• Wir erinnern uns an die letzten Wochen: Sechs von ihren Eltern als unerziehbar aufgegebene Terrorkids reisen zur Therapie in die USA in die Obhut von Annegret Nobel und ihrem Psychologenteam. RTL berichtet wöchentlich von den Fortschritten im Umerziehungslager und lässt uns zu Zeugen werden, wie aus biestigen Kotzbrocken ansatzweise verträgliche Menschen zu werden scheinen. In der letzten Woche traten die sechs mit ihren Eltern die Heimreise nach Deutschland an. Die heutige Folge spielt ein paar Monate später und wir begleiten Annegret auf einer Tour zu den Elternhäusern ihrer temporären Schützlinge, auf der sie den Erfolg ihrer Therapie begutachten will. RTL macht daraus eine sog. “Bottle Show”, d.h. Rückblenden aus den vorherigen Folgen nehmen einen ganz erheblichen Teil der Sendung ein.

    Als erste kommt “Terrorkrümel” Jenifer an die Reihe. Zuerst wirkt es so, als habe Annegret hier wirklich ganze Arbeit geleistet: Jeni geht zur Schule, hat sich von ihren Säuferfreunden getrennt und überhaupt wohnt das vormalige Heimkind jetzt wieder bei Muttern. Beide begrüßen Annegret überschwänglich, aber die wittert als Profi-Mackenklempnerin natürlich sofort Probleme. Um das gegenseitige Vertrauen von Mutter und Tochter auf die Probe zu stellen, besucht die Therapeutin mit den beiden fernsehgerecht einen Zirkus. Hier werden beide auf ein Trapez gesetzt und können sich jeweils nur mit Hilfe der anderen daran festhalten. Schon beim Aufsteigen platzt Krümelchen der Kragen und sie giftet ihre Mutter mit “Halt die Klappe, Mann” und “Bist du doof!” an. Die nimmt die Sache offenbar auch nicht ganz ernst und lacht nur nervös. Annegret analysiert messerscharf, dass beide Blondinen innerlich total unruhig sind, sich eher wie Geschwister als wie Mutter und Tochter benehmen und es daher bis zu einer wirklich gesunden Beziehung noch ein langer Weg ist. :-|

    Ein Haufen Rückblenden stimmt uns dann auf den nächsten Kandidaten ein, Schulschwänzer Andreas. Der besucht seine Penne mittlerweile “fast regelmäßig”. Bei genauerem Nachfragen kommt heraus, dass er in den letzten zwei Wochen genau an vier Tagen in der Schule war – eine vollständige Heilung sieht ja wohl anders aus! Das lässt Annegret natürlich nicht auf sich sitzen und beschließt, Andreas zu zeigen, welche Dinge er sich ohne Schulabschluss verbauen würde. Sie holt ihn mittags nach dem Unterricht ab, wobei er wieder so verlangsamt wirkt, als sei er als kleines Kind mal in den Topf mit Valium gefallen…  Zusammen gehen sie in ein Tonstudio und besichtigen dort die Arbeitsplätze. Hier gibt es Jobs, die den Neigungen von Andreas entsprechen, behauptet Annegret, aber dafür bräuchte man natürlich einen guten Schulabschluss. Laut Stimme aus dem Off hat Andreas das wohl dank dieses Anstoßes begriffen und er sei jetzt “auf dem Weg in eine bessere Zukunft”. Hmmm, wirkte etwas nach Gesundbeten, glaube ich nicht so ohne weiteres. :-(

    Jetzt kommen wir zum Härtefall der Gruppe, dem komasaufenden Aggressivling Kevin. Der schnauzt gleich im aktuellen Einspieler, dass er Annegret so sehr schätze wie Fußpilz. Wir erinnern uns: Die Therapeuten hatten seinen Eltern vorgeschlagen, Kevin zunächst noch in den USA zu lassen, es gäbe “noch andere Optionen”… Die Eltern ließen sich dann aber von ihrem Sohnemann einlullen bzw. einschüchtern, so dass sie ihn denn doch in die Heimat mitnahmen. Schön doof, das war nämlich ein Fehler! Kevin hat seine Outlaw-Karriere kräftig angeschoben und bekommt jetzt häufig “Fanpost” von der Staatsanwaltschaft: In den gerade drei Monaten seit Colorado wurde er schon wegen Einbruch, Diebstahl, Körperverletzung und Vandalismus verhaftet. Sein Vater grüßt von der psychiatrischen Station des Krankenhauses, nach einer erneuten Tätlichkeit von Kevin hat er nämlich einen Nervenzusammenbruch erlitten.

    Wie würde man das jetzt positiv ausdrücken? Achja, genau: Bei Kevin ist noch Luft nach oben, da gibt es viel Optimierungspotenzial. “Völlige Therapieresistenz” würde es auch treffen. Aber Annegret kennt keinen Schmerz und will Kevin trotzdem sehen. Der flieht rechtzeitig vor ihrem Eintreffen und so trifft sie nur noch seine Mutter an. Die zeigt ihr und uns wenigstens Kevins frisch renoviertes Zimmer, das er in Rekordzeit wieder in einen dreckigen Saustall zurückverwandelt hat. Mittlerweile planen die Eltern, Kevin rauszuwerfen und die weitere Erziehung dem Staat zu überlassen. Endstation Knast scheint hier vorprogrammiert. :-(

