Fanfare und feierlicher Tusch!!!
Da ist er nun also, der Abend aller Abende, das donnernde Finale dieser merkwürdig farb- und lieblosen siebten Staffel von “Deutschland sucht den Superstar”. Dieter Bohlen hat geladen und alle, alle sind gekommen… wobei: genau genommen sind doch nicht alle gekommen, denn Nina Eichinger war unvorsichtigerweise zu Papis Geburtstagsfeier in L.A. und wegen der Geschichte mit der Island-Lavawolke hat es nun ihre Rückflugpläne zerbröselt. Und was lernen wir daraus? Klar, bucht niemals eine Fernreise, ohne vorher den Vulkanologen Eures Vertrauens zu konsultieren! Seitdem Kachelmann eingebuchtet wurde, geht beim Wetter echt alles schief…
Apropos Knast: Auch für den kommenden Superstar Menowin ziehen bedrohliche Wolken am Firmament auf, denn lt. Bild-Zeitung, die ja bekanntlich alles (besser) weiß, liegt gegen Bohlens musikalischen Ziehsohn eine Anzeige wegen Vergehens nach dem Betäubungsmittelgesetz vor. Soll heißen: Angeblich hat der gute Mann größere Mengen Kokain besessen, angeblich auch vertickert, vielleicht sogar im DSDS-Loft!!! Was Helmut in Rekordzeit und zu Recht den Kopf gekostet hat, entlockt Menowin nur ein müdes Arschrunzeln, denn er ist auf Du und Du mit Dieter, dem Paten. Der wird mit Sicherheit alle Hebel in Bewegung setzen, damit die Staatsanwaltschaft erst nach der Sendung so richtig zu ermitteln beginnt. Bei Bohlen rattert im Hinterkopf schon die Geldzählmaschine, deshalb ist er wild entschlossen, alle und alles hinwegzufegen, was sich zwischen ihn, Menowin und die Penunze stellen könnte. Wir werden heute Abend sehen, wie weit er dabei zu gehen bereit ist, Vorhang auf!
Der nervige Marco Schreyl, der nach dem heutigen Finale hoffentlich wieder schön lange in der medialen Versenkung verschwindet, hat offensichtlich ausgiebig in seinem Poesiealbum nach gewalttätigen Vokabeln für seine letzte Eröffnungsansage geblättert. Er schwadroniert etwas über die ehemals innige Freundschaft zwischen Mehrzad Marashi und Menowin Fröhlich, aus der im Laufe der Mottoshows eine erbitterte Feindschaft geworden sei, so episch, dass Deutschland in seiner Zuneigung für den einen oder anderen der beiden wieder zur geteilten Nation wurde. Der Kampf dieser zwei Erzfeinde sei sooooo persönlich, es gehe wirklich “Mann gegen Mann”. Wir sehen die zwei Typen mit “unbedingtem Kampfes- und Siegeswillen”, die in kleinen Einspielsequenzen ankündigen, heute könne ALLES passieren und sie seien bereit, ALLES für den Sieg zu tun. Mehrzad droht, er wolle die Furcht im Auge seines Gegners sehen, der wiederum vergleicht sich mit einem Kampfstier in der Arena, der mit den Hufen stampft und auf das Öffnen der Gitter wartet. Das muss man, glaube ich, zumindest bei Menowin für bare Münze nehmen, der hat Erfahrung mit dem Leben hinter Gittern. Daniel Schumacher, der übrigens am Bühnenrand sitzt, kann von Glück sagen, dass er nicht heute, sondern schon letztes Jahr im Finale war, so ein liebes Weichei wie ihn hätte Menowin doch bereits vor dem Frühstück inhaliert – und Benny Kieckhäben gleich hinterher.
