• DSDS (RTL) 14.03.2010

    Träräää, es ist wieder soweit:

    Onkel Dieter zieht den Vorhang auf für eine weitere Ausgabe seines DSDS-Marionettentheaters. Die Musik der achtziger Jahre erfreut sich momentan einer ungerechtfertigten Verklärung – vermutlich von Leuten, die sich damit ganz sentimental an ihre Jugendzeit zurück erinnern, aber vergessen haben, dass die gute alte Zeit auch mal langweilige Gegenwart war. Ganz ehrlich, wer fand denn jemals Kajagoogoo oder Alphaville wirklich gut und wer trank tatsächlich Afri-Cola? Jedenfalls niemand, den ich aus der Altersklasse kenne. Klar, der Schlagertitan aus Tötensen fühlt sich in dem Jahrzehnt natürlich wohl, schließlich hat er damals mit Modern Talking seine ersten Millionen zusammengeklimpert. Und als Thema für die vierte Mottoshow von “Deutschland sucht den Superstar” reicht der 80er-Hype allemal.

    Die Jury aus Dieter Bohlen, Nina Eichinger und Volker Neumüller marschiert zu dem von Dieter handgedrechselten musikalischen Abführmittel “You’re my Heart, you’re my Soul” ins Studio; O-Ton Marco Schreyl: “Dieter Bohlen, der Mann, der die 80er-Jahre quasi erfunden hat”. Kassiert der heute Abend von RTL womöglich auch noch Extra-Tantiemen für die Benutzung seines Jahrzehnts?! Nina Eichinger scheint übrigens den Kleiderschrank ihrer Mami gefilzt zu haben und trägt ein recht freizügiges silbrig funkelndes Disko-Kleid, das vermutlich tatsächlich aus den 80ern stammt. Dieter wird von Marco quasi als Zeitzeuge gefragt, wie man denn so lebte in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts, als Internet, Handy und Privatfernsehen noch Fremdworte waren. Das sei ein ganz wichtiges Jahrzehnt für ihn gewesen, erfahren wir dann, damals habe er nicht nur seinen “ersten Welthit” geschrieben, sondern auch sein erster Sohn und seine derzeitige Freundin seien geboren worden. Haha, in puncto Selbstironie kann Dieter so schnell niemand das Wasser reichen.

    Als nächstes kommen die sieben Kandidaten, die an die 80er alle keine eigene Erinnerung haben, sofern sie damals nicht ohnehin nur “Quark im Schaufenster” waren, wie man so schön sagt. Sie performen wieder ein gemeinsames Liedchen, nämlich “Wake me up before you go-go” von Wham! (deren bessere Hälfte wir heute als George Michael kennen). Man sieht schon an dieser Stelle, wem die Gunst des Publikums gehört: Bei jeder Solostelle von Menowin oder “Checker” Thomas brandet blödsinnig-lauter Beifall auf.

    Mit Startnummer Eins und dem Titel “Eternal Flame” von den Bangles geht heute Kim Debkowski ins Rennen; ihr Begabungsschwerpunkt lag bisher mehr im Bereich Design als beim Singen. Allerdings bekam Kims Selbstbewusstsein in dieser Woche einen kleinen Knacks, denn in der “Bravo” war wohl ein Foto veröffentlicht worden, das sie ohne Schminke, dafür aber mit Pickeln zeigte. Selbst schuld, was hält sie auch ihre Visage in jede Kamera. Layouttechnisch erinnert Kim heute etwas an ein Zirkuspferd, trägt ein halb-durchsichtiges kurzes Paillettenkleid und einen riesigen Kopfputz auf der ohnehin hochtoupierten Frisur. (Nachher erklärt sie, ihr Haar symbolisiere eine “Flamme”, das sei nämlich der übersetzte Titel ihres Stücks… Allgemeines Gelächter im Saal!). Vom Gesang her war das heute einer ihrer besseren Auftritte, was aber nicht viel heißen muss. Dieter befindet “ziemlich gut gesungen, kaum Töne versemmelt”, was schon fast einer Absolution für ihre Ohrenfolter der letzten Wochen gleichkommt.

    Helmut Orosz war in den 80ern immerhin schon eingeschult und sein biblisches Alter von 30 Jahren ist wohl auch der Grund dafür, dass er nur schwer Texte lernen kann. In seinem total langweiligen Einspieler wird behauptet, er habe überall im DSDS-Loft Zettel mit Textpassagen angebracht, sogar im Gefrierfach und unter dem Klodeckel, was bei Marco Schreyl einen schmierigen Witz auf üblichem Niveau triggert. Helmut ist das Gegenteil von einem Allround-Talent, er kann eigentlich nur ein Genre, nämlich Powerballaden. Heute ist es “Hungry Eyes” von Eric Carmen aus dem besonders von Frauen geschätzten Film “Dirty Dancing”. Ehrlich gesagt, macht er heute seine Sache aber gar nicht mal so schlecht, kein Gegröle, alle Töne stimmen und zwischendurch gibt es sogar noch eine kurze Tanzeinlage mit Partnerin auf der Bühne. Auch die Jury ist zufrieden, nur nicht Dieter, der hat nämlich offenbar meine früheren Blog-Kommentare gelesen und vergleicht Helmut mit einem Animateur im Robinsonclub – er habe stimmlich das Potenzial eines jungen Bruce Springsteen, sehe aber aus wie ein Versicherungsvertreter.