    Ex-Punkerin Crissi war in der Therapie bereits hinreichend weichgespült worden, dass man wenigstens hier ein Happy End vermuten könnte. Seit Amerika haben Eltern und Tochter jetzt eine viel bessere Beziehung, sagt die Mutter. Tja, wie man’s nimmt, jedenfalls ist Crissi inzwischen Zuhause ausgezogen und wohnt jetzt im Heim. Genau genommen wohnt sie auch dort nicht mehr, weil sie gerade weggelaufen ist. Passenderweise ruft sie genau in dem Moment bei den Eltern an, als die Kamera gerade läuft und bald darauf gibt es ein kurzes Wiedersehen mit Crissi, ihrer Mutter, Annegret und dem Fernsehteam mitten auf dem Berliner Alexanderplatz. Wenigstens will Crissi jetzt zurück ins Heim, das muss heute als Erfolg genügen. :-|

    Nummer Fünf ist Gewohnheitskiffer Moritz. Auch den hatte Annegret in Colorado umgedreht und er schwor den Drogen ab. Dort verbesserte sich auch das Verhältnis zu seinen Eltern wesentlich. Tja, auch hier hat es nicht sollen sein: Als Annegret den Hausbesuch macht, ist Moritz seit einem Tag verschwunden, hat wohl in einem Wutanfall das Elternhaus verlassen und ist jetzt bei einem Freund untergekommen. Drogen nimmt er inzwischen auch wieder! Annegrets goldener Tipp “Nachbetreuung ist übrigens sehr wichtig” kommt hier leider etwas zu spät. Wenigstens sind die Eltern kooperativ und spielen für das Fernsehen bereitwillig die Szene nach, als sie am Vortag eine vom Filius eingetretene Zimmertür entdecken. (Für GZSZ würde ihr Talent reichen!)

    Annegret zeigt den Eltern zwei Alternativen auf: Entweder geht Moritz zum Entzug in eine geschlossene Einrichtung oder er kommt nochmal zu ihr nach Colorado (Annegret muss schließlich auch mal ans Geschäft denken…). Sie besucht Moritz (natürlich mit Fernsehteam) bei seinem Kumpel und stellt ihn vor die Wahl. Ob er das alles so ganz begreift, erscheint mir zumindest fraglich, er wirkt jedenfalls etwas zugedröhnt…

    Nun kommt ein absolut konstruiert wirkender Handlungsstrang: Jeni, seine pummelige Zellengenossin aus dem Umerziehungslager, hat von Annegret getratscht bekommen, was mit Moritz los ist und nun meint sie (oder der Drehbuchautor), ihm helfen zu müssen. Mit – wohl abgelesenen – wichtigtuerischen Worten redet die 14jährige dem zwei Köpfe größeren und drei Jahre älteren Jugendlichen ins Gewissen. Danach geht der mit Annegret zu seinen Eltern zurück und entscheidet sich für die Entgiftung in einer Drogentherapieeinrichtung. Tut mir Leid für Annegret, den Auftrag hat sie leider nicht gekriegt. :-(

    Zuletzt kommt Schlägerbraut Linda. Nach dem länglichen Rückblick auf ihre Gewaltkarriere und die mäßig erfolgreiche Zeit in Colorado, wenden wir uns der Gegenwart zu: Linda kloppt und säuft zwar nicht mehr, dafür benötigt sie aber demnächst eine andere Konfektionsgröße, sie ist nämlich schwanger. Es sei so eine Art Wunschkind, murmelt sie in die Kamera. Hurra, das nenne ich konsequente Zukunftsplanung, da wächst ja dann wohl bald die nächste Generation von Schwererziehbaren heran, so werden auch Annegrets Nachfolger nicht arbeitslos! Die Stimme aus dem Off kommentiert das alles positiv “von der Schlägerin zur verantwortungsvollen Mutter – die Therapie hat Lindas Leben verändert”. Mannomann, wie naiv muss man sein, um das zu bejubeln.

    Nebenbei eine kleine Denksportaufgabe für Hobbygynäkologen: Das Kind soll schon demnächst geboren werden, Colorado ist gerade drei Monate her, also war Linda dort schon ziemlich schwanger. Hallo? Jemand zuhause bei RTL??? Kein Wunder, dass das Mädel da immer so zickig drauf war, die hätte das Programm schon rein körperlich gar nicht so ohne weiteres mitmachen dürfen.

    Annegrets Besuch trifft bei Linda nicht auf Begeisterung. “O neee, jetzt guckt die mich gleich wieder so an” sind ihre Begrüßungsworte, als die Therapeutin ins Wohnzimmer kommt. Sie dreht den Kopf weg und sieht sie während des gesamten Treffens nicht einmal an. Wir konstatieren: Auch dieser Fall ist ein Schuss in den Ofen. :-(

    Aus mir unerklärlichen Gründen schafft es Annegret, ein positives Gesamtfeedback ihrer Therapiestaffel zu ziehen. Wenn ich mal meine Emoticons aus diesem Beitrag zusammenzähle, komme ich leider nur auf 4x :-( und 2x :-| . Annegret und ihre Leute haben sich wirklich viel Mühe gegeben, aber geholfen hat es nicht übermäßig, finde ich. Mal gucken, ob wir sie in einer weitere Staffel wieder sehen, genügend Schwererziehbare müsste es eigentlich noch geben…

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  • DSDS (RTL) 05.04.2009 1 Comment

    Nach 14 trüben Tagen hat das Lästerbloggen heute endlich wieder einen Höhepunkt – und das sogar im doppelten Sinne, denn Dieters Superstarmöchtegerns versuchen sich diesmal an “Sexy Songs”.

