• Die Ludolfs (DMAX) 10.04.2009

    Welchen Knochen hat man wohl diese Woche über den Zaun des Ludolf-Geheges geworfen? Nun, der Titel sagt es schon: Die Drehbuchautoren sind auf die zunächst verblüffende Idee verfallen, Manni eine Weltraum-Affinität anzudichten. Auslöser ist eine Bremsscheibe, die den jüngsten Spross der Schrottfamilie angeblich an den Planeten Jupiter, vielleicht aber auch an ein Ufo oder Einsteins Hut erinnert. Ab jetzt nervt er die anderen Brüder mit einem nicht enden wollenden und mitunter schwer zu verstehenden Redeschwall. Soweit erkennbar, bespricht er dabei nur Themen, bei denen er absoluter Experte ist: Unendlichkeit, Parallelwelten, Außerirdische, also alles Dinge, die man beim Anblick der Ludolfschen Schrotthaufen schon immer irgendwie im Hinterkopf hatte.

    Der einmal entfesselte Weltraumvirus frisst sich erst durch Mannis Brägen und befällt anschließend auch Peter, das Ludolfsche Zentralgehirn. Der führt die staunenden Fernsehzuschauer nun auf seine unnachahmliche Art, d.h. mit wenigen, aber dafür schlecht gewählten Worten, in die Geheimnisse der Überlichtgeschwindigkeit ein. Eigentlich überrascht mich sein bisher so sorgfältig verborgenes Wissen nicht besonders, denn die Fassade des dauerschlummernden, arglosen, feisten Schrottplatzbesitzers war schon ein bisschen dick aufgetragen und kann doch nicht echt sein, oder?

    Unter Mannis grüner Dunstkiepe gärt es inzwischen weiter und er beschließt, den “Außererdischen” (sic!) eine Botschaft zu schicken. Dafür baut er aus einem alten Auspuffrohr und zwei übrig gebliebenen Silvesterraketen unter Uwes Protest eine Art Rakete. Als Nutzlast soll ein Foto der vier Brüder mitfliegen, das sie per Selbstauslöser von sich machen. Zu diesem Zweck wird sogar der eher bewegungsscheue Horst-Günter aus dem Ludolfschen Bau gelockt. Die Ludolfs als Botschafter des Planeten Erde – ob das potenzielle Besucher von weit Außerhalb eher anlocken oder abschrecken würde, sei dahingestellt. Flüchtige Betrachter des Fotos könnte Peters durchtrainierter Körper vielleicht entfernt an Jabba the Hutt erinnern, aber selbst dann bliebe die Frage, ob das eher nützlich oder schädlich zur Kontaktaufnahme mit Aliens wäre. :-)

    Die Frage stellt sich auch nicht wirklich, denn natürlich fliegt die Rakete beim Start an der Dernbachschen Peripherie nur gerade eben über den oberen Bildschirmrand hinaus. Für dusselige DMAX-Seher scheint das aber zu genügen und die Ludolfs müssen laut Drehbuch so tun, als verschwinde Mannis Machwerk wirklich mit Lichtgeschwindigkeit in den ewigen Weiten des Universums (geschriener O-Ton Peter: “Dorch de Wolken, dorch de Wolken!”). Anschließend darf Manni dann noch den Volltrottel mimen und per Teleskop aus seinem Zimmerfenster – bei Tageslicht :-) – nach der Reaktion der Aliens suchen…

    Vielleicht haben es manche Leser schon geahnt: die Außerirdischen antworten unseren Ludolfs nicht und Manni versucht, seinen Frust darüber zu kompensieren, indem er ein Schrottauto auf Raketenantrieb umbaut. Naja, “Raketenantrieb” ist vielleicht ein bisschen viel gesagt, in Wirklichkeit schraubt er zwei Rohre an einen blöd bemalten schwarzen VW Beetle (“der erinnert mir an Mond”), lässt sich vom DMAX-Requisiteur Schwarzpulver oder Wunderkerzen geben, stopft das in die Rohre und macht damit hinterher einen Geschwindigkeitstest. Die zusätzliche Beschleunigung lässt sich objektiv sicherlich nicht messen, Peter attestiert aber trotzdem den Beinahe-Durchbruch der Schallmauer und lässt sein außerirdisch lautes Lachen hören… :-)

    Bis zur nächsten Woche, dann wieder ganz irdisch, denn in Dernbach werden offenbar Ostereier gesucht!

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    Posted by TV-Glotzer @ 11:55 pm

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