    Nach einer Werbepause ist nun Manuel Hoffmann an der Reihe. Auch diesmal hat die DSDS-Redaktion kein besseres Thema für den Einspieler gefunden als seine Oma. Wir sehen ihn und Oma beim Spaziergang durch die Fußgängerzone und dann zeigt die Kamera, wie er – natürlich völlig spontan – sich neben einen Straßenmusiker stellt und mitsingt. Eine riesige Menschenmenge bildet sich um die beiden. Hoffentlich hat Manuel diesen Moment genossen, denn der sympathische Kindergärtnerazubi steht bei DSDS ganz oben auf der “Roten Liste der bedrohten Arten”, wie Marco es (bei Kim) so schön formuliert hat. Wer weiß, ob es für ihn überhaupt noch einen weiteren Einspieler geben wird…

    Wenn es nach der Titelauswahl geht, sehe ich für ihn schon an dieser Stelle kein Land mehr, denn er singt allen Ernstes “Ohne Dich schlaf’ ich heut’ Nacht nicht ein” von der Münchener Freiheit, also ein Stück zum Mitschunkeln für die Kuckident-Generation. Tja, wie soll Manuel da etwas Tolles draus zaubern, wenn schon das Original Mist ist? Vielleicht hätte er sich wenigstens mal bewegen sollen, anstatt sich die ganze Zeit am Mikrofonständer festzuhalten? Dabei hat er doch lt. Oma sonst immer so einen Bewegungsdrang! Fazit: Lied doof, Performance null, was sagt die Jury? “Das war das Grauen, ich hör’ schon Deine Abschiedsglocken”, resümiert Dieter kurz und knackig. Seine beiden Komplizen schließen sich natürlich dem Urteil des Meisters an.

    Das Weiterkommen von Mehrzad Marashi bis ins Finale steht im Grunde genommen schon seit Wochen fest, umso netter, dass er sich trotzdem immer wieder herablässt, seine ergebenen Fans an seinem Talent teilhaftig werden zu lassen. Er bringt heute ganz in schwarz von Lionel Richie die ruhige Ballade “Hello”. Hier sieht man aber mal den Klassenunterschied zu Manuel: Wo ersterer wirkt, als sei er im falschen Lied und habe mit Valium gegurgelt, kommt Mehrzad völlig authentisch rüber und legt auch in die leisen Töne eine tierische Power, als sei das Stück nur für ihn geschrieben worden. Das macht den Unterschied zwischen Sänger und Star, wird Manuel schnell das Aus und Mehrzad ganz nach vorn bringen. Die Jury bescheinigt ihm uneingeschränktes “Gänsehaut-Feeling”, man ist begeistert, mehr muss ich hier gar nicht schreiben.

    Nach der nächsten Werbepause kommt Ines Redjeb, eine traditionelle Wackelkandidatin, die sich im Einspielfilmchen über den massenhaften Zuspruch ihrer Fans freut, aber ansonsten nichts Neues zu sagen hat. Sie führt “Like a Prayer” von Madonna auf. “Prayer” heißt auf Deutsch bekanntlich “Gebet” und das kann sie jetzt wirklich gebrauchen. Während sich Band, Backgroundchor und Bühnenbildner überschlagen, singt Ines höchstens auf Karaoke-Niveau, immer schön säuberlich neben der Spur und nur mit minimalen Bewegungen, schon gar nicht im Gesicht. Die Frau hat es einfach nicht drauf – nur gut aussehen reicht nicht für den CD-Verkauf. Die Kritik der Jury bezieht sich komischerweise weniger auf den Gesang, als auf die fehlenden Showelemente, damit könne Ines allerhöchstens eine gute (hä, gute???) Studiosängerin werden. Ihre zickigen Repliken machen sie dabei nicht sympathischer. Hoffentlich ist der Krampf bald vorbei, die Zuschauer haben es in der Hand!