    Femme Fatale Benny Kieckhäben macht mal wieder den Anfang und tritt erfreulicherweise größtenteils in einem Käfig auf. Zu seinem musikalisch eher simpel gestrickten Titel “Don’t Cha” von den Pussycat Dolls trägt er politisch unkorrekt einen fetten Leopardenmantel. Mit teuren Fummeln kann man Dieter offenbar beeindrucken, denn er bescheinigt dem Paradiesvogel, mit seinem witzigen Auftritt auf der “Überholspur” zu sein. Dem schließt sich die Restjury selbstverständlich an, offenbar im Einvernehmen mit dem Publikum.

    Dieter hat eine väterliche Ader und ahnt vermutlich, dass (mindestens!) die meisten Kandidaten niemals vom Singen werden leben können. Deshalb versucht er in dieser Staffel, die Zutage tretenden Bildungslücken seiner Eleven auszubessern. Nachdem wir letztes Mal Holger beim Schwimmenlernen zusehen mussten, kriegt diesmal “Schlagerkönigin” Vanessa Neigert ein Weiterbildungsangebot, das sie nicht ablehnen kann: Sie will erstmals kein deutschsprachiges Lied singen und muss deshalb ihre Englischkenntnisse aufbessern. In einem Einspielfilmchen dürfen sich anglophile Zuschauer daran ergötzen, wie sie sich die Zunge am englischen “th” verknotet. Vokabelkenntnisse mangelhaft: Als sie englische Begriffe für Gefühle aufzählen soll, kommt Sahnetorten-Fan Vanessa nach “happy” und “sad” auf “fett”, danach übersetzt sie “depressed” mit “Presswurst”. Die Frau macht einem das Lästern fast zu leicht! :-)

    Jetzt kommt das Bekloppte an der ganzen Englisch-Lernerei: Vanessa hat sich den 70er-Jahre-Ohrwurm “Yes Sir, I can Boogie” von Baccara ausgesucht, dem spanischen Damen-Duo mit dem wahrscheinlich schauderlösesten Englisch, das je auf CD gebrannt wurde. Bei diesem Song wäre ein möglichst schlechter Akzent gerade sinnvoll gewesen, aber DSDS steht eben nicht für “Dieter sucht das Superhirn”…

    Vielleicht habe ich Vanessa unterschätzt und sie ist schlauer als gedacht, vielleicht aber auch gerade nicht und ihre Stärke liegt tatsächlich eher im Bereich der Backwarenvertilgung, jedenfalls trällert sie den angestaubten iberischen Schmachttitel mit starkem Akzent und außerdem leicht eieriger Intonation. Der rosa Puschelrock reißt das optisch aber wieder raus und die Jury ist einigermaßen zufrieden mit ihr.

    Als nächstes gibt es ein Wiedersehen mit meinem Abendbrot… :-( ER tritt auf, der Göttliche, Einzigartige, Unwiderstehliche, die kongeniale kollektive Wiedergeburt von Elvis, Freddie Mercury und Roy Black, die strahlendste Lichtgestalt der neueren Musikgeschichte und Gottes und Dieters Gabe an die Menschheit des 21. Jahrhunderts: Holger Göpfert.

    In Vorwegnahme seines spätestens nach dem DSDS-Finale geplanten Triumphzugs um die Welt, hat Holger in der letzten Woche auf Kosten von RTL schon mal London besucht. Gut, dass Privatsender keine GEZ-Gebühren bekommen, sonst würde ich mir bei dieser Verschwendung in den Arsch beißen! “Captain Entertainment” wandelt in der britischen Hauptstadt wortwörtlich auf den Spuren der Beatles und wird dabei auf dem berühmten Zebrastreifen vor den Abbey-Road-Studios beinahe von einem LKW plattgefahren. Später trifft er vor Big Ben ein paar doofe Deutsche, die sich freuen, wenigstens ihm zu begegnen, wo sie doch die Queen nicht sehen konnten… (how low can you go?) Holgers Redebeiträge sind dabei akustisch und inhaltlich nicht immer leicht zu verstehen und überschreiten oft die Grenze zur Peinlichkeit. Ob sein Besuch die auf der Insel gelegentlich vorhandenen Vorurteile gegen Deutsche abbauen hilft, darf wohl bezweifelt werden.

    In den Göpfertschen Musikschredder wandert diesmal Gary Moore’s “Still got the Blues”. Der Verwaltungsangestellte zerlegt den Song ganz gegen die Gewohnheit heute mal ohne Klavier. Stattdessen sitzt er rücklings auf einem Stuhl und schaukelt beim Singen mit dem Oberkörper hin und her, was mich sehr an Stevie Wonder erinnert – das ist aber auch schon die einzige Ähnlichkeit mit einem richtigen Profi. Erst bei der letzten Strophe springt Holger auf und hüpft ein paar Mal unmotiviert, natürlich komplett gegen den Takt. Für seine Verhältnisse und gemessen an seinen bisherigen Auftritten erinnert die heutige Performance eher an Leichenstarre.

    Wie nicht anders zu erwarten, hält Dieter wieder die Hand über sein Geschöpf und lobt den Auftritt, wenn auch nur “im Großen und Ganzen”. Vorweg erfolgt noch ein Aufruf an die Damenwelt, Holgers (lebens-)lange Abstinenz vom anderen Geschlecht beenden zu helfen. Nina und Volker versuchen erfolgreich, Dieters Lob noch zu übertreffen und erklären den heutigen Auftritt zu Holgers bestem bei DSDS überhaupt. Auweia!