Zu den Klängen von Dieters akustischem Abführmittel “Real Love” kommt die Jury ins Studio. Wir erinnern uns: In der letzten Woche wurde uns der diesjährige Ballermann-Soundtrack von Bohlens eigenem Geschöpf Mark Medlock in höchsteigener Person serviert – und nun kriegen die beiden dafür sogar gleich noch mal GEMA-Tantiemen. Die beiden Herren der Schöpfung, Dieter Bohlen und Volker Neumüller, haben sich in mehr oder weniger (Volker) gut passende schwarze Anzügen gezwängt und sich Krawatten umgehängt – oder das, was sie (Volker) dafür halten. In ihrer Mitte schleppen sie Sylvie van der Vaart mit auf die Bühne, eine Jury-Imitatorin mit chronischem Lachzwang aus dem Heimatland von Rudi Carrell, wo Genever und Käse fließen. Sylvie wird Nina Eichinger vertreten, die aus den oben genannten Gründen heute Abend von der Teilnahme am DSDS-Finale befreit ist.
Nach dem großen Gelaber startet endlich der musikalische Teil des Abends. Zur Verzierung hat man für das Anfangslied tatsächlich alle bisher ausgeschiedenen Top-10-Kandidaten exhumiert – mit Ausnahme von Helmut Orosz, der vermutlich gerade auf Entzug ist. Wie schon in der allerersten Mottoshow am 20.02.2010 singen sie zusammen “I gotta feeling” von den Black Eyed Peas. Marcel “Plüschi” Pluschke tanzt wie immer konsequent gegen den Takt und hat offenbar noch immer nicht seine Affinität zu bäuerlich wirkenden Karohemden überwunden, während Thomas “der Checker” Karaoglu wohl weiterhin sein eigener größter Fan ist. Größte Überraschung ist, dass die drei Mädels Steffi Landerer, Ines Redjeb und Kim Debkowski (entsprechend dem Niveau der Sendung absteigend nach Oberweite sortiert) keinen einzigen Ton versemmeln. Angesichts des zu erwartenden Gemetzels der beiden Hauptprotagonisten des heutigen Abends war das nur eine harmlose Fingerübung. Das Publikum will jetzt eigentlich Blut sehen und spendet nur einen lauwarmen Applaus.
Während sich die früh verblichenen sieben Ex-Kollegen verdrücken, kommen dann endlich Mehrzad, mit grüner Jacke und Basecap und Menowin in blauen Klamotten auf die Bühne. Sie liefern sich mit “I came for you” von den Disco Boys ein aggressives Posingduell. Dieser Auftritt scheint direkt vom Band zu kommen, jedenfalls stimmen Ton und Mundbewegungen nicht überein und bei dem irrsinnigen Gehüpfe dürfte man eigentlich auch gar nicht mehr singen können. Tatsächlich singen werden die beiden heute jeder drei Mal, nämlich zuerst mit einem “Herzenssong”, danach mit ihrem individuellen “Staffel-Highlight” und zum Schluss müssen beide – quasi als ultimativer Härtetest für Stimmbänder und Mägen – einen brandneuen Titel von Dieter Bohlen zu Gehör bringen.
Nach einem inhaltsleeren Interview von Marco mit Mehrzads Schwester, die sich überraschend als Fan ihres Bruders outet und einem Einspieler von seiner zukünftigen Ex-Freundin, die ihrem Gatten in spe viel Glück wünscht, tritt Mehrzad Marashi mit seinem Herzenssong “Endless Love” von Lionel Richie auf. RTL hat tief in den Spesentopf gegriffen und lässt für diesen Auftritt jede Menge echt brennende Ringe in Herzform springen. Der Titel ist eher langsam und langweilig, wie ich finde, die perfekte Musik für romantische Stunden im Autokino, aber nicht wirklich der Bringer für das DSDS-Finale. Da kann Mehrzad nicht viel falsch machen, wie er da so im schwarzen Anzug mit rotem Hemd, schwarzer Fliege und dem obligatorischen Lederhut, aber ohne wesentliche Choreografie singt. Der Jury ist es egal, das war ein “supertoller” Auftritt, hören wir nacheinander von Dieter, Sylvie und Volker.