    Der beste Kandidat sämtlicher Staffeln aller Casting-Sendungen auf der ganzen Welt heißt Thomas Karaoglan oder, wie seine Freunde sagen, “Der Checker”. Bei einer gefühlten Körpergröße von 1,60 Meter passt sein Ego man gerade so eben in die Halle. Dabei kann er eigentlich nichts, sagte Dittsche (alias Olli Dittrich) in seiner Sendung am letzten Sonntag – und der weiß eigentlich immer alles am besten, denn er liest die Blöd-Zeitung. Die bisherige DSDS-Karriere von Thomas basiert jedenfalls vor allem auf heißer Luft und weniger auf musikalischem Talent. Im Einspieler wird gezeigt, wie die radebrechend deutsch sprechende Oma Karaoglan glaubt, ihrem Enkel etwas Gutes zu tun, indem sie am Rande einer Autogrammstunde seine (also SEINE) private Handynummer überall verteilt, damit die Leute für ihn anrufen können. Als Thomas dann am Abend 3.500 Anrufe in Abwesenheit bekommen hat, wird der alten Dame die Sache doch mulmig und sie greint so etwas wie eine Entschuldigung in die Kamera. ;-)

    Nun zu seinem Titel: Thomas bringt “Y.M.C.A.” von Village People. Was die Abkürzung bedeutet, wird er gefragt, aber er weiß es nicht, der Schlaumeier. Und ich frage mich darüber hinaus, ob er oder sonst jemand bei RTL überhaupt gemerkt hat, dass der Song mit dem Baujahr 1978 eigentlich gar nicht in das heutige Thema passt?! Geschenkt, jetzt geht’s nämlich los. Der Checker kommt zusammen mit einigen als Village People kostümierten Tänzern als amerikanischer Streifenpolizist mit riesiger Mütze und fetter Sonnenbrille (120% Tönung) auf die Bühne. Ich wusste gar nicht, dass es solche Uniformen auch in Kindergrößen gibt! Marco Schreyl bringt später den netten Spruch “hier in Köln solltest Du nachher nicht mit der Uniform nach Hause gehen”, was Thomas offenbar überhaupt nicht versteht. Scheinbar weiß er weder, was der Titel bedeutet, noch dass Village People die Ikone der amerikanischen Schwulenbewegung war. Der Auftritt ist trotz seiner eher durchschnittlichen Stimme wie gewohnt extrem unterhaltsam, denn wo Manuel und Ines die ganze Zeit statisch am Mikro kleben, steht Thomas nicht eine Sekunde still. Die Jury ist voll begeistert. Dieter hat wieder die besten Sprüche: “Normalerweise leiden die Leute unter ihrem Realitätsverlust – er genießt ihn.” und “Er meint, er ist so cool, hinter ihm schneit es schon!”

    Nach der letzten Werbepause kommt nur noch der bereits längst ausgeguckte Gewinner der 2010er-Staffel, Dieters Liebling Menowin Fröhlich. Diesmal präsentiert er im Einspieler keine neuen Überraschungen, wie aus dem Knast entlassene Angehörige oder bisher unbekannte Kinder, sondern wir werden Zeuge seiner überragenden Coolness: Menowin darf als Aushilfsstatist bei den Dreharbeiten von “Alarm für Cobra 11″ bei der Verschrottung von Autos mitwirken. Angeblich hat er sich dabei gar nicht mal so ungeschickt angestellt, obwohl er noch gar keinen Führerschein hat. Das ist eine geschickte Idee von RTL, so werben sie nämlich gleichzeitig für ihre eigene Fernsehserie und für Dieters Protegé.

    Menowin singt heute “Billie Jean” von Michael Jackson und hat als Tribut an den King of Pop eine goldbetresste schwarze Zirkusuniform angezogen. Wenn man die Augen zumacht, hört er sich wirklich an wie Menderes:-) Nein, Scherz, natürlich singt Menowin besser und außerdem zieht er auch eine richtig große Show ab, inklusive Hut- und Sackgegrabbel und ausführlichen Tanzeinlagen. Was ich aber persönlich trotz aller Professionalität an Menowin nicht mag, ist diese kalte, unerbittliche Ernsthaftigkeit, die er bei seinen Auftritten immer ausstrahlt, das Fehlen jeglicher Selbstironie. Man sieht ihn nie fröhlich grinsen oder locker lachen, sondern man hat beim Blick in seine Augen das Gefühl, für ihn gehe es jedes Mal um Leben und Tod und ohne anschließendes Lob würde er sich hinterher aufhängen. Vielleicht gehört das ja zu seinem Gangsta-Image, dann mag ich eben die ganze Attitüde nicht. Aber wie gesagt, das ist meine persönliche Meinung, im Publikum scheint er ja haufenweise Fans zu haben, die sich bei jeder Bewegung ihres Stars die Seele aus dem Leib brüllen.