    Dominik Büchele bringt diesmal “Sunday Morning” von Maroon 5, klingt dabei aber immer noch wie James Blunt – wofür er natürlich auch nichts kann. Wofür er was kann, ist, dass der Song irgendwie belanglos und “easy going” dahinplätschert und entgegen dem heutigen Motto auch nicht besonders “sexy” wirkt. Damit zeigt Dominik jetzt schon zum zweiten Mal in Folge, dass er wohl leider kein glückliches Händchen bei der Titelauswahl hat. Das ist bedauerlich, denn eigentlich wirkt er ja ganz sympathisch, aber vielleicht eben doch nicht wie ein Superstar. Das Urteil der Jury ist denn auch niederschmetternd, Dieter bringt es wieder auf den Punkt: “Der Song war der allerletzte Lutscher, a) kennt den kein Schwein und b) die Nummer ist Käse.”.

    Das blonde Gift Annemarie Eilfeld wird nach wie vor von den Holgerianern im Publikum gehasst und ausgebuht. Sie performt “Lady Marmalade” von Christina Aguilera in einem roten “Lederpanzer” (Zitat Marco Schreyl) mit schwarzen Strapsen und wirkt, auf gut Deutsch gesagt, ziemlich nuttig, womit sie aber voll das Thema des heutigen Abends trifft. Sehenswert ist, wie sie sehr aufreizend direkt neben dem Jury-Tisch tanzt und Volker starr geradeaus guckt, einen Miniblick zur Seite riskiert und dann schnell wieder den Kopf nach vorn dreht. Entweder war das alles so schlimm oder Volker hat Angst vor Befangenheit beim anschließenden Urteil. Dieter hat in dieser Beziehung keine Komplexe: “Ziemlich viel Show, ziemlich wenig Stimme, jede Tanzkapelle in Tötensen singt besser”. Naja, man muss ihn verstehen, die fiese Annemarie hatte bekanntlich vor zwei Shows mal was Böses über seinen Freund Holger gesagt…

    “Diva” Sarah Kreuz musste in der letzten Woche mit Dieters aktuellem Best Buddy Bruce Darnell das Lächeln üben und auch an ihrem Selbstbewusstsein arbeiten. Bruce ist am Ende begeistert von ihr und entlässt sie mit “Ick wunß dea ganz fill Gluck” auf die Bühne. Sie singt “The Trouble with Love is” von Kelly Clarkson wie gewohnt musikalisch perfekt und lächelt diesmal sogar tatsächlich dann und wann. Das fällt auch der Jury auf und alle sind rundum zufrieden. Da ist nichts weiter dran zu lästern.

    Beim Letzten des heutigen Abends, Daniel Schuhmacher, sind offenbar alle Homestories schon erzählt oder selbst für die DSDS-Verwertung zu langweilig und wo nichts ist, muss man eben etwas erfinden: Daniel wird von RTL zu einem Tandem-Fallschirmsprung genötigt, der dann seinen kompletten Einspieler ausmacht. Mit “Sexual Healing” von Marvin Gaye hat er sich nach Ansicht von Dieter den schwersten Song des Abends aufgehalst. Mir persönlich gefällt der Auftritt nicht ganz so gut, das Lied wirkt etwas atemlos, Daniels hohe Stimme und sein Anzug passen nicht richtig dazu und Tanzperformance ist seine Sache nicht. Die Jury ist auch nur so lala zufrieden, sieht Daniel aber trotzdem als Favoriten für den DSDS-Thron.

    Nach einer schier endlos wirkenden Stunde mit Dumpfbackenhumor kommt die Entscheidung. Nach vorn müssen Benny, Vanessa, Holger und Annemarie und dann passiert es, ich gewinne meinen Glauben an die Gerechtigkeit und die Menschheit zurück, denn H O L G E R   I S T   R A U S  !!! JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA!!!!!!!!!!!!!!! Ausgerechnet im letzten Stechen mit Benny, dem von Dieter so gern kritisierten Paradiesvogel, verliert Holger! Ha, ist das schön, ich mach den Blog zu und tüdel mir einen an! Ciao Leute, bis zum nächsten Mal…  :-)

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  • Bei Peter Zwegats Sendung gibt es nie viel zu lachen, jedenfalls nicht auf seiner Seite des Bildschirms. Der heutige Fall ist aber besonders traurig, denn er betrifft eine junge Familie, die es durch die Krebserkrankung des Vaters finanziell völlig aus der Bahn gehauen hat. Während ich über die bedauernswerte und sehr sympathisch wirkende Familie hier nicht lästern werde, ärgere ich mich jedoch über das Format der Sendung, das das Leid der Familie gnadenlos zum Wohle der Quote ausschlachtet.

    Heiko und Morena Gernt leben mit ihren beiden Kindern (2 und 8 Jahre alt) in einem kleinen Haus in Meckpomm. Bis 2004 ist alles paletti, der Vater verdient auf dem Bau gutes Geld und Morena ist als Arzthelferin tätig. Dann kommt die Diagnose Blasenkrebs für Heiko und seitdem ist das Schicksal wie eine Planierraupe über das Leben der Familie hinweggerumpelt. Schnell verliert er seinen Job und bekommt seitdem nur noch eine kleine Erwerbsunfähigkeitsrente. Zwar steht die Erkrankung momentan, aber eine Heilung ist hoffnungslos und der 38-Jährige kämpft stattdessen nur darum, das Aufwachsen seiner Kinder noch möglichst lange miterleben zu können.