Ein weiteres Interview mit Marco im intellektuellen Vakuum folgt. Diesmal erklärt Menowins Mama, was an der Stimme ihres Filius denn so einzigartig sei: Ja, dass die einzigartig sei, sei eben das einzigartige. Uiuiui, nicht so schnell, das muss man erst mal verdauen. Später greint sie dann noch in einem Einspieler, bittet ihren Sohn um Verzeihung, denn er habe bisher durch ihre Schuld kein gutes Leben gehabt. Wie das wohl die Leute sehen, denen Menowin im Laufe seiner kriminellen Karriere das Leben schwer gemacht hat, da gäbe es bestimmt etliche…
Menowin Fröhlich quittiert die Einlassung seiner Erzeugerin mit einem cool-knappen “Entschuldigung angenommen” und steigt dann auf die Bühne. Komplett in weiß gekleidet, inklusive eines albern aussehenden Huts, gibt er in der ersten Runde Dionne Warwicks Titel “That’s what Friends are for”. Auch hier zeigt sich RTL generös: Während der angestrengt wirkende Menowin sich im wabernden Bühnennebel einen abknödelt, hüpfen zahlreiche Mädchen in weißen Kleidchen um ihn herum. Erst dachte ich, das wäre irgendwie ein Kinderchor und da käme noch ein Einsatz, aber nein, keine Angst, die hüpfen wirklich nur. Ganz am Ende gibt es dann ein rührendes Bild, wie sie alle zusammen winken, der Möchtegern-Superstar mittendrin. Volker muss diesmal für Dieter den Büttel machen und darf Menowin bis zum Erbrechen loben: hammergeil, unfassbar, hunderttausend Prozent Respekt (!) Sylvie will es ihm gleich tun, macht sich dann aber zum Gespött der Halle mit “ich bekomme ein Weichei”.
In seinem nächsten Titel, dem Staffel-Highlight, wiederholt Mehrzad Marashi “Fresh” von Kool & the Gang. Also, ich mag es ja fast nicht schreiben, aber irgendwie wirkt der Kandidat auf mich heute gebremst, nicht voll konzentriert und etwas emotionslos. Auch die Tänzer, die mit ihm zusammen auf der Bühne stehen, machen einen müden Eindruck und scheinen die Choreografie rätselhafterweise nicht voll zu beherrschen. Ich kriege so langsam ein dumpfes Gefühl in der Magengegend, dass Mehrzad heute nur zweiter Sieger wird… Die Jury ist trotzdem des Lobes voll, auch wenn Dieter so ein kleines bisschen Unsicherheit herausgehört haben will, womit er wohl nicht ganz Unrecht hat.
Dagegen läuft bei Menowin Fröhlich auch in Runde Zwei alles nach Plan. Er performt “Billie Jean” des seligen Michael Jackson, trägt dafür die passende goldbetresste schwarze Zirkusuniform und verfügt darüber hinaus auch über wache Tänzer. Und zwischendurch ist da wieder der kämpferisch-aggressive Gesichtsausdruck einer Muräne, den Menowin immer dann zeigt, wenn er Ninas mehrfach geäußerte Ermahnung vergisst, doch nicht immer so fies zu gucken. Klar, dass Dieter und die ihm treu ergebenen Jury-Vasallen sich auf die Seite der Menowinisten-Sprechchöre stellen und die gerade gelaufene Nummer in sich überschlagenden Superlativen abfeiern. Dieter Bohlen lässt alle Neutralität fahren und bemüht sogar seinen direkten Draht zum Lieben Gott, mit dem er vermutlich auf Augenhöhe parliert: “Michael Jackson hat gerade im Himmel gesessen mit Daumen hoch! Das war absoluter Wahnsinn!!!”
