussbilanz der 2009er-Staffel ansieht.
Eine Ausnahme gibt es allerdings, hier hat Gott Amor himself die Hand im Spiel gehabt und zwei wahrhaft Liebende zusammengeführt, deren Schicksal zeigt, dass die Globalisierung auch ihr Gutes hat: Josef und Narumol. Wie ich schon vor langer Zeit (aber IRONISCH) vermutet hatte, werden die beiden nun tatsächlich am 12. Juli 2010 vor laufenden Kameras im – hatte ich das schon gesagt? – malerischen Chiemgau in den heiligen Stand der Ehe treten. Ich werde natürlich an dieser Stelle meinen lästerhaften Segen zu dieser Verbindung geben. Und selbstverständlich etwas zeitnäher als bei der Sendung vom 24.05.2010, versprochen.
Erst Kronprinzessin Viktoria von Schweden und ihr Fitnesstrainer Daniel, nun Josef und Narumol, welche romantischen Überraschungen hält das Jahr wohl noch für uns bereit, vielleicht eine Hochzeit im Hause Ludolf??? Wer weiß…






June 29th, 2010 at 4:06 pm
*prust* Hochzeit im Hause Ludolf – vielleicht mit Melanie? Sie könnte mit ihrem Wurstgulasch bestimmt auch dort punkten.
Das hat sie nämlich schon als Testessen bei “Schwiegertochter gesucht” gezaubert. Hat leider offenbar keine dauerhafte Bindung entstehen lassen. Und wenn sie bei BsF durch ist, hat sie bestimmt viel Zeit und mal ehrlich – bei den Ludolfs gibt es ja nicht nur jede Menge Räume zu pflegen…
Diese Staffel von BsF ist ja fest in nordhessischer Hand. Spart RTL so Produktionskosten?
July 2nd, 2010 at 2:20 pm
Danke, dass du uns schonmal einen Einblick in die kommende BsF-Staffel gegeben hast. Die Bauern geben offenbar genug Brisanz für den ein oder anderen Blogeintrag. Ich freue mich!