    Die finanzielle Situation der Familie ist ähnlich bedrohlich, die Schulden für den Hauskauf und die laufenden Ausgaben übersteigen das verfügbare Budget erheblich, mittlerweile muss Morenas Mutter sogar schon regelmäßig mit Lebensmitteln aushelfen. In dieser Situation schreibt Morena einen Brief an RTL und bittet um einen Hausbesuch des Schuldenflüsterers Peter Zwegat. An dieser Stelle wird die Handlung etwas surreal, denn die Kamera ist dabei, als am Computer gerade der Brief an RTL getippt wird, mit dem das Kamerateam herbeigerufen wird, das dann filmt, wie am Computer gerade der Brief an RTL getippt wird usw. usf. Entweder hat RTL endlich eine Methode entwickelt, das lästige Raum-Zeit-Kontinuum zu überwinden oder die Filmemacher halten die Zuschauer für so beschränkt, dass sie Handlung und Konsequenz nicht unterscheiden können. In solchen Momenten fragt man sich dann immer, wie viel bei den Doku-Soaps eigentlich geskriptet ist und wie viel echtes Leben. Ich glaube, die desillusionierende Antwort will ich gar nicht wissen…

    Aber egal, nach 10 Minuten Einführung in das Schicksal der Gernts trifft endlich der Schuldnerberater aus Berlin ein. Schnell verschafft er sich einen Überblick über die Situation der Familie. Ein Kloß-im-Hals-Moment entsteht, als Zwegat die Eheleute fragt, wann Heiko denn lt. Ärztemeinung wieder gesund sein werde und als Antwort ein leises, fast entschuldigendes “gar nicht” bekommt. Die Hausbesichtigung ergibt dringenden Sanierungsbedarf des 80 Jahre alten Gebäudes, vor allem die feuchten Kellerwände und die unverputzten Außenmauern machen Sorgen.

    Zur “Auflockerung” schiebt RTL jetzt einen Bericht von Heikos letzter Blasenspiegelung dazwischen. Während wir ihn beim Betreten des Krankenhauses sehen, kommt aus dem Off der dramatische Hinweis, dass ein positiver Befund seine Überlebenschancen rapide verringern würden. Die Kamera verfolgt Heiko buchstäblich bis ins Sprechzimmer und wir sehen als nächstes, wie seine Frau zuhause unruhig auf den Anruf ihres Mannes mit dem Befund wartet. Gottseidank ist alles ok, aber verdammt nochmal, wie perfide werden hier die Gefühle der Gernts verwurstet, um Spannung zu erzeugen, die mit dem eigentlichen Thema Schulden nun wirklich nichts zu tun hat. Ich finde es zum Kotzen, wie das Fernsehen seelenlos eine Notlage ausnutzt und uns alle dabei zu Komplizen oder wenigstens Gaffern macht.

    Zwegat? Achja, Zwegat! Der spielt auch noch mit, zieht jetzt seine gefürchtete Flipchart hervor und pinselt nach wenigen Minuten die Zahl “59.800 Euro” darauf. Das sind nämlich die augenblicklichen Schulden der Familie. Dann kommt die öffentliche Inquisition und Morena muss zugeben, gern aber erfolglos Lotto zu spielen. Kopfschütteln beim Schuldnerberater. Der Vergleich aller Einkünfte und Ausgaben ergibt einen zur Verfügung stehenden Betrag von 215 Euro pro Monat für Lebensmittel, Freizeit und Kleidung für die gesamte Familie, das macht 1,90 Euro pro Nase und Tag.

    Nun geht es ans Eingemachte: Die geleaste Familienkutsche soll weg, ein kleinerer Wagen würde es auch machen. Zwegat fädelt dabei mit dem Autohaus eine Halbierung der Leasingraten ein. Dann besucht er Heikos Cousin und bewegt ihn dazu, bei der fälligen Sanierung des Gerntschen Anwesens den Bauleiter zu mimen. Für Material werden 2.000 Euro benötigt, die Zwegat mal wieder über eine Stiftung besorgt. Der Zweitwagen wird abgeschafft, ein paar überflüssige Versicherungen gekündigt und außerdem soll Morena das Rauchen aufgeben (160 Euro im Monat!).

    Beim Abschlussbesuch kann Zwegat den Erfolg der von ihm losgetretenen Maßnahmen begutachten. Die Sanierung des schimmeligen Kellers ist weit fortgeschritten, die Außenwände sollen noch folgen. Die Flipchart zeigt es bunt auf weiß: Statt 1,90 Euro pro Tag und Familienmitglied stehen jetzt 5,12 Euro zur Verfügung. Die Gernts sind begeistert. Die letzte Szene ist ziemlich albern: Zwegat spielt draußen auf dem matschigen Hof (wenig altersgerecht) mit dem Familienhund herum und von der Stimme aus dem Off erfahren wir, dass Zwegat für die nötige Impfung des Hundes ebenfalls Geld von einer Stiftung locker gemacht hat. “Schade eigentlich, denn der Schuldnerberater hätte den vierbeinigen Freund am liebsten adoptiert.”, erfahren wir dann noch. Na, das ist ja nett, vielleicht hat Zwegat ja auch schon Pläne für das Haus, falls die Gernts es nicht mehr halten können?

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  • Die vier putzigen Ludolfs haben den Winterschlaf überlebt und zeigen sich in einer neuen Staffel wieder auf ihrem Haussender DMAX. Gottseidank ist in ihrem komplett verspackten Haus und dem Schrottplatz alles beim Alten geblieben. Nicht auszudenken, welche Zuschauerproteste es gegeben hätte, wenn sie in der Sendepause neu tapeziert oder auch nur die Fettflecken an der Wand hinter Peter überpinselt hätten.

    Das Konzept für eine Folge mit Peter, Uwe, Manni und Günter Ludolfs ist seit Anbeginn der Zeiten denkbar einfach und erinnert mich irgendwie an eine Affenherde im Zoo, denen man etwas zum Spielen gibt: Die Drehbuchautoren werfen unseren Helden in jeder Folge ein mehr oder weniger originelles Thema über den Zaun und halten dann einfach mit der Kamera drauf, wenn die Ludolfs sich einzeln oder zusammen damit auseinandersetzen. Trotz aller Naivität sind die vier inzwischen Profis genug, dass sie mit jedem Thema klar kommen – und sei es noch so künstlich. Bis auf Sauberkeit, deutsche Sprache und Atomphysik haben sie mittlerweile wohl alles durch.