Runde Drei. “Don’t believe” heißt das von Bohlen extra für das DSDS-Finale fabrizierte Machwerk. Er selbst ist superstolz auf den Titel, der habe einen Stimmumfang von zwei Oktaven, sei deshalb “megaschwer” zu singen und verlange den Künstlern alles ab. Da muss er sich wohl selbst mal was beweisen, als ob das ein Gütesiegel für einen Titel ist, dass man ihn nur schwer singen kann! Update 19.04.2010: Blog-Leserin Jola schrieb mir als bekennender Daniel-Schuhmacher-Fan, dass Bohlen den Titel genau genommen für den letztjährigen DSDS-Gewinner kreiert hatte und wegen des öffentlichen Zerwürfnisses zwischen den beiden dann in der Schublade verschwinden ließ, um ihn jetzt für das Finale 2010 zu reanimieren. Komisch, wieso der Aufwand mit der Schublade, die Ergüsse aus Tötensen hören sich doch sowieso alle völlig gleich an, oder? Erst die Tatsache, dass Onkel Dieter seinen Dreck überhaupt auseinander halten kann, stellt doch die eigentliche künstlerische Leistung dar…
Mehrzad Marashi macht wieder den Anfang. Er trägt mittlerweile komplett tannengrüne Klamotten, auch einen grün glitzernden Hut, womit er insgesamt etwas an einen Waldschrat auf Speed erinnert. Dieters angebliches Knochenbrecherlied entpuppt sich als hundertzwanzigster Aufguss seiner üblichen Drei-Akkorde-Mucke mit wahllos aneinandergeklatschten englischen Vokabeln. Ein so simpel gestricktes Lied hätte Mehrzad unter normalen Umständen bestimmt nicht mal im Casting gesungen. Wenn man bedenkt, dass der DSDS-Gewinner hinterher mit diesem Stück, seinem “Gewinnersong”, auftreten muss, dürften die Finalisten echte Zweifel kriegen, ob sie heute nicht besser verlieren sollten. Bohlen ist jedenfalls verzückt, ihm fielen zu Mehrzads Interpretation seines Liedchens nur Komplimente ein, sagt er. Sylvie hat ihren Vertrag gut gelesen, insbesondere die Schleimklausel, und dankt zuerst Dieter für diesen “tollen Song”, danach aber auch Mehrzad. Selbst Volker bekennt sich zu einer Gänsehaut, das sei ein Supertitel gewesen. Oh Mann, ich wette, der hat Zuhause keine einzige Modern-Talking-CD und muss jetzt seinem Arbeitgeber Bohlen Honig um den Bart schmieren, damit er auch in der achten Staffel wieder mitspielen darf.
Nun kommt der selbe blöde Titel nochmal, jetzt mit Menowin Fröhlich, dem übelblickenden Kinderschreck. Und nein, der Song wird bei mehrmaligem Hören nicht besser, sondern eher noch langweiliger. Menowin zuck-tanzt im blauen Anzug im Nebel und vor einem grünen Lasertunel. Die Pro-Menowin-Sprechchöre verhindern danach fast die Urteilsverkündung, so sehr scheinen sie sich zu freuen, dass ihr Idol an Bohlens einfältiger Nummer nicht gescheitert ist. Dessen Verursacher gibt wieder den Tenor für die restliche so genannte Jury vor: Das sei ein Knaller gewesen, genial gesungen und überhaupt. Sylvie und Volker ergehen sich in Komplimenten, bei Volker überschlägt sich sogar die Stimme, als er seine vermutlich sorgfältig vor dem Spiegel geprobten Lobeshymnen aufsagt. Schade, von dem hatte ich echt mal einen besseren Eindruck, aber heute hat er scheinbar sein Rückgrat in der Garderobe stehen gelassen.
Nicht besonders überraschend, dass die Jury dann zum Ende der Show ihre Tages- und Staffelsiegschätzung zugunsten von Menowin abgibt. Das hätte man als geneigter Zuschauer schon vor gut zwei Monaten ahnen können. Man konnte sich nur nicht vorstellen, dass Dieters Staffel-Dramaturgie ähnlich beschränkt ist, wie sein musikalischer Einfallsreichtum, von dem wir ja gerade eben wieder mal Zeuge geworden sind.
Etwa eine Stunde später wird es Ernst, nachdem die hoffentlich allerletzte Ätherverpestung mit den doofen Mädchen, oder wie sich diese aus präpubertären Rülps- und Pups-Pointen bestehende Sendung schimpft, zu Ende ist. Der in der Top-8-Show ausgeschiedene Nelson Sangaré kommt kurz zu Worte und darf die ganz offensichtlich zugunsten von Menowin vorgefasste Jurymeinung kritisieren. Dann müssen beide Finalisten zur Strafe für ihre impertinente Langlebigkeit noch einmal den Inner-Circle-Titel “Sweat (A la la la la long)” aus dem Karibik-Recall wiederholen.