    Sein allergrößter Fan sitzt in der Jury und heißt Dieter Bohlen. Der hat längst begriffen, dass er aus Menowins Vita mit Verbrecherkarriere, Knastaufenthalt, Läuterung und Gewinn der DSDS-Krone eine wunderbare Aschenputtelgeschichte stricken kann, die ihm (Dieter) viel, viel Geld in die Tasche spült. Und Menowin sieht darin vermutlich die einmalige Chance, sich durch den Gesang jetzt das an Geld zu verdienen, was er ansonsten nur auf krummen, illegalen Wegen mit noch mehr Anstrengungen und höherem Risiko bekommen könnte. Insofern geht es für ihn wirklich um alles und das erklärt auch seine völlig ernsthaften Auftritte. Die Jury ist, wie zu erwarten, von der Nummer begeistert, das sei ganz klar der beste Auftritt des Abends gewesen. Welche Überraschung…

    Das war’s, nun läuft die Abstimmung. Bevor uns RTL wieder den bösen Mädchen und anderen Restposten aus der Fernsehgiftküche überlässt, darf die Jury nochmal kurz raten, für wen heute wohl die Stunde schlägt. Alle drei sind sich einig, dass es entweder Manuel oder Ines treffen wird.

    Nach einer Stunde unaussprechlicher Tauchgänge in den Tiefseegräben des deutschen Humors ist man so ausgelaugt, dass der dauerlabernde Marco Schreyl wie eine Erlösung wirkt. Er kommt natürlich wieder nur langsam zur Sache und macht die Sache spannend bis zum bitteren Ende. In die Zitterrunde (“du musst leider nochmal nach hinten gehen”) kommen wie erwartet Ines und Manuel, dazu auch noch Kim und Helmut. Peinlich übrigens die gespielte Überraschung bei Menowin, Mehrzad und Thomas, die sofort weiterkommen, denen muss doch selbst bei größter Beschränktheit klar sein, dass sie heute unmöglich rausfliegen werden. Am Ende macht heute Ines den Abgang, ihre ewigen Zickereien mit der Jury haben damit ein erfreuliches Ende gefunden. An Stelle von Manuel würde ich aber langsam schon die Koffer packen, auf dem nächsten Ticket dürfte sein Name stehen.

    Das war der heutige DSDS-Abend, eine Sendung, die man wegen ihrer Spannungsarmut getrost jedem Herzpatienten zur Rehabilitation empfehlen kann. Wenn das so langweilig und vorhersehbar weitergeht, spare ich mir bei einer der nächsten Shows mal das Gucken und blogge freihändig irgendetwas. Der Fahrplan zum Finale dürfte sowieso schon lange feststehen und ich wage heute an dieser Stelle einfach mal eine Prognose der kommenden Platzierungen: 6. Manuel, 5. Kim, 4. Helmut, 3. Thomas, 2. Mehrzad und 1. Menowin. Das ist ja fast so langweilig wie die “Ausscheidung” des Lieds für Oslo, bei dem ja wohl auch die absolute Favoritin gewonnen hat, wie ich mir habe sagen lassen.

    In den mittlerweile goldenen 80ern gab es noch keine Casting-Shows. War vielleicht doch nicht so schlecht, damals…

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    Posted by TV-Glotzer @ 3:49 am

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  • 3 Responses

    WP_Modern_Notepad
    • sue Says:

      … so gut geschrieben, das ich künftig nur noch lesen und das Marathon-Gejaule nicht mehr ansehen muss, um zu wissen, wie’s weiter geht (halte die abgegebene Prognose für ziemlich realistisch). Soll man nun froh sein, dass die ganze Sendung (mit den inzwischen gruseligen Einspiel-Fiulmchen über die Kandidaten)von Staffel zu Staffel deutlicher zeigt, wie bewusst alles geplant und verkauft wird: “was, du hast keine Sozial-Macke, keine gemeine Kindheit, keine Tränendrück-Story… ah: aber dein freund ist beim Einsturz des Kölner Stadtarchiv drauf gegangen: na super, hättest du doch gleich sagen können: du bist dabei, und wir mit der Kamera auf dem Friedhof…” Ohne das so genannte Menschliche kann man eben kein Star werden … Auch eine Art von Streamlining, wo doch sonst auf “Ecken und Kanten” laut Jury immer so viel Wert gelegt wird (so lange die nicht zu eigen sind und ins Vermarktungsschema passen…).
      Na ja – mir bleibt immer noch das Abschalten,
      sue

    • Garaxhob Says:

      Guter und zutreffender Beitrag!
      Zwar ist meiner Meinung nach Mehrzad Marashi der einzige, der bisher jedes Mal absolute Professionalität an den Tag gelegt hat, aber die vielen tausend Teenie-Girlies werden ihm gegenüber Menowin Fröhlich wohl kaum eine Chance lassen.

    • Dreck Says:

      Cooler Blog übers Unterschichten-TV. Die Leute glauben auch noch ernsthaft, dass das Live ist. Alles Halbplayback, wer da auch noch schlecht sing…

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