    Diesmal dauert es eine gute Viertelstunde, bis endlich klar wird, welches Thema sich die Schreiberlinge von DMAX für heute aus den Fingern gesaugt haben: Ludolfs go Hip-Hop. Inspiriert von Uwes Sohn Tommy, kommt der Firmenboss Peter ins Philosophieren, dass jede Generation die Musik der nachfolgenden Generationen nicht versteht. Die staunenden Zuschauer erhalten einen kurzen Exkurs in die neuere Musikgeschichte aus der Perspektive des drallen Ludolf-Chefs. Demnach ging die Entwicklung von Peter Kraus über Elvis und die Beatles direkt zur Rap-Musik. Schnell hat Peter mit dem Hip-Hop-Virus auch Uwe und Manni angesteckt und beide entblöden sich nicht, vor der Kamera ihre Breakdance-”Künste” vorzuführen. So dolle ist das nicht, aber wenigstens wischen sie auf diese Weise mal den total versifften Fußboden… ;-)

    Keine Ludolfs-Folge ohne Autos: Manni beschließt, eine Schrottkarre in einen Hip-Hop-Schlitten zu verwandeln. Nach einem Irrtum beim Farbenmischen bekommt der Wagen allerdings eine ziemlich beknackt aussehende schweinchenrosa Lackierung. Manni wollte aber nunmal “keine Farbe von der Stange”  und kein “Acht-Null-Fünfzehn”-Auto, das hat er jetzt davon. Mit einer Batterie Spraydosen wird die Kiste dann Außen und Innen so bemalt, wie sich Manni ein Hip-Hop-Auto eben vorstellt. Bei der abschließenden Beschriftung hapert es leider etwas mit der Rechtschreibung: Auf der linken Seite vergisst er das erste “P” in Hip-Hop, auf der rechten Seite wird der Familienname versehentlich zu “Lubolf”.

    Derweil sind die anderen Brüder auch nicht untätig: Uwe unterstützt Manni verbal, meist mit Bemerkungen zu irgendwelchen Blondinen, mit denen er mal was gehabt zu haben glaubt oder gern gehabt hätte. (Hat der Mann eigentlich keine Angst, dass seine gut einen Kopf größere Frau die Folge später mal in der Glotze sieht?)

    Günter kümmert sich noch immer hauptberuflich um das jämmerlich quäkende Telefon. Seit der letzten Staffel hat er offenbar erfolgreich daran gearbeitet, die lästige Grußformel noch mehr auf das Wesentliche zu verkürzen. Statt wie in der ersten Staffel “Ludolf… Guten Tag!”  oder später wenigstens “Guten!”, sagt er mittlerweile nur noch so etwas wie “Guuun…”.

    Auch Peters Sprachfertigkeit nimmt eher ab als zu, seine Stärke liegt wohl eher in der Verdauung. In fast jedem Satz ist ein fetter Klopfer, manchmal ist echt alles verkehrt. Wenn er versucht, seine sowieso schon krausen Gedanken in komplizierte Worte zu fassen, kommt manchmal wirklich nur noch unverständlicher Blödsinn raus. Aber das macht ihm knapp die Hälfte, er ist ein Mann der Tat und organisiert für die vier Brüder Baseballcaps und Basketballtrikots. Eines davon zieht er sich sofort über und sieht jetzt aus, wie eine Kuh im Trainingsanzug. Günter bemerkt taktvoll “Passt gut!”, meint damit aber wohl nur, dass das Shirt nicht sofort geplatzt ist.

    Während Günter die Ludolfsche Telekommunikationszentrale beaufsichtigt, fahren seine drei Brüder mit ihrer grotesk bemalten Karre zu einem Basketball-Court, um stilecht als Hip-Hopper verkleidet ein paar Körbe zu werfen. Peter beschränkt sich natürlich wieder auf die Rolle des Schiedsrichters und Einpeitschers, ist aber trotzdem als erster erschöpft! Einen richtigen Sinn macht diese letzte Szene nicht, aber wenigstens hören wir wieder Peters irre Lache.

    Die Vorschau für die nächste Folge lässt Weltbewegendes ahnen: Manni interessiert sich (lt. Drehbuch) plötzlich für die Raumfahrt und baut eine Rakete. Dass Peter dabei als erster Dernbacher ins All geschossen wird – nennen wir das mal “Kugelblitz” – halte ich allerdings für ein unbewiesenes Gerücht… :-)

    P.S.: Nicht, dass das jetzt beim Lästern falsch rüberkommt: Ich mag die Ludolfs sehr, ich mag ihre (scheinbar) ungespielte Einfachheit und rührende Arglosigkeit. Sie sind wie eine kleine, stille Insel in einem tobenden Meer voller Kommerz, Selbstdarstellung und Gewalt, das wir Fernsehen nennen. Die Ludolfs sind ein Affront gegen die Oberflächlichkeit der meisten anderen Programme, sie spotten jedem Schönheitsideal und ihre vergammelte Bude ist der Alptraum aller Innenarchitekten. Gäbe es Geruchsfernsehen, wären die Ludolfs ein Grund, es sofort wieder abzuschaffen. Wäre schlechtes Deutsch strafbar, säßen sie in der Todeszelle.