Und schließlich geht es endgültig ans Eingemachte, denn nun kommt Marcos quälend langsame Urteilsverkündung. Okay, das muss man auch wieder verstehen, er will das auskosten, denn das ist der einzige Moment, wo er wirklich etwas zu sagen hat. Danach kann er sich wieder bis zur nächsten Staffel aufs Ohr hauen und wir sollten alle die Daumen drücken, dass RTL bis dahin jemanden findet, der die Moderation etwas weniger selbstverliebt erledigt.
Beide Kandidaten stehen minutenlang unbeweglich auf der Bühne, während Marco labert und labert und labert. Vermutlich zieht währenddessen noch einmal ihr gesamtes Leben mehrfach an ihnen vorbei. Plötzlich aber kommt die lang erwartete Formel “…und Superstar 2010 ist… MEHRZAD MARASHI“.
Upps, äh, nanu, wie jetzt, verhört? Nochmal zurückgespult und tatsächlich: Hurra, Mehrzad ist Superstar und Menowin ist es NICHT! Interessant übrigens dessen Reaktion. Er hat schon halb den Arm zur Siegerfaust hochgereckt, als er realisiert, dass er ja gar nicht Mehrzad heißt und dann entgleitet ihm völlig das Gesicht, die Muräne ist wieder da. Während Mehrzad von seinem Vater und anderen Fans auf den Schultern herumgetragen wird, steht Menowin komplett apathisch, ja geradezu traumatisiert am Rand der Bühne und stiert wüst vor sich hin. Wenn Blicke töten könnten, lebte in der Halle jetzt niemand mehr. Offensichtlich war er völlig unerschütterlich davon ausgegangen, dass er den Sieg hundertprozentig in der Tasche hat, immer schon und ganz besonders nach der Lobhudelei der Jury von heute Abend. Auch ich hätte nach der heutigen Show auf Mehrzad keinen Pfifferling mehr gewettet, Gott sei Dank lag ich damit verkehrt.
Mehrzad ist ähnlich sprachlos wie sein Kontrahent und umarmt diesen sogar zum Trost. Nun öffnen sich bei Menowin die Schleusen, er vergräbt seinen rasierten Kopf im grünen Jackett des neuen Superstars und fängt an zu weinen. Weil er auch keine sinnvollen Antworten mehr ins Mikrofon stammeln kann, wird er dann schließlich von Marco von der Bühne gezogen. Die wird nämlich gebraucht für Mehrzads Wiederholung des Bohlenschen Siegertitels, den man – geschäftstüchtig, wie RTL ist – auch ab sofort downloaden kann. Neinneinnein, auch wenn die das noch hundert Mal spielen, das Lied ist Mist und sollte schleunigst wieder vergessen werden.
Keine Ahnung, wie Mehrzads Karriere weitergeht. Vermutlich wird das Siegerlied ein kurzer Erfolg, der aber mehr dem Sänger, als dem Komponisten geschuldet sein dürfte. Sicherlich kommt dann in Kürze noch eine CD mit mittleren Verkaufszahlen und erst dann wird sich zeigen, ob Mehrzads Stimme einen hohen Wiedererkennungsfaktor hat, der die Leute zum Öffnen ihrer Portmonees veranlasst. Ich fürchte eher nein, die Stimme ist zwar gut und Mehrzad kann absolut was, ist ein echter Profi, aber unverwechselbar ist die Stimme wohl nicht. Doch drücken wir ihm einfach mal trotzdem die Daumen, verdient hätte er den Erfolg auf jeden Fall.
Und ich bin etwas versöhnt, dass die Staffel doch nicht so vorhersagbar ausgegangen ist, wie bis gerade eben noch vermutet. Bohlen hat sich offensichtlich verspekuliert und auf das falsche Pferd gesetzt. Übrigens hat man die gesamte Jury seit der Urteilsverkündung nicht mehr gesehen, vielleicht weint sich Dieter ja auch gerade bei Volker aus? Das wäre ein schöner, erheiternder Gedanke zum Ende der Staffel.
Ich danke bei dieser Gelegenheit für das große Interesse unserer Blog-Leser und die zumeist netten Kommentare. Mal sehen, wenn sich wieder etwas Geeignetes ergibt, lesen wir uns an dieser Stelle wieder, Müll genug gibt es im Fernsehen jedenfalls…