    Aber genau das macht sie so sympathisch, denn in einem verschrobenen Winkel unserer Seele haben wir vermutlich alle auch Ludolfsche Wesenszüge – oder hätten sie wenigstens gern. Irgendwie stehen sie auf unserer Seite der Mattscheibe, ihr Erfolg ist unser aller Erfolg. Wenn sie es schaffen, könnten wir das auch, wenn man uns nur ließe. Und so schlecht kann die Welt da draußen dann wohl doch nicht sein, wenn so etwas wie die Ludolfs darin überlebt…

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  • Für unsere sechs Schwererziehbaren geht die Therapie mit Annegret Nobel in den USA zu Ende. Nach einer zweiten Elternwoche treten sie mit Mami und Papi die Heimreise nach Deutschland an. Weil beim ersten Zusammentreffen mit den Eltern so einiges schief ging (Stichworte: Kevins Ausraster und Jenifers Besuch in der Klappse), ist diesmal die Spannung groß.

    Ex-Schlägerbraut Linda kann sich zu einer Umarmung ihrer Eltern überwinden und die sind darüber sehr gerührt. Auch Kevin, der möglicherweise bekehrte Komasäufer, gibt sich (zunächst) geläutert und seine Familie ist momentan überglücklich. Weniger leise geht es bei Terrorkrümel Jenifer zu: Annegret möchte, dass sie ihrer Mutter zur Begrüßung erzählt, was sie inzwischen gelernt hat. Das gibt zunächst einen geistigen Totalausfall bei der pummeligen Blondine, den sie mit lautem Lachen zu kaschieren versucht. Erst nach mehrmaligem Nachdenken und lautem Vorsagen von Annegret fällt ihr überhaupt etwas zu diesem zugegebenermaßen abwegigen Thema ein.

    Nach der Begrüßung kommt der Pferdetest. Und das geht so: Jede Familie bekommt einen Gaul zugeteilt. Annegret behauptet, Pferde könnten spüren, ob zwischen den Teenagern und den jeweiligen Eltern die Chemie stimmt. Wenn ja, bleibt das Pferd ruhig und lässt sich streicheln, wenn nicht, macht es, was es will.

    Das Pferd von Moritz, dem Kiffer, geht immer weg und verpetzt damit die Probleme dieser Familie. Annegret kitzelt sofort aus ihnen heraus, dass sie noch nicht gemeinsam, sondern nur individuell handeln. In der daraufhin verordneten Gestalttherapie kommt es dann zu einer ergreifenden Liebesszene zwischen Vater und Sohn, die sich heute erstmals ihre wahren Gefühle zeigen. Spiel, Satz und Sieg für Annegret, der “Fall Moritz” kann wohl zu den Akten gelegt werden.

    Der ziemlich lahmarschig wirkende Schulschwänzer Andreas, der fast die ganze Serie über das selbe blaue Shirt und eine verspeckte, rote Kapitän-Cousteau-Gedächtnisdunstkiepe trug, wird mit seiner Mutti dazu verdonnert, bis zum nächsten Tag ein Gespräch zu führen und zu protokollieren. (Das ist heute wohl gefühlt die Höchststrafe.)

    Auch das Pferd der Kevin-Leute spürt Stress zwischen Kind und Eltern (sagt die Cheftherapeutin). Die Mutter posaunt denn auch gleich in die Kamera, dass sie es lieber hätte, wenn Kevin noch ein bisschen in den USA bliebe. Zur Strafe darf die Familie heute Abend nicht Essen gehen, sondern muss selbst – und vor allem gemeinsam – kochen.

    Die nächste Szene spielt beim Abendessen in der Unterkunft von Kevins Familie. Während der sich gerade (natürlich als erster) Spaghetti auftut, erklärt er seinen Eltern fast beiläufig, dass er keinesfalls vorhat, keinen Alkohol mehr zu trinken, obwohl das eigentlich so mit Annegret vereinbart ist. Der Vater droht ihm mit dem sofortigen Rausschmiss von Zuhause, Kevin gibt sich aber unbeeindruckt: Basta! Annegrets Leute empfehlen den Eltern, Kevin vorerst in den USA zu lassen, es gäbe noch “andere Optionen”… Vielleicht hat Kevin ja Angst vor Guantanamo, jedenfalls erklärt er sich plötzlich zu dem Kompromiss bereit, am Wochenende nur noch ein, zwei Flaschen (Bier) zu trinken. Tolle Idee, einfach weniger zu trinken, funktioniert bekanntlich bei jedem Alkoholiker, fragt mal Harald Juhnke!

    So, dann ist es Zeit für die große Abschiedsszene, bei der alle Teenager und ihre Eltern ein letztes Mal vor der Abreise zusammentreffen. In einer etwas religiös anmutenden Zeremonie übergibt Annegret jeder Familie eine brennende Kerze und murmelt dabei etwas von “Kraft”, “miteinander weinen” und “vergesst das nicht”. Dann folgt das große Umarmen und Tränenvergießen. Die ehemals Schwererziehbaren werden samt und sonders als geheilt entlassen, man kann es kaum glauben!

    Annegret und ihre Teenies haben es geschafft, schön für sie, aber wer denkt denn dabei an uns Fernsehzuschauer, wenn die Staffel jetzt zuende geht?! Aber eine kleine Galgenfrist gibt uns RTL noch: In der nächsten Woche sehen wir, wie Annegret die sechs Familien daheim in Deutschland besucht und guckt, ob die Säufer, Schläger, Kiffer, Schulschwänzer und Ausreißer den Alltag bewältigen.

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  • Die strengsten Eltern der Welt dieses Mal mit der schärfsten Ersatzmutter der Welt !

    Aber keiner wird es zu schätzen wissen, denn unsere Terrorkinder sind dieses Mal beides Schlam… ich meine natürlich heran wachsende Frauen! Die eine ist ein cholerische Ghettobraut und die andere eine Tussi-Zickendiva!

    Unsere Ghettobraut Anna ist 16 und ihr Traumberuf ist “Hartz4Empfänger”! Mit ihrer Mutter ist sie so zerstritten das sich beide sich selber dann bei der Abreise einen guten Urlaub wünschen vom anderen! Unsere Diva ist dagegen ein Engel. Nur halt ein verzogener Engel. Pisei La ist 17 und kommt eigentlich aus Kambodscha aber ihre Mutter hat sie adoptiert. Sie will unbedingt mal eine Schönheitskönigin werden und tut für Mode alles… und alle anderen Aufgaben delegiert sie an ihre geknechtete Mutter.

    Höchste Zeit also dass unsere Terrorkinder etwas lernen. Dieses Mal geht nach Montana in den USA. Zu Toby und Jody Dahl.

    Die beiden betreiben eine Ranch (ohne Bauernhof geht es halt bei “Die strengsten Eltern der Welt” nicht)  und haben auch noch selbst 3 Kinder. Das Jody für ihre 35 Jahre ziemlich scharf ist habe ich schon erwähnt oder? ;-)

    Ok aber gleich zu beginn machen die neuen Eltern den beiden klar, dass sie die beiden Respektvoll behandeln werden, wenn diese es auch tun… Ihr könnte euch schon denken was da passieren wird! ;-)

    Ach ja wenn einer sich nicht an die Regeln hält, dann wird der andere mit bestraft! An dieser Stelle wurde Pisei, die sich um die Gunst ihrer Ersatzeltern bemühte, klar dass sie oft mit bestraft wird. Denn Rauchen ist verboten und Anna ist Raucherin und hatte von Anfang an klar gemacht, dass sie darauf nicht verzichten will. Pisei wurde schon mal profilaktisch sauer – hehe ;-)

    Ok der erste Tag beginnt mit einen typisch amerikanischen Frühstück inkl. Gebet. Dabei kommt unserem Ghettokind ein Fuck über die Lippen. Ohh in Amerika ein böses Wort. Als strafe sollte sie dann das Klo putzen – hehe. Das wäre sogar drin gewesen, wenn sie nicht auch noch den Rand von innen hätte auswischen sollen. Anna rennt weg und wirft dann ihrer scharfen Ersatzmutter noch ein paar mehr Fucks an den Kopf. Folge -> Pisei und Anna müssen den Küchenboden mit den Händen wischen. Anna ist super sauer und raucht danach erstmal eine. Kein 5min später bittet Toby sie zum Report. Er riecht den Braten natürlich sofort und nimmt Anna und Pisei mit auf eine Reise. 5 Meilen von der Ranch entfernt sollen sie nun den Weg der Läuterung beschreiten und nach Hause laufen!

    Anna dreht durch! Pisei, die leibe brave verständnisvolle, beruhigt Anna und beide machen sich gemeinsam mit Toby auf den Weg. Irgendwann liegen auf dem Weg tote, schon verweste, Kühe. Toby erklärt den beiden, dass er daran schuld ist. Er hätte nicht aufgepasst und den Tieren das falsche Futter gegeben. Hätte er sich mehr bemüht und die Regeln beachtet, erklärt er den beiden Gören, wäre das nicht passiert. Die beiden sind von den toten Tieren beeindruckt und von Toby’s Eingeständnis.

    Am nächsten Tag werden die beiden Geläuterten von Toby in aller früh geweckt. Schnell rasen die 3 zum Kuhstall in dem eine Kuh grade ein Kalb auf die Welt bringt. Die beiden sollen mit langen Plastikhandschuhen bewaffnet (da bin ich mir nicht sicher)  in den Arsch oder die Vagina (muss ja auf meine Ausdrucksweise achten) der Kuh fassen um zu kontrollieren, ob das Kalb richtig liegt. Für Anna ist die Sache zu ekelig. Pisei aber zeigt mut und schiebt ihren Arm in die Kuh!!! Ja richtig gelesen – ihren Arm! Sie hilft dann auch das Kalb aus der Kuh zu holen! Boah! Für Anna zuviel sie verkriecht sich in die Ecke. Trotzdem ist auch sie vom Wunder des Lebens beeindruckt und Toby erinnert die beiden daran das auch ihre Mütter soviel Kraft und Mühe brauchten um ihnen das Leben zu schenken. Die beiden sehen das ein!

    Am Abend dürfen die beiden dann noch die Söhne der Familie babysitten. Ziemlich anstrengenden Sachen denn der jüngste pinkelt einfach mal beim Abendessen auf seinen Stuhl und spielt in der Pfütz – iiigit! Auch Anna findet das ekelig und will die Sch… auch nicht weg machen! Der Kleine hält die beiden ganz schön auf Trapp. Am Ende schlafen aber alle friedlich aber erschöpft ein und unseren Mädels wird wieder bewusst wie viel Arbeit ihre Mütter mit ihnen haben.

    Der letzte Tag ist ziemlich unspektakulär. Anna überwindet ihre Angst vor Pferden und Pisei räumt das Lager auf. Die Ersatzeltern sind total stolz und vor allem Anna fühlt sich scheinbar das erste Mal heimisch. Sie liebt ihre neuen Eltern und will gar nicht mehr weg. Der Abschied wird sehr schmerzlich und zu hause verspricht sie ihrer Mutter das sie sich bessert wenn sie wieder nach Amerika kann. Pisie gelobt auch mehr Rücksicht auf ihre Mutter zu nehmen!

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